Samstag, 5. Mai 2012

The Eye of the World - Robert Jordan/C. Dixon/C. Conley



Titel: The Eye of the World
Autoren: Robert Jordan/Chuck Dixon/Chase Conley
Originaltitel
Verlag: Tor Books
ISBN: 0765324881
Euro: 17,95
Veröffentlichungsdatum: September 2011
Seiten: 240
Serie: The Wheel of Time 01
Come in: Gekauft
Medium: Comic/ Graphic Novel


Inhalt

Rand al'Thor und seine Freunde Matrim Cauthon und Perrin Aybara sind normale Jungs und leben in dem kleinen Dorf Emondsfelde. Das nahende Bel Tine Fest wirft seine Schatten voraus, als ein Gaukler ins Dorf kommt und die Leute unterhält. Sogar eine echte Lady, Moiraine, ist angereist.
Doch dann bringt der Händler schlechte Nachrichten: ein weiterer falscher Drache hat seine Wiedergeburt mit Krieg proklamiert und wurde von den Aes Sedai gefangen gesetzt. Denn alle Männer, die die Eine Macht lenken können, werden wahnsinnig und zerstören alles und jeden.
Rand freut sich am meisten auf das Fest und gibt nicht viel darauf. Am Vorabend wird jedoch unerwartet der Hof, auf dem er mit seinem Vater Tam lebt, von Trollocs überfallen. Die Bestien, die Rand für bloße Legenden gehalten hat, verletzen seinen Vater schwer. Auf einer Trage schleppt er ihn ins Dorf und muss seinen Fieberwahnsinn mitanhören, der nahe legt, dass fremdes Blut in Rands Adern fließt. Rettung naht nicht, denn auch Emondsfeld ist angegriffen worden. Die Heilerin Nynaeve sieht Tam bereits ins Totenreich abgleiten, als der Gaukler Rand rät, sich an die Lady Moiraine zu wenden. Sie ist in Wirklichkeit eine Aes Sedai und könnte seinen Vater retten. Also geht Rand einen Handel mit der Zauberin ein, der sein ganzes bisheriges Leben verändern wird.

Meinung

Die deutsche Übersetzung zu dieser Graphic Novel wird am 14.05.2012 unter dem Titel "Das Rad der Zeit 01. Das Auge der Welt" erscheinen.
Den Bildern geht eine textliche Einführung voraus, die es im Grunde nicht gebraucht hätte. Sie ist im Roman ebenfalls nicht enthalten und da sich die GN sehr dicht an eben jenen hält, sind diese zahlreichen Informationen gar nicht notwendig. Interessant auf jeden Fall für den bisher ausschließlich auf Deutsch-Leser die Originalsprache, die nahe legt, warum es in der deutschen Übersetzung wackelt bzw. im Wechsel der Übersetzer neue alte Begriffe entstanden sind.
Insgesamt ein in sich stimmiges, unterhaltsames Werk, an dem es so gut wie nichts auzusetzen gibt. Störend wirkt Rands Haarfarbe, bei der es mit dem Rotton etwas übertrieben wurde. Das scheint generell ein "Problem" zu sein, denn ähnliches war bereits in "Der neue Frühling" zu beobachten.
Desweiteren sind Egwene und Nynaeve relativ schwierig auseinander zu halten, was sich später unter Umständen auflösen könnte, wenn sich Frisur und Kleidung unterscheiden.
Der eigentliche Prolog im Roman rund um Lews Therin Telamon ist stimmig in die Handlung eingewoben worden. Auch Moiraines Erzählung während sie ihren Stab in der Luft herumwirbelt ist gelungen. Eine Szene, die vor vielen Jahren sehr viel Eindruck bei mir hinterlassen hat und die mir darum wichtig ist.
Hervorzuheben nicht nur die glaubhaft dargestellte Magie, sondern auch Details wie der Behüterumhang von Lan. Im Roman beschrieben als beinahe unsichtbar machend, als würde das Auge abgleiten, wirkt er in der GN leicht durchsichtig und verfehlt dadurch seine Wirkung nicht.
Die Erzählung nimmt sich Zeit, in die Welt Emondsfeldes und das einfache Leben der Bewohner einzuführen. Rand und seine Freunde sind normale Jungen, die sich auch mal vor der Arbeit drücken, von der großen Welt träumen und Streiche aushecken. Dass Gaukler und Ladys etwas Besonderes für sie sind, ist überzeugend dargestellt. Mimik und Gestik drücken einiges aus.
Die Hauptcharaktere aus den Büchern sind nahe an den dort beschriebenen Äußerlichkeiten gestaltet worden. Die eigene Phantasie ist zwar stets vorzuziehen, aber die GN kann sich direkt hintan stellen.
Die Handlung nimmt insgesamt nur einen Bruchteil des Romans auf, nämlich bis zum Verlassen des Dorfes, was sich auf die Menge der GNs zur Serie auswirken wird. Im Deutschen existieren 35 Bücher (!), da einige Originale bis zu drei, vier Mal geteilt worden sind. Damit dürften die Graphic Novels locker dreimal so viele Einzelbände bilden können.
Neben einem Glossar und Autoreninformationen, gibt es am Ende noch ein Bonus Sketchbook, in dem auch zukünftige Figuren, wie Min, Galad und Loial abgebildet sind. Schade nur, dass dabei nicht berücksichtigt wurde, dass die Seiten in der Mitte geheftet sind. So verschwindet beispielsweise Mins Gesicht im Buchinnenrücken.
Wie immer ersetzt die GN die Bücher nicht, hier jedoch bildet sie einen sehenswerten Zusatz, der Fans und Neulingen zu empfehlen ist.


Robert Jordan war ein Pseudonym des amerikanischen Schriftstellers James Oliver Rigney, Jr. (* 17. Oktober 1948 in Charleston, South Carolina; † 16. September 2007), der in erster Linie durch seinen Fantasy-Romanzyklus "Das Rad der Zeit" bekannt wurde.
Den Namen Robert Jordan legte Rigney sich als Pseudonym zu, als er für die Conan-Reihe (ursprünglich verfasst von Robert E. Howard) zu schreiben begann. Robert Jordan ist der Name des Protagonisten in Hemingways "Wem die Stunde schlägt" (1940), jedoch hat Jordan erklärt, dass er alle Pseudonyme aus drei Namenslisten auf Basis seiner Initialen gewählt habe. Weitere Pseudonyme, unter denen Jordan schrieb, waren Reagan O'Neal (die Fallon-Serie), Jackson O'Reilly (Cheyenne Raiders) und Chang Lung (Veröffentlichungen in Zeitschriften).

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