Donnerstag, 21. Juni 2012

Nachtjagd - J. R. Ward


Titel: Nachtjagd
Autorin: J. R. Ward
Originaltitel: Darklover
Verlag: Heyne
ISBN: 3453532716
Euro: 7,95
Veröffentlichungsdatum: Mai 2007
Seiten: 268
Serie: Black Dagger 01
Come in: Tausch







Inhalt

Beth Rendall führt kein spektakuläres Leben, als sie ihr Job bei einer kleinen Zeitung zu einem Mord vor einem Vampirclub verschlägt. Dort trifft sie jedoch auf den geheimnisvollen Wrath, der ihr fortan nicht mehr von der Seite weicht.
Denn Wrath ist der einzig noch existierende reinblütige Vampir und schuldet Beth Vater einen Gefallen. Die junge Frau ist eine Halbvampirin und wird ihre Wandlung zu ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag nicht überleben - es sei denn, Wrath wird ihr beistehen. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen und stürzen sich kopfüber in eine heiße Affäre. Doch Beth kann Wrath nicht trauen und der kann und will sich an keine Frau binden. Denn er hat schon eine ...
Und dann gibt es da noch mächtige Feinde der Vampire, die besonders Wrath nach dem Leben trachten.

Cover

Das Umschlagbild stammt von Dirk Schulz. Die Umschlaggestaltung von Animagic.
Schrift und Details sind äußerst gelungen und es dürfte nicht einfach gewesen sein, eine so langbändige Serie mit Wiedererkennungswert auszustatten.
Erwähnenswert noch, dass Natalja Schmidt Redaktion gesessen hat, die heute in der eigenen bekannten Literaturagentur Schmidt und Abrahams werkelt.

Meinung

J.R. Ward hat es mit "Nachtjagd" leider geschafft an mir und meinem Geschmack vorbeizuschreiben, denn obwohl ich viel für Vampir- und Liebesromane übrig habe, habe ich mich beim Lesen mehrheitlich gefragt, ob es sich unter Umständen um eine Parodie handeln könnte (was natürlich nicht der Fall gewesen ist).
Zunächst muss angemerkt werden, dass der deutsche Verlag aus dem Original "Dark Lover" zwei Bücher gemacht hat und "Nachtjagd deswegen sehr unmotiviert mittendrin abbricht.
Noch vor das erste Kapitel ist ein umfangreiches Glossar geschaltet, das sich tatsächlich empfiehlt vor dem Lesen anzusehen. Mir selbst haben sich die Dinge innerhalb der Geschichte nur matt erklärt, was leider nicht für sie spricht.
Auf den ersten Seiten muss der Leser eine Beinahe-Vergewaltigung über sich ergehen lassen, was stets viel zu reißerisch daher kommt und für gewöhnlich von anderen Unzulänglichkeiten ablenken soll. Nur mit großer Selbstüberwindung ging's weiter.
Die Geschichte an sich ist stimmig, wenn auch nicht sonderlich spektakulär. Vampire werden als solche geboren, können sich auch mit Menschen fortpflanzen und wandeln sich meist mit dem fünfundzwanzigsten Geburtstag. Bis auf dieses Detail ist es der übliche Einheitsbrei. Die Atmosphäre ist düster aufgebaut worden, kann aber ihr eigen gestecktes Ziel nicht halten, dazu gibt es zu viele Kleinigkeiten, die mittendrin unbeabsichtigt zum Schmunzeln anregen. Nicht zuletzt der Oberbösewicht "Mr X".
Neben den Hauptgeschehnissen werden viele kleinere erzählt, die wahrscheinlich in den Folgebänden aufgegriffen und ausgebaut werden. Hier jedoch wirken sie mitunter störend, weil sie einerseits ablenken und andererseits die Geschichte in die Länge ziehen.
Die Autorin hat sehr viel Erotik in ihre Handlung gesteckt, die sich auch mal unangebracht Bahn bricht. Eine Erklärung für das urplötzliche erste Zusammensein von Beth und Wrath gibt es nicht. Beide Figuren sind recht klischeehaft gestaltet worden. Beth sieht gut aus, lebt eher ärmlich und hat noch nicht viel erreicht. Dennoch eine liebeswerte Person und alle Männer wollen sie. Wrath der einsame Anführer, unverstanden und Co. Blind obendrein auch noch, wohl um ihn weich zu zeichnen. Warum er es schafft mit Wurfwaffen seine Feinde zu töten und Personen in einem Raum auszmachen, aber leider nicht das Essen auf seinem Teller findet, erschließt sich im Roman nicht.
Die Beziehung geht zu schnell vor sich und in recht eng gesteckten Bahnen. Beiden wird gar keine andere Wahl gelassen. Wrath der dunkle Beschützer, Beth das zu schützende Weibchen, das von nichts eine Ahnung hat.
Da braucht es schon jede Menge Stehvermögen. Insgesamt eher eine Geschichte für jüngere Leser, wäre da nicht der ganze Sex. Doch selbst der bleibt allgemein und eher jugendlich.
J.R.Ward schafft es durchaus die richtigen Knöpfe beim Leser zu drücken, wer aber mehr erwartet, wird enttäuscht sein.


Black Dagger Brotherhood:
1. Nachtjagd (Dark Lover 1)
2. Blutopfer (Dark Lover 2)
3. Ewige Liebe (Lover Eternal 1)
4. Bruderkrieg (Lover Eternal 2)
5. Mondspur (Lover Awakened 1)
6. Dunkles Erwachen (Lover Awakened 2)
7. Menschenkind (Lover Revealed 1)
8. Vampirherz (Lover Revealed 2)
9. Seelenjäger (Lover Unbound 1)
10. Todesfluch (Lover Unbound 2)
11. Blutlinien (Lover Enshrined 1)
12. Vampirträume (Lover Enshrined 2)
13. Racheengel (Lover Avenged 1)
14. Blinder König (Lover Avenged 2)
15. Vampirseele (Lover Mine 1)
16. Mondschwur (Lover Mine 2)
17. Vampirschwur (Lover Unleashed 1)
18. Nachtseele (Lover Unleashed 2)
19. Liebesmond (Lover Reborn 1)
20. Schattentraum (Lover Reborn 2)


J. R. Ward ist in den USA eine der erfolgreichsten Bestseller-Autorinnen für die Mischung aus Mystery und Romance. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften war sie zunächst im Gesundheitswesen tätig, wo sie unter anderem die Personalabteilung einer der renommiertesten Klinken des Landes leitete. Ihre "Black Dagger"-Romane haben in kürzester Zeit die internationalen Bestsellerlisten erobert. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Hund lebt J. R. Ward im Süden der USA.

Kommentare:

  1. Anonym21.6.12

    :)... ich bin ein Fan von den Black Daggern... Wie genau kann ich eigentlich gar nicht sagen oder den Finger drauf legen - aber mich hat JR Ward vom ersten (leider geteilten) Band für die Geschichte eingenommen.

    Wobei ich ehrlich bin und zugeben muss, dass der ganz große Hype bei mir dann schon langsam abflacht. Die beiden letzten Bücher (17 + 18) wurden schon nicht mehr mit Nägelkauen erwartet. Im Gegenteil, ich habe mit dem 17. gewartet, bis der 18. raus war bevor ich ihn mir überhaupt gekauft hatte - und dann hat sogar meine Nichte erst noch das Lesevergnügen gehabt.

    Ich hoffe, dass JR Ward iwann demnächst einen schönen Abschluß der Serie schreibt... bevor auch Fans wie mir die Lust an den Black Daggern vergeht ;)

    LG
    Gaby

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    1. Hallo Gaby,

      ich weiß, dass die meisten Fans der Serie sind - ich arbeite gerade die "Hype-Bücher" etwas ab, die in meinem Regal stehen (die stopfen alles zu). Neuerdings muss man ja auch leider etwas überlegen, ehe man eher negativere Rezis einstellt, aber meine Meinung habe ich noch immer gesagt ;-)
      Wie dem auch sei: Ich habe das Buch aufgrund der zahlreichen positiven Bewertungen ertauscht, allerdings mit einem mulmigen Gefühl. Von allein wäre es wohl nie zu mir gekommen. Man weiß ja manchmal schon allein vom Klappentext her ob etwas für einen ist oder nicht. Immerhin ließ sich der Roman zackig weglesen ...

      LG
      Soleil

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  2. Ich mochte den ersten Band gar nicht, und es ist nur meiner Neugier zu verdanken, dass ich weitergelesen habe. Weder Beth noch Wrath sind Charaktere, die mich für sich gewinnen konnten. Erst die Folgecharaktere konnten mich charakterlich mehr fesseln, leider ging es dann ab dem Rehv-Band (Lover Avenged) wieder mit meinen Sympathien bergab. Abgebrochen habe ich die Black Dagger in Lover Mine. Saft- und kraftlos sozusagen, obwohl ich nicht weiß, woran es liegt. J.R. Ward steigert sich eigentlich mit jedem Band, sodass man das Gefühl hat, man steht direkt neben den Charakteren, und eigentlich finde ich es auch gut, dass sie Charaktere wählt, die kompliziert und nicht von vornherein megasympathisch sind. Ich habe aber das Herzklopfen nicht mehr, das mich nach dem nächsten Band hecheln lässt. Mein Interesse lässt, glaube ich, einfach nach.
    Ich bin im Übrigen nach Bd. 1 direkt zu den englischen Ausgaben übergegangen, weil ich auf Deutsch mit den Zweiteilungen durcheinander komme und inzwischen nicht mehr weiß, welches Buch welches ist, wenn nicht genau dasteht Band XY. Der Wiedererkennungswert sinkt meines Erachtens mit zunehmender Reihe.

    Liebe Grüße
    Sinje

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    1. Hallo Sinje,

      nun ja, es macht wenig Eindruck auf mich, dass ich noch mindestens fünf Bücher (oder auch nur eines ...) lesen soll, weil es mir dann gefallen -könnte-. Immerhin war die Autorin ja auch sehr schreibfreudig ;-)
      Was die Teilung angeht muss ich Dir Recht geben, es war kompliziert herauszufinden, wo nun welcher Band hingehört. Abgesehen davon verstehe ich es auch nicht, aber das ist ja nichts neues ;-)
      Die Cover an sich finde ich recht gewöhnungsbedürftig, auch mit zunehmender Bändenazahl.

      LG
      Soleil

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    2. Liebe Soleil,

      das mit dem "Hype-Bücher abarbeiten" kenne ich. So bin ich nämlich überhaupt erst zu den Black Daggern gekommen. Ich habe dann aber den Fehler gemacht und sie im Wechsel mit Lara Adrians Midnight Breed gelesen (weil auch Hype und so) und war dann vollends durcheinander. Bei Lara Adrian habe ich immerhin zwei Bände mehr geschafft, wahrscheinlich, weil die sich schneller lesen. J. R. Wards Bücher sind im Original ja schon ziemliche Klopper. Die typischen amerikanischen Taschenbücher mit dünnen Seiten und kleiner Schrift fast ohne Rand. So blöd es klingt, aber die strengen mich tatsächlich ziemlich an.
      Ich persönlich finde es übrigens gut, wenn jemand mal sagt: "Nö, das Buch mochte ich nicht, und den Hype kann ich nicht nachvollziehen."
      Man muss auch nicht auf Teufel komm raus alles weiterlesen. Meine Club-Mädels schwärmen mir unablässig von den Fortsetzungen vor, aber ich stehe vorm Regal und kann mich einfach nicht durchringen. Dafür gibt es viel zu viel, was mich anderweitig interessieren würde.
      Was mich ja generell nervt, ist die breite Covergleichheit. Mittlerweile kann ich nix mehr auseinanderhalten bei all den Gefährtinnen von Finsternis und Nacht. Das ist auch weiterer Grund, warum es mir so widerstrebt, Reihen zu lesen.
      Ich bin gespannt, was du als Nächstes vom Hype-SuB holst :)

      Liebe Grüße
      Sinje

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    3. Nun ja, eigentlich hofft man bei jedem Hype-Buch unterschwellig auf ein richtig, richtig gutes Buch. Ich hätte mich gefreut wenn ...
      Lara Adrian habe ich zwar in Reichweite zum Ausleihen (sogar signiert), aber es hopst immer was dazwischen.
      Die Bequemlichkeit beim lesen kann ich aber nachvollziehen. Ich habe mir schon oft Bücher ausgesucht, weil ihre Schrift angenehm und nicht zu klein war. Bei anderen Büchern habe ich bewusst zu E-Books gegriffen, weil ich da als Buch nie durchgekommen wäre und das nur, weil die Schrift unleserlich war.
      Was ich als nächstes vom Stapel bzw. aus dem Regal hole, weiß ich noch gar nicht. Aber ich habe in letzter Zeit so einen Leseanfall gehabt, dass ich mit dem Rezischreiben nicht hinterher komme ;-)

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  3. Anonym21.6.12

    Ich bin auch ein großer Black Dagger-Fan. Mir hat das erste Buch eigentlich ganz gut gefallen und auch jetzt (eher wieder) erwarte ich jeden Teilband ganz hippelig.
    Es stimmt, dass die Handlung stetig besser wurde, zumindest bis zum Rehv-Band. Ich hatte so lange auf diesen Band gewartet und wurde dann bitter enttäucht. Wie ich sehe, war ich da nicht die Einzige.
    Aber mit der Geschichte von John und Xhex ging es dann wieder bergauf. Und dann kam ja noch Dr. Manny und Payne. Jetzt ist Thor dran...

    Aber zurück zum Buch 1... da war mein absoluter Lieblingscharakter 'der Bulle' Butch und blieb es auch ganz lange. ;-)

    Ich würde auf jeden Fall empfehlen weiterzulesen. Buch eins war nur ein seichter Einstieg. Meiner Meinung nach kommen die tiefgründigeren Charaktere dann erst noch. Geb den Brüder noch eine Chance!

    MSutchy.

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    1. Hallo MSutchy,

      na ja, wie ich oben schrieb, habe ich keine Lust, mich durch mehrere Bücher "zu quälen", um dann vielleicht irgendwann Gefallen zu finden. Ich glaube nicht, dass der Funke hier noch überspringen wird. Die Charaktere waren einfach nur furchtbar und auch der Hintergrund (Vampir) konnte mich nur mäßig überzeugen. Und dieses reißerische Schreiben mag ich auch nicht wirklich. Abgesehen davon gibt es noch so unendlich viele Romane und Autoren, die ich nicht kenne und unbedingt noch kennenlernen will! :)

      LG
      Soleil

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  4. Hallo Soleil, schade, dass dir der erste halbe Band der Black Dagger-Reihe nicht gefallen hat. Ich finde die Reihe super, habe bisher immerhin schon die ersten vier Bände gelesen ;-) Also die ersten "richtigen" vier Bände, die englischen. Könnte mir vorstellen, dass die Übersetzung ins Deutsche und diese unsägliche Teilung in zwei Bücher pro einem Teil in Deutschland zum Lesefrust beträgt.

    Ich fand sowohl Wrath als auch Beth tolle Charaktere.

    Etwas seltsam finde ich, dass du das Wort "Einheitsbrei" verwendest. Ich dachte eigentlich immer, dass die Black Dagger-Reihe sozusagen die "Grundlage" für viele weitere Vampirreihen-Adaptionen gelegt hat? So wie "Herr der Ringe" für das High Fantasy-Genre. Ist das nicht so? Ich bin mir nicht sicher. Demzufolge wären alle anderen, nach Black Dagger erschienenen Vampirreihen "Einheitsbrei" und nicht die "Ur-Reihe" selbst ;-) Wie gesagt: Sicher bin ich mir nicht.

    Und übrigens: Gerade diese übliche Rollenverteilung finde ich an "solchen" Romanen ja gerade so reizvoll. Ich denke, bei Romanen wie Black Dagger und Co. ist man falsch, wenn man Tiefgründigkeit und moralische Lehren ziehen will ;-)

    Aber naja, gibt ja noch andere tolle Reihen ;-)

    LG

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    1. Hallo und willkommen im Blog!
      Ich glaube mittlerweile auch, dass viele Bücher sich erst/nur in der eigenen Sprache entfalten. Darum lese ich Lieblingsreihen von mir jetzt auch nochmal nur eben in Englisch. Und da bekommt man teilweise wirklich völlig andere Einblicke in gewisse Dinge! Außerdem sind die Bücher, vor allem auch als E-Book, wesentlich preiswerter.

      Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Ward die erste war, die so etwas geschrieben hat - und damit ein neues Genre begründete. Mir fallen da noch einige ältere Reihen ein, die ich teilweise sehr gerne gelesen habe. Aber um's genau zu wissen, müsste ich etwas forschen gehen. :)
      Aber selbst wenn, so habe ICH dieses Buch zum jetztigen Zeitpunkt gelesen (bzw. im März rum) und kenne schon zig andere Reihen. Da spielt es dann keine Rolle, wer wann zuerst irgendwas geschrieben hat, sondern lediglich welche Bücher ich in welcher Reihenfolge gelesen habe ;-) Und Ward finde ich jetzt nicht sonderlich außergewöhnlich oder absolut und totaaaal anders, als die meisten anderen. Einzig, und das erwähnte ich ja in der Rezi, dass die Vampire als solche geboren werden. Das kenne ich so auch schon, kann aber nicht mehr sagen woher.

      Ich will gar keine Moral und Co. in den Werken dieser Art, aber schon eine glaubhafte Geschichte mit Charakteren, die ich sympathisch finden kann. Und hier bin ich mir teilweise schon etwas veräppelt vorgekommen, vor allem in gewissen Details wie dem Mr.X. Rollenverteilung *hüstel* Nee, danke. Ich habe absolut und tausendprozentig etwas gegen passive Heldinnen, gegen diese Weibchen, die da sind, gut aussehen, fürs Bett gefällig und sonst nix.
      Auch diese überkrassen Alpha-Helden haben es mittlerweile nicht mehr ganz so einfach bei mir.
      Da erwartet die Frau von heute in mir schon ein bissl mehr.
      Aber das ist wahrscheinlich eine von den Lesevorlieben (einfach auch thematisch), die jeder von uns so hat.
      Manchmal frage ich mich, ob ich einfach schon zu viel gelesen habe und darum so kritisch bin.
      Was für andere Reihen kennst Du denn noch und kannst sie eventuell empfehlen oder "Finger weg!" brüllen?

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    2. Hm, du suchst also eine Romantic Fantasy-Reihe für "die Frau von heute"? Hmmm, schwierig ;-) Nee ernsthaft, in den meisten Reihen dieser Art herrscht doch eine recht eindeutige Rollenverteilung vor, oder? Da fällt mir wirklich auf Anhieb nichts ein ... Jedenfalls nicht, wenn es in Richtung Nalini Singh, Lara Adrian etc. gehen soll ...

      Wie gesagt, ich finde die "einfache Rollenverteilung" in solchen Büchern ab und zu ganz angenehm, man kann dabei seinen Kopf ausschalten. Ständig könnte ich sowas auch nicht lesen, aber wenn ich Lust drauf habe, greife ich gerne zu Ward, Singh und Co.

      Mich würde aber auch absolut mal eine Reihe interessieren, die es schafft einerseits eine spannende Story zu erzählen, auch mit Erotik, aber ohne diese ganzen Stereotype zu bedienen. Ob das überhaupt möglich ist?

      Bin da für Tipps auch offen ...

      Weiß da jemand was?

      Ansonsten: Schau dir mal "Die Seelen der Nacht" von Deborah Harkness an. Ist der erste Band einer Trilogie, Fantasy für Erwachsene quasi. Wobei im Grunde viel "Anziehungskraft", sag ich mal, darin vorkommt, aber in der Tat Sex nur ganz am Rande und dann auch überhaupt nicht ausführlich beschrieben. Da geht es wirklich mehr um die Gefühle und nicht so sehr ins Körperliche. Vielleicht wäre das was für dich? Lies mal die Leseprobe. Meine Rezi dazu findest du hier: http://bookaddicted.de/?p=327

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    3. Nun, ich kenne bisher weder Lara Adrian, noch Nalini Singh. Bisher mochte ich Seanan McGuire, Karen Chance, Jeanne C. Stein, Carrie Vaughn und auch den kürzlich ausgelesenen Stormwalker recht gern. Das sind alles keine Weibchen, obwohl sie mitunter starke, sexy Helden an der Seite haben, die weder sie noch die Handlung dominieren. Davon dürfte Dir am ehesten Allyson James gefallen, von der ich ehrlich gesagt nicht gedacht hätte, dass sie mich so anfixt. Teil 2 kommt erst im Dezember und ich überlege schon, im Original weiterzumachen.

      "Seelen der Nacht" steht schon eine Weile auf meinem Wunschzettel. Das Buch ist aber eindeutig zu teuer für mich und über Tausch war es bisher nicht zu kriegen. Vielleicht gibt's das bald als TB. Ich kann warten ;-)

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  5. Hi,
    jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazu geben, wenn auch verspätet.
    Ich bin eindeutig Black-Dagger Fan. Allerdings erging es mir mit dem ersten Band ähnlich wie dir, Soleil.
    Ich hätte das Buch allein schon nach der Anfangsszene, wie Wrath durch die Disko geht, an die Wand schmeißen können.
    Die Frage, wie er es schafft, jemand mit den Wurfsternen zu treffen, habe ich mir auch gestellt. Was mich trotzdem zum Weiterlesen veranlasst hat, war im ersten Band Butch. Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Tja, und dann hat mir der zweite Band (englisch) schon viel mehr Spaß gemacht.
    Ich bin dann aber umgestiegen, und habe die Bücher nur noch auf englisch gelesen. Das passt einfach besser, obwohl es sich nicht leicht liest, wegen der zahlreichen Slang- und Urban-Ausdrücke, die ich nicht kannte.

    Was mir an der Reihe gefällt, ist die leicht parodistische Einstellung, und der Weltaufbau, der nie vernachlässigt wird. Die Lovestory alleine würde mich nicht mitreißen. Die Autorin hat später so starke Szenen drin, da hätte ich vor Lachen am Boden liegen können. Und inzwischen nehme ich solche Dinge wie mit Wrath Treffsicherheit nicht mehr so ernst.
    Die Sexszenen waren anfangs noch gut, inzwischen öden sie mich aber an und ich überblättere sie. Die Stories an sich sind aber erstaunlich spannend, sogar nach dem 11ten englischen Buch.

    Lara-Adrians Midnight-Breed Serie dagegen finde ich teilweise grauenhaft. Die sind mir einfach zu schmalzig, zu wenig Story und immer, wenn sie mal wieder einen guten Einfall hatte, macht sie das ganz schnell mit langweilig ausgewalzten Liebesgeschichten kaputt.

    Aber du hast Recht, es gibt so viele tolle andere Reihen.
    Zum Beispiel die Nightrunner Serie von Lynn Flewelling. Hast du die schon gelesen? Da ist grad ein neuer Band rausgekommen

    LG und ein schöne Wochenende

    Anja

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    1. Ha, jetzt hast Du Dich alleine geoutet ;-)
      Alles nur Fans hier, ich komme mir recht außenseiterisch vor ... :) Aber ich finde es schön zu sehen, wie jeder erklären kann, was ihm am besten gefallen hat.
      Und jeder erzählt etwas von Butch ... ich weiß gar nicht mehr, wer das war.
      Ich glaube, wenn ich ein neues Buch (also ein zusammengehörendes, im Dten ja 2 Bücher) lesen würde, dann das von dem gequälten, grausamen Vampirkumpan. Aber selbst da hätte ich Bedenken, dass ich nur wieder augenrollend dasitzen würde.

      Lara Adrian habe ich leider noch nicht gelesen, vielleicht tue ich das noch irgendwann, sie sind ja schon in Reichweite. :)

      Was die Liebesgeschichten angeht, so bräuchte ich sie, außer in den dafür vorgesehenen Genres ;-) nicht wirklich. Schade darum, dass die reine Urban Fantasy in etwa nur so wenig Anklang findet in unseren Breitengraden.

      Lynn Flewelling habe ich bei Darkstar schon gelesen udn er hat sie mir auch schon oft empfohlen. Wird wohl doch langsam Zeit, sie zu lesen *g*

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    2. *räusper* Also die Geschichte um Zsadist, den meist du wohl nehme ich an (bissl gequält sind sie ja alle irgendwie^^) hat mir bisher am Besten gefallen. Und wenn man seine Story hört, kann man, glaube ich, auch nicht mit den Augen rollen ... Da müsste man entweder echt ein Herz aus Stein haben oder einfach mit falschen Erwartungen ans Buch gehen.

      Mich würde es wirklich, wirklich interessieren, ob dir der 2. Band und auf Englisch besser gefallen würde. Falls du noch mal einen Versuch startest, bitte lass uns dran teilhaben^^

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    3. Kann ich denn mit einem der späteren Bände anfangen oder muss ich der Reihe nach lesen?
      Und nee, den 2. zum obig besprochenen Buch mag ich nicht lesen, da interessiert es mich einfach Null, wie es weitergeht.

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  6. Ja, die Story von Zsadist ist echt super.

    Aber noch mal zu den Rollenklischees. Die sind natürlich überwiegend dem typischen Schema entnommen. Aber es gibt die Ward fügt zum Glück doch einige starke Frauenfiguren ein, sonst hätte ich nicht so lange ausgehalten. Doc Jane zum Beispiel, Payne und natürlich Xhex. Mir gefällt es, dass eben mit Zusammenkommen des jeweiligen Paares nicht automatisch Friede Freude Eierkuchen Happy End ist, sondern dass später noch genügend Beziehungsprobleme auftauchen. Und dass die tollen Black-Dagger-Krieger alles Typen sind, die meistens schwere Traumata mit sich rumschleppen.
    Aber Soleil, ich will dich nicht überreden.
    Und Lara Adrian würde ich an deiner Stelle liegen lassen.
    Von Nalini Sing habe ich zwei Bücher gelesen, und die fand ich zum Augenrollen. Nicht mein Ding.

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    1. Dann lass ich Lara Adrian vielleicht noch bei ihrer momentanen Besitzerin. Ich will ohnehin erst einmal Bella Andre ausprobieren, weil mir die Autorin auf der LLC so gut gefallen hat. Ist zwar nicht ganz mein Genre, aber das macht nichts.

      Von starker Frauengestalt war hier noch nicht viel zu sehen, aber gut, es sind ja immer andere Charaktere. :)
      Falls mir mal irgendwann der Lesestoff ausgeht ...
      Ich frage mich ja öfter mal, ob das Genre eigentlich weiter bedient wird oder ob die Faszination dran immer mehr abflaut. Also jetzt nicht bei mir ... aber ab und an kommt es mir so vor, dass a)es im Genre kleine inhaltliche Drehungen gegeben hat und b)weniger (gute) Neuerscheinungen herauskommen.

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  7. Sarge27.6.12

    Witzigerweise hab ich vor ein paar Wochen auch dieses Buch gelesen, um zu sehen, was eigentlich an dem Hype dran ist. Kurzgesagt ging es mir ähnlich wie dir. Der Schreibstil selber ist ja durchaus ok, aber die Klischees aus anderen Fantasybüchern werden hier quasi zum Dreh- und Angelpunkt gemacht. Die Männer sind allesamt Adonisse und tragen Namen wie Phury, Tohrment oder Zsadist. Allein da wollte ich schon fast aufhören. Die "Liebe" spielt sich in der Form ab, dass sich die zwei Hauptfiguren zum ersten Mal begegnen und einfach mal übereinander herfallen (weil sie quasi läufig sind). Irgendwie hätte ich als Mann schon erwartet, dass Frauen in der Beziehung etwas einfallsreicher bzw. erwartungsvoller sind, aber scheinbar liege ich da falsch. Nachdem man ein wenig über die Black Dagger erfährt, was im Groben dem "Böse Jungs mit weichem Kern"-Klischee entspricht, wundert man sich nicht, dass ihr Gegenspieler, der Bösewicht Mr.X, auch nicht gerade mehrdimensional dargestellt wird.
    Wenn in den Kommentaren davon die Rede ist, beim Lesen abzuschalten, kann ich das absolut nachvollziehen. Denn mit eingeschaltetem Verstand kann man das Buch kaum zu Ende bringen - es endet ja im Übrigen auch abrupt, da man in Deutschland a) gierige Verlage hat, b) den Lesern dieses Genres wohl keine dickeren Bücher zutraut.
    Kurzum, für mich war das nix und ich vermute dass ich allgemein mit dem Paranormal Romance Genre Schwierigkeiten haben dürfte. Aber macht ja nix, solange es im Urban Fantasy Bereich noch Autorinnen wie Laurell K. Hamilton oder Patricia Briggs gibt, die vielschichte Figuren aufs Papier bringen.

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    1. Nun, dass ein Held in einem Buch, in dem es um eine im Vordergrund stehende Liebesgeschichte geht, gut aussieht, wird sich wohl nicht vermeiden lassen ;-) Die Frauen in einschlägigen Männer Magzinen tragen ja auch keine Brillen.
      Abgesehen davon wirf nicht gleich die Flinte ins Korn, nur weil Du mal auf ein Buch getroffen bist, das ... durchwachsen war, um es mal vorsichtig auszudrücken. Du siehst ja, mir gefiel es auch nicht und ich kenne zwei weitere Frauen, denen es ähnlich ging. Im Endresultat ist es ohnehin Geschmackssache. Wenn Du aber generell nicht mit Liebesgeschichten kannst oder es nicht magst, wenn der Held seine Angebetete auf Händen trägt, dann ja, lass die Finger davon.
      Mit Patricia Briggs liegt mir eine Freundin schon ewig in den Ohren, ich sollte sie wohl endlich mal lesen ...

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  8. Ein etwas später Kommentar von mir. XD

    Ich kann deiner Rezension nur zustimmen. Es gibt also auch noch weitere "nicht-Fans"...
    Damals als ich vor ein paar Jahren (ich glaub so 2007) den ersten Black Dagger Band (auf Englisch) gelesen hatte, dachte ich mir noch die Geschichte wäre recht gut. Ich hatte noch keinen anderen Paranormal Romance Teil gelesen und fand die Geschichte bis auf den ganzen Lesser-Kram sehr interessant, anders halt. Aber schon beim dritten Band war ich nur noch gelangweilt und das hat dann auch dazugeführt, dass ich seitdem eigentlich keine Paranormal Romances mehr mag. Immer diese dauergeilen, Muskelprotze mit dem Riesen *piep*, der ganze Sex (wobei ich mal gehört habe der wäre in der deutschen Ausgabe entschärft worden, im wahrsten Sinne des Wortes XD), nee, nach 3 Blackdagger Bänden wurde mir die Lust darauf für Jahre ausgetrieben. Ich hatte es noch mal mit Kresley Coles Paranormal Reihe probiert, aber die fand ich ja noch schrecklicher. ^^

    Eigentlich bin ich auch ganz froh, dass ich kein großer Paranormal fan geworden bin, wenn man sich überlegt wie lang die Reihen in den Genres mitunter sind. Da hätte ich nicht das Geld, die Lust und die Zeit mich durch so viele Bände zu lesen. Bei Historicals ist das Gott sei Dank anders, da sind 5 Bände für eine Reihe schon ziemlich viel. :D

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    1. Oh, ich muss den Beitrag irgendwie verpasst haben, entschuldige.
      Ich habe den zweiten Band noch für die werte Mama ertauscht und ihr gegeben, weil ihr der erste so gut gefallen hat. Sie würde sogar weiterlesen. Nee, nee, ohne mich.
      Ich habe Liebesgeschichten hier und da wirklich gern, aber nicht nach obigem Schema, bzw. auf jeden Fall glaubhaft. Aber schön, dass sich doch noch ein Zweifler angefunden hat, so ganz allein is auch langweilig :)

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  9. Ich muss sagen, dass ich mit Black Dagger leider auch wenig anfangen kann. Band 1 habe ich als Hörbuch gehört, allerdings nie zu den Büchern oder zum zweiten Teil gegriffen, da mich der Inhalt nicht überzeugen konnte.
    Die Liebesgeschichte fand ich aufgesetzt, die Charaktere nicht besonders sympathisch und das Ende sehr abrupt und irgendwie unfertig. Allerdings habe ich danach dann gelesen, dass die Bände im deutschen zweigeteilt wurden. Vielleicht lohnt es sich ja Teil 1 irgendwann auf Englisch zu lesen. Bisher konnte ich mich dazu allerdings noch nicht durchringen.

    Komischerweise mag ich Vampirromane sonst eigentlich recht gerne. Die Romane von Anne Rice, Charlaine Harris und Chloe Neill sind mir in diesem Bereich allerdings bisher am Liebsten. Ich muss aber gestehen, dass mir Lara Adrians Geschichten durchaus gefallen (zumindest die Hörbücher). Katie MacAlisters Vampirreihe mag ich auch gerne, weil mich die Bücher so herrlich zum Lachen bringen. Band 1 war allerdings auch nicht unbedingt mein Fall.

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    1. Jaja, da liegt die Rezi aber schon ein Weilchen zurück ... weitergelesen habe ich übrigens nie und es verlangt mich auch nicht mehr danach.
      Chloe Neill mochte ich auch gern und wollte schon unlängst mal einen re-read veranstalten. Mal sehen ... ist ja doch schade, dass der Hype jetzt so erledigt ist, dass es gar nichts mehr in der Richtung gibt und stattdessen alle die gleichen drei Storys in Jugendbuch lesen.

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    2. Da hast du recht :) Von Chloe Neill kommen aber zum Glück immer noch neue Bücher. Ich weiß nicht, wann die Reihe beendet ist-hoffe aber das noch 1-2 Teile kommen. Ich starte demnächst auch einen Re-Read, weil ich bei lovelybooks in der Gruppe Serien-Leserunden mitmache. Dort lesen wir die Reihe dann vielleicht gemeinsam neu, wenn sich genug Leser finden. Tanya Huff mochte ich auch total gerne. Das war ebenfalls eine tolle Vampir-Reihe für Erwachsene.

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    3. Ich glaube ich bin bei Neill bei band 4 ausgestiegen, aber nur aus Zeitgründen und weil dann auch mal wieder was Neues her musste. Inzwischen hätte ich aber mal wieder richtig Lust. Vom Zusammenrottungszentrum halte ich leider nicht viel, aber ich kann das auch zeitlich nicht so recht festmachen. Uns beiden aber viel Spaß :)
      Huff ist mir schon öfter mal empfohlen worden. Sollte ich mal reinsehen.

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  10. Danke, ich wünsche dir auch viel Spaß beim Lesen :)

    Huff kann ich wirklich empfehlen. Ihre Bücher sind zwar schön etwas älter (1991), für mich zählen sie aber immer noch zu den besten in diesem Genre. Es handelt sich um eine gute Mischung aus Fantasy und Krimi. Allerdings kann man die Bücher gar nicht mit den eher neuen Vampirromanen wie z.B. Midnight Breed, Twilight oder Cat&Bones vergleichen, finde ich. Sie haben keinen so großen Romantikteil, was mich persönlich aber gar nicht stört.

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    1. Gemeinsam mit zwei anderen Bloggerinnen veranstalte ich nächstes Jahr eine neue Challenge. Es gibt drei Teams: Menschen, magische Wesen und Vampire. Es gibt auch ein paar schöne Preise.

      Hast du vielleicht Lust mitzumachen und dem Team Vampire beizutreten? Du kannst aber natürlich auch ein anderes Team wählen.

      Nähere Infos zur Challenge findest du hier:
      http://hoerbuchecke.blogspot.de/2014/12/bist-du-ein-mensch-ein-vampir-oder-ein.html

      Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du dabei wärst :)

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    2. Ich freue mich sehr, dass DU dabei an mich gedacht hast! Eigentlich wäre ich wohl mehr Team Magic ;-) Aber ich habe nach all den Jahren des bloggens nicht mehr sooo viel für Challenges übrig. Ich habe früher bei einigen mitgemacht und sogar selbst eine veranstaltet, aber mittlerweile engt mich das im lesen zu sehr ein, zumal ich auch leider nicht mehr so viel Zeit fürs Lesen an sich übrig habe.
      Ich wünsche Euch aber viel Spaß und bin gespannt, welches Team das Rennen machen wird!

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