Montag, 1. Oktober 2012

Ausblick auf den Blog im Oktober


Das war der September

Im September ist Roxanne St.Claires erster Jugendroman erschienen, in Berlin fand das Trash-Filmfestival statt und binooki veranstaltete einen litararischen Foto-Contest.
Den Autorenplausch bestritt Sylvie Wolff und leider wird es Jeanne C. Steins "Anna Strong"-Reihe wohl erst einmal nicht mehr auf Deutsch zu lesen geben. Warum man sich als Leser am Kopf kratzt, wenn man von einem (Indie-)Autoren hört, er betreibe das Schreiben nur als Hobby, gab es in "Kurz gedacht".

Leider war ich das erste Mal in all meinen Bloggerjahren gezwungen, einen Follower im GFF zu blocken. Ich wusste bisher nicht einmal, dass dies überhaupt geht. Spam hat dort jedoch absolut nichts zu suchen. Und falls sich jemand gewundert hat: Ich habe zusätzlich gleich ein paar Follower aussortiert (nachdem ich einmal wusste wie es geht), die es schon gar nicht mehr gibt.
Wie sieht es eigentlich mit Euch aus, wisst Ihr, wer da so allem in Eurem GFF rumhängt?

Ich habe Bloglovin entfernt. Es war eine nette Spielerei, aber so wirklich hat es mir nichts gebracht. Jene Blogs, denen ich dort gefolgt bin, stehen bei mir in der Blogroll, so dass auch die E-Mail über neue Beiträge in diesen Blogs nur mein Postfach unnötig vollgestopft hat. Abgesehen davon funktionierte ein Besuch dort ohne Anmeldung nicht, wurde ich nur auf die Seite "page not found" geführt. Für alle, die mir gefolgt sind, tut es mir sehr leid, aber Ihr müsst es jetzt wie ich auf die herkömmliche Art machen.

Leider hat der Bloganbieter nun endgültig das alte Bearbeitungssystem abgeschaltet. Da ich es bis zum Ende verwendet habe, als eine Art stillen Protest gegen das neue, muss ich jetzt schauen, wie ich zurecht komme. Bei meinem mehrwöchigen Test des neuen Systems bin ich leider nicht klar gekommen. Gerade was das Einsetzen von Bildern/Covern anging, funktionierte erst einmal nichts mehr so richtig. Es könnte also hier und da zu kleineren unbeabsichtigten Änderungen im Layout kommen.

Rezensiert:


Das war das Postfach im September

Der binooki-Verlag meldete sich mit einer interessanten Idee rein. Näheres HIER.

Der Autor Peter Nathschläger hat (mal wieder) einen neuen Roman verfasst. In "Im Palast des schönsten Schmetterlings" geht es um die verschüttete Geschichte einer jungen Liebe zwischen zwei Halbwüchsigen zu Zeiten der Revolution auf Kuba. Es ist auch eine Geschichte über Brudermord, über Schuld und Sühne, eine Geschichte schließlich auch über den, der die Ereignisse aus den Sechzigerjahren zusammensetzt.

J. J. Bidell hat ein paar E-Book - Fantasyromane geschrieben "Im Schatten des Mondlichts", in denen Katzenmenschen/Panther eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Red Bug Books meldete sich rein. "(...)dass wir kein Verlag sind, sondern eine Autorengruppe, die ein eigenes Buchlabel gegründet hat." Und dabei handelt es sich um "ein neues eBuch-Label für Graphic Novels und YA-Literatur."
Die erste YA-Novel "Flying Moon" wird für Teilnehmer eine Leserunde als LE vergeben und zusätzlich kann ein Kindle gewonnen werden.

Die Autorin Andrea Froh hat zwei Frauen-Romane, "Die Welt um mich schien irgendwie traurig" und "Nina und ich", und einen Kinder-Roman "Forbilt" geschrieben.

Das bringt der Oktober

Der Oktober wird, was die besprochenen Bücher angeht sehr Fantasylastig sein, zusätzlich gibt es auch einige bildunterstützte Geschichten. Der Phantastik-Magazintest geht weiter und hier und da gibt es eine kleine Überraschung.
Zur Frankfurter Buchmesse oder der BuCon in Dreieich wird es mich in diesem Jahr leider nicht tragen, aber ich hoffe trotzdem auf den Buschflurfunk und was sich daraus ergeben wird. Neugierig bin ich allemal!
Prisca Burrows (Uschi Zietsch) wird den Autorenplausch bestreiten, am 12. Oktober erscheint nämlich ihr neuestes Werk "Der Fluch der Halblinge", der wahrscheinlich so richtig schön auf die kommende Hobbit-Verfilmung einstimmen wird.
Um den phantastischen Monat zu komplettieren, werden sich auch die Trailer in diesem Genre bewegen.

Ausgedehnte Shoppingtour im September
Was mich bewegt hat

Eine kleine Buchhandlung, an der ich manchmal vorbei laufe, bietet nun auch im vorderen Bereich kleinere Erfrischungen an. Kaffee, Latte, Saft und diverse Kuchen oder belegte Brötchen. Das wäre ja eine tolle Sache, wenn nicht an allem Essbaren der kleine Zusatz "vegan" stehen würde. Dagegen wäre im Prinzip gar nichts einzuwenden, wüsste ich nicht zu fällig, dass a) "vegan" einfach ein neuer Trend ist und b) Schokokuchen "Vegan" absolut nicht schmeckt.
Eine kleine Suche im www hat ergeben, dass es sogar vegane Schuhe gibt. Dauert dann wohl nicht mehr lange bis zum veganen Buch. Mhm. Na ja, obwohl. Das gibt es wohl schon und nennt sich E-Book. Oder?

Ich habe nach einiger Zeit mal wieder Bücher in die Seite "Buch-Rezensionen" eingetragen und dabei fiel mir zunächst auf, dass einige Buchstaben wesentlich stärker frequentiert werden, als andere.
Und schon im nächsten Moment kam mir beim runterscrollen ein anderer Gedanke. Hat das bloggen vielleicht doch meinen Lesegeschmack beeinflusst? Nicht in Hinsicht auf Genre, Autor und Co. Sondern im Hinblick auf die Seitenanzahl. Dicke Wälzer gibt es nur wenige in der Auflistung (einige davon habe ich eben erst in die Liste eingetragen) und ich musste an jene denken, die noch im SuB schmoren. Liest man als Blogger vielleicht lieber zwei dünne, statt ein dickes Buch? (Weil damit eben zwei Beiträge herauskommen, statt nur einem?) Oder liegt es im Genre begründet, da Fantasy oftmals mehr Seiten hergibt, als LiRos?

Mit Schrecken habe ich in der Werbung gesehen, dass sie sogar das Ü-Ei in Jungen- und Mädcheneier aufgeteilt haben.
Wir hatten mal eine Frauenbewegung, die unter anderem dafür gesorgt hat, dass wir Frauen wählen und zur Uni gehen dürfen. In letzter Zeit frage ich mich bei so etwas immer öfter, was eigentlich aus ihr geworden ist.
Im Studium wurde ich im Abschnitt "Geschlechterforschung" jedenfalls öfter mit dem Satz: "Wir werden nicht als Frau geboren, wir werden dazu gemacht." konfrontiert. Die rosa-glitzernden Elfchen im Minirock, die derzeit im Mädchen-Ü-Ei stecken sind dafür jedenfalls das beste Beispiel. Überhaupt kann ich Eltern, die ihre kleinen Mädchen in rosa Klamotten stecken und sie zu "Prinzessinnen" erklären, nicht verstehen. Da denke ich mir oft: 'Gebt Euren Töchtern doch wenigstens eine Chance!'
Aber das Frauenbild, mit dem Mädels und junge Frauen heute in den Medien konfrontiert werden, ist ohnehin mehr als fragwürdig. Bleibt zu hoffen, dass die Frauen irgendwann doch wieder zu sich selbst finden und sich und ihre Sexualität nicht weiter so sehr ausbeuten lassen.
Edit: Durch Zufall wurde ich auf diesen Blogbeitrag aufmerksam.
und gemerkt, dass ich - Hallejuja - nicht die einzige bin, die das stört. Und die Mädels dort haben DEN Ausdruck gefunden, er mir irgendwie gefehlt hat. "sexistischer Kackscheiß", genau das ist es!
Die ganz mutigen unter Euch möchte ich bitten, bei Pinkstink zu unterschreiben, "die es sich zum Ziel gesetzt hat, gegen die “Pinkifizierung” der Spielzeugwelt vorzugehen, hat eine Online-Petition gestartet. Diese richtet sich nicht gegen die rosa Eier selbst, sondern als ersten Schritt erstmal gegen die “sexy” Winx-Feen, mit denen die Eier beworben werden. Es können noch Stimmen gebraucht werden, also stimmt ab, wenn ihr auch findet, dass superschlanke Figuren in Pin-Up-Girl Posen nicht das geeigneste Spielzeug für kleine Mädchen sind."

Nachdem ich einige Phantastikmagazine gelesen habe, kam irgendwann der Punkt, an dem ich mich fragen musste, wie es eigentlich mit dem Geschlecht der Fantasyautoren bestellt ist. Die großen Autorinnen wie Anne McCaffrey, Robin Hobb, MZB oder C.J. Cherryh sterben ja leider langsam aus. Aber: rutscht da jemand nach?
Meine beiden Buchneuerwerbungen Glenda Larke und Kristen Britain sind auch schon fast die einzigen beiden Namen, die mir eingefallen sind. Die meisten anderen gehen nur in Verbindung mit Vampiren und Co. Und Deutsch? Da musste ich fast noch länger überlegen ...

Wie ein Buch zum Bestseller wird, konnte man sehr realistisch an Frau Rowlings neuem Roman "Ein plötzlicher Todesfall" beobachten. Rowling hatte nämlich bestimmt, dass über den Inhalt absolute Geheimhaltung verhängt werden soll, sogar die Deutsch-Übersetzer hatten nur vier Wochen Zeit, mussten extra nach London reisen und ihre Laptops wurden Passwortgeschützt. Redaktionsrezensenten hatten Pech, auch sie bekamen das Werk nicht vorab, um es fristgerecht lesen zu können.
Und obwohl nun niemand weiß, was eigentlich genau im Buch steht, wird es schon jetzt als umwerfend, als weltklasse und weiß ich was bezeichnet. Die deutschen Verlage Ullstein und Carlsen überschlagen sich geradezu was das Marketing betrifft. Nicht nur Printwerbung wird in Betracht gezogen, auch im TV werden Spots dazu laufen. Und sind 25 Euronen für ein/das Buch tatsächlich angemessen?
Schade nur, dass über dieses enorme "Von-allem-zuviel" andere Werke, die es mindestens ebenso sehr verdient hätten, einfach untergehen. Nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil wegen fehlender Werbung einfach keiner weiß, dass es sie gibt.


(Seltsame) Suchanfrage

250g butter 250g zucker 4 gier
4 gier? Ich glaube, Kerstin Gier gibt's nur einmal.

"schmidt und abrahams" warum steht mein name nicht auf der h
h wie Homepage? Wenn man so etwas goo.glet, weiß ich die Antwort schon ...

männerkorsett als strafe
Das ist auch für Frauen eine Strafe.

wo kommt das wort akkusativ und dativ und verschiedene grammatik regeln eigentlich her
Das habe ich mich auch schon immer gefragt.
Zumindest weiß ich, wer die letzte Rechtschreibreform verbrochen hat. Und na ja, diese Typen sind doch alle gleich ...

die zauberschiffe ist amber der narr
PST! Nicht spoilern!

wie ist japan ohne rohstoffe wirtschaftsmacht geworden
Fingerfertigkeit!

leider zu spät aufgestanden
Na so was!

wenn der erste schuss gefallen ist planung
Bisschen spät, um dann noch was zu planen.


Kommentare:

  1. Hi Soleil!
    "Stiller Protest" gegen die neue Blogger-Oberfläche - tja, hab ich auch versucht, hat nix genutzt. Außer, dass ich jetzt blöd herumsuchen muss, wo ich gerade wieder mit dem bloggen weitermache. Mit dem Bilder einbauen habe ich allerdings keine Probleme. Zum Glück.

    Was meinst du mit Spam im GFF? Versteh ich nicht. *doof bin*

    Lustig, den Bloglovin-Button hab ich bei mir grad eingebaut. Obwohl ich es selbst auch nicht zum Bloglesen verwende. Wenn du den Button entfernst und dein Konto, heißt das aber glaub ich nicht, dass dir jemand anders nicht mehr damit folgen kann, solange er selbst einen Account hat.

    Das Rowling-Buch ist sicher überbewertet. Und die hätte doch sowieso ihre Leser, weil sie eh schon bekannt ist. Den enormen Werbeetat könnte man für viele andere Bücher, die es (auch) verdient hätten, besser einsetzen. Aber so ist es nun mal...

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    1. Wow, da scheinen ja eine ganze Menge Blogger gegen die neue Oberfläche zu sein. Na ja, ich kämpfe jetzt auch wieder damit. Bei obigem Post hat das mit den Bildern plötzlich funktioniert, ich hatte in das Feedback-Feld etwas eingetragen. Ich hoffe, das wird auch zukünftig seinen Dienst tun.
      Spam: Wenn im Profil eine Seite verlinkt ist, die etwas verkaufen will. Und man ist ja doch neugierig und klickt den neuen Follower an und dann eben auch dessen Profil. Abgesehen davon waren es auch bestimmte Sachen, die man dort kaufen konnte *hüstel*
      Was Bloglovon angeht, so hatte ich gestern in den Statistiken jemanden, der von Bloglovon kam, wo ich aber schon eine Weile nicht mehr bin ... Allerdings ist mein gesamter Account weg. Vielleicht heißt es nur, dass niemand neues mehr folgen kann? Wie auch immer, für mich war es einfach nicht nützlich.
      Rowling: Ja, die Welt ist schlecht ;-)

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    2. Ah, ok, so ein Spam. Nein, das hatte ich noch nicht. Kriege bloß haufenweise anonyme Spam-Kommentare in letzter Zeit. Weshalb ich weiterhin die Kommis moderiere.

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    3. In nicht-deutsch? Die bekomme ich auch, aber das Blogsystem sammelt die von alleine raus und sie gehen gar nicht erst online.

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  2. Ich muss zugeben, ich verstehe die Aufregung um das Mädchen-Ei nicht. Ich fühle mich nicht weniger emanzipiert, nur weil ich jetzt rosa Eier kaufen kann. Ich muss ja nicht kaufen, ist ja nicht so, als ob das normale Ei jetzt für Mädchen verboten wäre. Als durchaus nicht in jeder Beziehung mädchenhaftes Mädchen (ich habe lieber Indianer gespielt als Tierarzt und meinen besten Freund sehr um seine Carrerabahn beneidet)wäre ich froh gewesen, wenn es das Ei damals schon gegeben hätte, dann hätte ich nicht in jedem verdammten Ei ein Auto oder ein Schiff gehabt (ich hatte echt Talent darin, gena diese Eier zu erwischen). Und ja, Indianer hin oder her, rosa war meine Lieblingsfarbe und es hat mich nicht zu einer weniger emanzipierten Frau gemacht.
    Für mich bedeutet Emanzipation ja, eine Wahl zu haben. Nicht sein zu müssen, wie jemand einem haben will; auch nicht sein zu müssen, wie einen eine bestimmte Frauenbewegung haben will. Ich mag auch diese Gleichmacherei nicht. Ich mag Schminke und Schuhe und schöne Klamotten und ich weigere mich, mich von einem rosa Überraschungsei diskrimiert zu fühlen.

    Dass Eltern ihre Kinder zu etwas erziehen, was sie gerne in ihnen sehen wollen, das ist ein anderes Thema. Das ist aber nicht die Schuld von rosa Überraschungseiern.

    Ehrlich gesagt gibt es da andere Dinge, die mich viel mehr aufregen. Das Frauenbild in vielen Jugendromanen dieser Tage finde ich ärgerlicher als rosa Eier. Nur wird das nicht halb so viel kritisiert.

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    1. Hallo nija,

      erstmal schön, wieder von Dir zu lesen, auch auf Deinem Blog. Da bekomme ich die Beiträge praktischerweise immer als Mail und es könnten mal wieder ein paar mehr werden ;-) (Falls Du einen Anreiz brauchst oder so.)

      Das Problem mit der Emanzipation geht viel tiefer. Ich habe auch mal so gedacht wie Du, aber dann war ich gezwungen, einige Kurse in Geschlechterforschung an der Uni zu besuchen und habe mich dann auch gleich auf Familie und Frauen spezialisiert. (Mikrosoziologie halt)
      Das alles hier wiederzugeben und Anregungen zu geben, wäre einfach zu viel.
      In diesem speziellen Fall geht es aber genau darum, was auch Du ansprichst: man muss die Wahl haben. Wenn aber Spielzeug vergeschlechtert wird und Du als Mädchen NUR mit rosa Zeug aufwächst ... weißt? Und genau das wird passieren, wenn da nicht jemand einen Riegel vorschiebt. Abgesehen davon kann mir keiner erzählen, dass sexy Pinup Girls mit glitzernden Flügeln wirklich das richtige Spielzeug für kleine Kinder sind. Ich bekomme überhaupt immer einen Schreck, wenn ich für Kinder (Mädchen) Geschenke besorge. Die Puppen von heute sehen proportional (z.B. auch die Augen) nicht einmal mehr aus wie ein normaler Mensch. Das ist traurig. Und Gehirnwäsche noch dazu. Bei mir bekommt jedes Kind ein Buch dazu und selbst da musst man suchen ohne Ende. Eben das, was Du auch ansprichst. Ich rege mich übrigens IMMER über das Frauenbild in den Romanen auf. ;-) Die Weibchen und Hohlbirnen konnte ich noch nie ertragen. Und dass ich etwas gegen passive Heldinnen habe, dürfte sich auch rumgesprochen haben.
      Wenn kleine Mädels immer nur von rosa Prinzessinnen lesen, die gerettet und rumgeschubst werden, was für eine Auswirkung mag das wohl haben? Wahrscheinlich die gleiche, wie bei den rosa Eiern. Und es sind die Eltern die das Zeug kaufen und die wechseln da nicht ab. Abgesehen davon wird sich schnell rumsprechen, dass das rosa Ei für Mädels ist und das normale (Achtung Wortwahl!: normal??) für Jungs.
      Meine ÜEier Ausbeute war immer eher gemischt. Die kleinen Autos haben sie wohl massenweise hergestellt, aber es gab auch vieles andere (wenn schon nicht die Figuren, wegen denen man sie eigentlich gekauft hat (*narf*)
      Übrigens funktioniert EINE Gehirnwäsche von vor über einhundert Jahren auch heute immer noch, so tief geht das. Frauen, die für Frauenrechte kämpfen seien hässlich, Mannweiber, Lesben sowieso, etc. Das hat aber a) überhaupt nichts damit zu tun, dass eine Frau wählen, lernen und überhaupt alles machen dürfen sollte. Und b) stimmt es einfach nicht.
      Ich selbst mag Rosa sogar sehr (siehe Shoppingfoto und ungeschminkt gehe ich nicht mal Müll rausbringen (bei mir sinds halt auch ein paar Meterchen). Ich bin eine Frau und zeige das gerne. Aber ich will mich verdammt nochmal nicht in eine Schublade stecken lassen. Dass ich eben Schuhe kaufe ohne Sinn und Verstand (und das erzählt einem ja nun wirklich alles und jeder in der Medienlandschaft), dass ich gewisse Maße haben muss, dass ich bestimmte Kleidung tragen muss (es gibt verdammt viele Frauen, die würden gerne mal eher bequem, statt sexy tragen, aber leider ...), eben alles was angeblich eine Frau ausmachen muss, damit sie überhaupt als Frau wahrgenommen wird. Ich will selber wählen dürfen, wo meine Grenze verläuft. Hätten meine Eltern mir nur rosa Eier gekauft, mein Zimmer rosa gestrichen, meine Kleidchen (!) rosa genäht etc. dann wären mir viele Dinge entgangen.
      Die Mädchen-/Jungeneinteilung von heute in so vielen Bereichen ist meiner Meinung nach ein Rückschritt. Vor allem auch deswegen, weil es kein nebeneinander gibt. Es gibt nur noch diese klare Trennung.
      Du bist nur ein echter Junge, wenn ...
      Du bist nur ein echtes Mädchen, wenn ...
      Ja und wenn nicht? Selberwählen is da nich mehr, sorry.
      Ich finde einfach, dass das eine Zukunft schafft, in der ich nicht gerne leben wollen würde. Hatten wir nämlich alles schonmal. War blöd.

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    2. Danke für diese sehr ausführliche Antwort. Ich verstehe, was du meinst. Obwohl ich noch immer denke, dass man immer eine Wahl hat. Wir schieben dieser Tage viel zu oft die Verantwortung den äußeren Umständen zu.

      Übrigens ist es andersherum, also bei den Jungs, fast noch schlimmer. Das ist eine Erfahrung, die ich aus dem Buchhandel mitgenommen habe. Mädchen lesen alles, Liebesromane, Thriller, Abenteuer, mit männlichen und weiblichen Protagonisten. Jungs lesen so gut wie nur Bücher mit typischen Jungsthemen und mit männlichen Protagonisten. Und wenn sie doch davon abweichen, werden sie gleich von den Eltern schräg angeguckt. Deshalb glaube ich sogar, dass es Mädchen leichter haben, aus diesen Mustern auszubrechen als Jungs.

      Was den Blog angeht: Ich versuche mein Bestes. Lust habe ich noch immer, aber leider nicht immer den "Kopf" dafür.
      Aber es freut mich zu hören, dass noch Interesse da ist. :)

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    3. Ja, die Antwort war dann länger, als ich selbst gedacht habe, sorry.
      Vielleicht bin ich doch einen Tick älter und weiß daher, dass es leider sehr viele Situationen gibt, in denen man gern die Wahl hätte, aber sich dann doch der mehrheitlichen Meinung beugt/beugen muss. Man hat also leider nicht wirklich die Wahl.
      Übrigens schon mal gar nicht, wenn einem bestimmte Dinge seit Kindertagen abgenommen und in eine bestimmte Richtung gebogen wurden.
      Dass Jungen/Männer heute auch sehr zu kämpfen haben, ist klar. Damit beschäftige ich mich auch immer öfter. Wie haben beispielsweise ein Amt, dass sich "für Soziales, Frauen etc" nennt und da fragt man sich schon wo die Männer bleiben. ;-) Außerdem funktioniert es nicht, wenn sich nur eine Seite ändert und die andere stehen bleibt.
      Leicht aus bestehenden Mustern auszubrechen ist es übrigens nie.

      Ach, man muss nicht jeden Tag und so, aber ich freue mich immer, wenn wieder was drin steht. Weiß man auch gleich, dass Du noch lebst ;-)

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