Autorin: Birgit Böckli
Originaltitel
Kindle Edition
Euro: 1,39
Dateigröße: 120 KB
Kein Serientitel
Come in: Gekauft
Das E-Book enthält drei Kurzgeschichten (in 47.000 Zeichen) der Autorin.
Nach Feierabend
Sybille mag ihr Leben nicht. Ohne Schulabschluß arbeitet sie in einer Gardinenabteilung, hat jedoch Aussicht eine Tante zu beerben.
Kurz vor dem Feierabend erhält sie ein Paket und öffnet es. Darin befindet sich eine menschengroße, hölzerne Statue. Sie stellt "(...)einen Schwarzen dar, einen Buschmann, nackt bis auf den Lendenschurz und mit einem reich verzierten Speer in der Hand." Dieser nimmt ihr Leben in die bald blutige Hand ...
Eine in sich nicht runde und leider recht vorhersehbare Geschichte, die zudem aufgrund der Namensähnlichkeit der Protagonistin mit ihrer Kollegin Sabine anfänglich für Verwirrung gesorgt hat. Sybille ist schwankend charakterisiert, zunächst sympathisch, wechselt ihr Wesen zu plötzlich und völlig gegensätzlich, als dass es plausibel wäre. Damit geht ein ebensolcher Wechsel der Handlung einher. Überraschungen gibt es keine, leider auch keine Atmospähre, so dass sich weder Spannung noch "Grusel" einstellen will.
Erkaufte Hoffnung
Sorell kommt zu seinem Arzt Rivanna, der ihm mitteilt, dass in seiner Blutuntersuchung Gondophyten gefunden wurden, die auf eine sehr ansteckende und unheilbare Krankheit hinweisen. Sofort wird Sorell abgeführt und in ein geheimes Hospital eingewiesen, von dem es heißt, es gäbe keine Wiederkehr ...
Der erste Absatz ist ausgesprochen verwirrend gelungen, so dass er leider ein mehrmaliges Lesen voraussetzt. Die Namen der Beteiligten haben sich dahingehend als sehr unglücklich herausgestellt. Wem die Geschichte bekannt vorkommt, vor allem der am Ende die Blumen gießende Arzt, irrt nicht; sie ist ein billiger Abklatsch. Die Grundidee versickert durch das "Zu viel" am Ende im Boden, der erhobene Zeigefinger wirkt wie ein unmotiviertes Schulterzucken und auch in dieser Geschichte fehlt zumindest eine kleine Grundatmosphäre komplett.
Gefährliche Träume
Fräulein Molle, siebenundfünfzig, bekommt seltsame Träume, als ihr alter Chef in den Ruhestand geht und dem Junior Platz macht. Doch das, was sie in den Traumbildern tut, haftet ihr nach dem Aufwachen an, Fischblut an den Händen, ein Ziegelstein auf der Bettdecke. Als der Neue sie zu sehr ärgert, träumt sie mit Ziel.
Die Geschichte arbeitet auf einen Höhepunkt hin, der dann leider ausbleibt. Zum einen wird ihm schon am Beginn ein Absatz eingeräumt und zum anderen bleiben zu viele offene Fragen zurück. Woher kommt beispielsweise Molles Gabe so plötzlich?
An Atmosphäre fehlt es auch hier, statt Dinge schlicht zu benennen, sollten sie, gerade auch in diesem Genre, gezeigt werden. Von den drei Geschichten jedoch ist dies die beste.
Geboren 1972 in Rheydt bei Mönchengladbach, kam ich bereits kurz nach der Einschulung in den Norden Baden Württembergs, wo ich bis heute lebe.
Schon früh entwickelte ich ein reges Interesse an Büchern (...)
Birgit Böckli gewann den ersten Neobooks-Wettbewerb und erhielt ihren ersten Buchvertrag. Ihr Krimi "Friesensturm" wird im März 2012 auch als Taschenbuch (bisher als E-Book) erscheinen.

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