Mittwoch, 30. Mai 2012

Jäger der Dämmerung - Cynthia Eden


Titel: Jäger der Dämmerung
Autorin: Cynthia Eden
Originaltitel: Eternal Hunter
Verlag: Heyne
ISBN: 3453772628
Euro: 7,99
Veröffentlichungsdatum: April 2011
Seiten: 432
Serie: Night Watch 01
Come in: Tausch







Klappentext

Erin Jerome ist offiziell eine umwerfend attraktive Staatsanwältin, die auch bei den grausigsten Tatortbesichtigungen nicht mit der Wimper zuckt. Inoffiziell ringt sie mit ihren übernatürlichen Fähigkeiten, die sie mit aller Macht zu unterdrücken versucht. Bis sie den Gestaltwandler Jude trifft, der ihr bei der Jagd nach einem Serienkiller helfen soll. Erin fühlt sich schon bald magisch zu ihm hingezogen. Fast verliert sie aus dem Blick, dass sie selbst in höchster Gefahr schwebt, denn der Mörder hat es auf sie abgesehen ...

Cover

Die Umschlaggestaltung hat das Nele Schütz Design übernommen.
Obwohl es sehr ansehnlich ist, geraten die meisten Cover des Genres, vor allem auch beim gleichen Verlag, mittlerweile zu gleichartig. Da wäre etwas mehr Abwechslung wünschenswert.

Meinung

Ich habe den Roman auf Seite 78 (von 430) abgebrochen.
Obwohl sich die ersten Seiten recht gut anlesen, verdirbt es Cynthia Eden dem Leser spätestens nach dem ersten Auftritt des Helden Jude Donovan mit jeder geschriebenen Zeile mehr.
Erin Jerome ist eine junge Frau, Staatsanwältin, nicht ganz menschlich und obendrein mit einer fürchterlichen Vergangenheit geschlagen. An sich eine interessante Ausgangslage, wenn man dem Charakter nur eines davon wirklich abkaufen würde. Eine solche Frau, die es dank ihrer Andersartigkeit und einer gewissen Kälte geschafft hat sich hochzuarbeiten, sollte trotz innerer Zweifel eine gewisse Stärke besitzen. Leider läuft es bei Erin wieder auf das kleine Mädchen hinaus, das obendrein zu Butter wird, wann immer Jude auftaucht. Das sind in den wenigen Seiten, die ich ertragen konnte, nur wenige Stunden, die im Grunde schon ein ganzes Leben vermuten lassen, so dass mitunter Irritationen auftreten.
Es ist äußerst aufdringlich, wie sehr die Rahmenhandlung in den Hintergrund tritt, wenn sich beide begegnen oder nur von Ferne sehen. Dabei wird alles auf Äußerlichkeiten beschränkt und so oft wiederholt, dass selbst der Leser beginnt, an seiner eigenen Intelligenz zu zweifeln. Nebenbei ist auch Jude, wie sollte es anders sein, nicht menschlich. Statt daraus jedoch ein Geheimnis zu machen, liegen die Karten schon nach kurzer Zeit offen auf dem Tisch, so dass es nichts gibt, auf das hingearbeitet werden kann. Die beiden Hauptfiguren lernen sich kennen, wollen am liebsten schon in diesem Moment zusammen sein (für immer und ewig, logo) und spüren ihre jeweilige Andersartigkeit. Was bleibt denn da noch?
Ach ja. Irgendjemand verfolgt Erin, schmiert blutige Sätze an die Wand ihrer Wohnung und es wird klar, dass sie wegen dem Kerl schon ein paar Male geflüchtet ist. Nun soll es Jude richten, so dass sie sich öfter über den Weg laufen können. Da es dabei keine Geheimnisse zu lösen gibt und höchstens zwei, drei Mal eine Situation, in der Jude Erin rettet, ablaufen kann, ist schnell zu erraten worum es wirklich gehen wird.
Hanebüchen wie die Handlung kommt leider auch die Art zu schreiben daher. Sehr kurze, beinahe abgehakte Sätze reihen sich stakatohaft aneinander und vermitteln zwar, was abläuft, aber sonst leider absolut gar nichts. Hinzu kommt, dass Gedanken der Akteure, meist Erin, kursiv dargestelt werden und sich in der Handlung wiederholen. Diese Wiederholungen sorgen für alles, nur kein Lesevergnügen. Betonungen formal auszudrücken kann gut funktionieren, aber nicht, wenn es so dermaßen oft angewandt wird. Außerdem kann der Leser gut nachvollziehen was gemeint ist, wenn das geschriebe Wort ihm das vermittelt.
Angesichts dieser vielen Katastrophen reizte es mich noch nicht einmal, die erste erotische Szene abzuwarten. Der Rest bedarf keiner weiteren Worte.

Night Watch:
1. Jäger der Dämmerung (Eternal Hunter)
2. Jäger der Verdammten (I'll Be Slaying You)
3. Jäger des Zwielichts (Eternal Flame)


Cynthia Eden fühlte sich schon immer magisch von allem angezogen, was nicht mit "rechten Dingen" zugeht. Sie stellte sich gern die berühmte Frage: Was wäre, wenn ... Nach dem Studium machte sie aus ihrer Leidenschaft dann eine Profession und widmete sich fortan dem Schreiben von (übersinnlichen) Liebesromanen. Cynthia Eden lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in den Südstaaten.

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