Sonntag, 1. Januar 2012

Ausblick auf den Blog im Januar


Das war der Dezember
Mein englisches Lieblingswort im Dezember war "sizzle" (brutzeln) und das gleich aus mehreren Gründen heraus; Stichwort Weihnachten und unerfüllte Liebe.
Das Wort, das die englischsprachigen Bücher, die ich in den letzten Wochen gelesen habe am besten charakterisiert, wäre "protect" (schützen). Wer weiß, was ich gern lese, wird wissen, womit ich mir die Zeit vertrieben habe.
Der Dezember hatte zwei Hauptthemen: das Weihnachtsfest und die Ankündigung diverser Neuerscheinungen im neuen Jahr.
Und so wurden Plätzchen gebacken, Covergleichheiten bestaunt und der jeweilige Buchtrailer der Woche stand im Zeichen der Engel. Der Autorenplausch wurde von der jungen Autoren Juliette Bensch bestritten, die sich für lesbische Literatur stark gemacht hat.
Der erste Trailer zur Verfilmung des kleinen Hobbits war ebenfalls zu bestaunen. Dabei kristallisierte sich schnell eine Vorliebe für das Lied des Zwerges heraus. Ich finde ja, das er in dieser Szene einem Klingonen zum Verwechseln ähnlich sieht.
Von verschiedenen Seiten gab es Anfragen nach kleinen Jahresend-Interviews. Da hieß es in mich gehen und überlegen, was, literarisch gesehen, mein Highlight des Jahres 2011 gewesen ist. Ein herzlicher Dank an alle, die an meiner Meinung diesbezüglich interessiert waren.


Das war 2011 in Buch
Obwohl ich einige großartige Werke gelesen habe, ist 2011 diesmal für mich kein Highlight dabei gewesen. Am emotionalsten war für mich Megan Lindholms „Die Stunde des Fauns“, unterhaltsam und spannend waren die paranormalen Serien von Diana Rowland, Seanan McGuire und Yasmine Galenorn. Neu entdeckt habe ich Conny Brockway, Emma Wildes und Tessa Dare. Im Re-read gab es Maria V. Snyder mit ihren Yelena-Büchern. Phantastisch wurde es mit L.J. McDonald, Jim C. Hines, C. J. Cherryh und Mark Lawrence. Empfehlenswert auch Alden Bells Endzeitroman „Nach dem Ende“.
Unverständlich für mich ist, wie es Erin Kellisons „Schattentochter“ und Alexis Morgans „Traumwächter“ in die deutsche Übersetzung geschafft haben. Beide Romane wirken lose und lieblos zusammengeschustert.
Enttäuscht war ich ebenfalls von Jeaniene Frosts „Blutrote Küsse“.


Das bringt der Januar/ das Jahr 2012
Am 03.01.2009 gab es den ersten Beitrag in diesem Blog. Damit geht Verlorene Werke Blog 2012 ins vierte Jahr.
Obwohl im Dezember neue Herausforderungen auf mich gewartet haben und 2012 zwei neue ebenso umfassende Neuerungen im real life für mich anstehen, möchte ich vesuchen, den Blog weiter zu betreiben. Das wird nicht immer einfach sein und so mancher Tag wird ohne neuen Beitrag vorbeiziehen. Aber zum Lesen komme ich noch immer und durch viele Fahrten sogar mehr als zuvor. Mein neuer E-Reader wird mich ebenfalls hilfreich unterstützen.
Großartig neue Projekte wird es nicht geben, aber das übliche läuft weiter. Für neue Ideen bin ich nach wie vor offen.

Die Form einiger Rezensionen hat sich geändert, Überschriften und Detailangaben fehlen. Es geht einfach schneller, eine solche kürzere Rezension zu verfassen. Das heißt aber nicht, das sie liebloser oder weniger fundiert verfasst wurde.


Neue Blog-Features
Ab 2012 wird VeWe-Blog weder auflisten, was an neuen Büchern eingezogen ist, noch was im vergangenen Monat gelesen wurde. Es werden keine Seiten gezählt und keine MB zusammengerechnet.
2011 war diesbezüglich ein Experiment, das ich fast bis zum Schluss durchgehalten habe. Doch leider ging einiges an Lesespaß verloren, als es wichtiger wurde Zahlen zu vergrößern, statt in Ruhe einfach nur zu lesen.


Was mich bewegt hat
Um das eigene Ranking zu verbessern, sollte man die URL seiner Homepage so oft wie möglich anderswo unterbringen. Es gibt sogar Menschen, deren Job aus nichts anderem besteht, als genau das in Foren zu tun. Dazu werden offenbar Themen kreiert, durchdiskutiert und wenn der Beitrag dann älter wird, mit eben diesen URLs zugepflastert.
Aber es gibt noch eine Möglichkeit. Man schreibt einem Blogger, dass er oder sie unter einen bestimmten Beitrag ein Wort setzen und mit einem bestimmten Link hinterlegen soll. Dann gäbe es als Belohnung auch "unkomplizierte 20 Euro". Am besten, man nennt weder seinen Namen, noch die dazugehörende Firma!
Ich habe mehrere solcher Anfragen in den letzten Wochen erhalten und das sind die einzigen E-Mails auf die ich nicht anworte. Schlicht und ergreifend, weil ich gar nicht wüsste, was ich schreiben sollte.

Mir ist schon vor einer Weile aufgefallen, dass es auf deutschen Blogs kaum noch Autoreninterviews zu finden gibt. Entweder sie entgehen mir alle oder niemand führt diese noch durch. Was ist es?

Am 27.12.2011 sind die Autoanzünder in Berlin auch in meinem Stadtteil und buchstäblich vor meiner Haustür angekommen. Etwa gegen halb sieben Abends wollte ich das Fenster öffnen und bemerkte dabei einen größeren Anhänger, der vollständig in (hochlodernden) Flammen stand. Erschrocken rief ich bei der Feuerwehr an und landete erst einmal in einer Telefonwarteschleife. Unglaublich? Leider nicht, in anderen Ländern ist das in Großstädten wohl schon Standart. Aber schon nach wenigen Sekunden war ein netter junger Mann dran, dem ich den Sachverhalt schildern konnte und weil die Feuerwache nicht weit entfernt ist, kamen die Jungs auch sehr schnell.
Es war in den Folgetagen gar nicht so einfach, Informationen zum Vorfall zu bekommen. Die einzige Meldung, die ich gefunden habe war diese HIER.
Wie ein Wohnwagen sahen die Überreste eigentlich nicht aus, allerdings stehen ein paar davon öfter auf dem Parkplatz. Auffällig nur, dass sie sich sonst unter die anderen Autos mischen und nicht so brav sehr weit abseits stehen, so dass niemand und nichts anderes in Mitleidenschaft gezogen werden konnte.
Nun. Mein Fazit? Ich bin jetzt sehr gespannt, wann ich das erste Mal in der U-Bahn überfallen werde. Vielleicht ringt sich das Land Berlin aber doch endlich noch durch, mehr Polizisten einzustellen, statt sie nur brav zu entlassen, weil die Kassen leer sind.


(Seltsame) Suchanfragen

neuer tinager film für mädchen
Tribute von Panem, im Frühjahr.

fantasy gesteck
Aus Messern, Äxten und Beilen?
Oder kleinen Pixies - einer in jeder Farbe? *hrr*

physikalischer beweis weihnachtsmann
Öhm ...

eigenes erlebnis warum ich nicht lese
Zu schwierig?

auserwählt als lichtbringer
Guckst Du HIER

warum geisha am aussterben
Sie wurden nicht nachgeforstet. *augenroll*

ich geh jetzt nach hause punkt oder ausrufezeichen
Kommt drauf an, ob Du vorher noch verköstigt wurdest oder nicht ...

Kommentare:

  1. Hallo Soleil,

    ein tollers, ausführlicher Beitrag. Für mich gab es in diesem Jahr schon einige Höhepunkte. Vom Hocker gerissen hat mich aber wohl mit am Meisten "Der Weg der Könige" von Brandon Sanderson, zumindest, was die Idee betrifft. Die Splittung vom englischen Band 1 in zwei Teile hat aber dem Start der Reihe nicht sehr gut getan.

    Interviews führen wirklich immer weniger, sehe ich auch so. Ich mach sie immer noch gerne und auch für nächstes Jahr sind schon welche geplant. Kannst ja mal vorbeisehen, wenn du gerne welche lesen möchtest. - Und genau da sind wir auch am springenden Punkt. Ich hab das Gefühl, dass Interviews nicht (mehr) so gut aufgenommen werden, zumindest von der breiten Masse, die immer weniger Zeit zu haben scheint. Mir kommt vor, das Interesse an Interviews sinkt. Zumindest ein bisschen, bedenke ich das Klickverhalten von Literatopia, bzw. das Desinteresse im eigenen Forum. Es ist halt doch immer wieder viel Text, zumeist für richtige Fans ein Muss, ansonst eher weniger.

    Nun ja, das ist jedenfalls mein subjektiver Eindruck. Schön wäre es, wenn er gäänzlich daneben liegt.

    Liebe Grüße!
    Und ein Frohs Neues!
    - Marie

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  2. Hallo Marie Seth,

    hach, Herr Sanderson als himself (nicht "Das Rad der Zeit") steht immer noch ungelesen im Regal. Offenbar ist mir nicht nach solchen "Schinken" obwohl das Buch wahrscheinlich ohnehin nur künstlich aufgebläht worden ist.

    Interviews lese ich oft auch nicht mehr gerne, weil ich das Gefühl habe, dass ich jede Frage schon hundert Mal anderswo gelesen habe. Nur, wenn es ein bekannter oder gar ein Lieblingsautor von mir ist, dann lese ich das gesamte Interview. Wenn mir der Autor/ das Genre in dem er/sie schreibt unbekannt sind, wüsste ich auch nicht, warum es mich interessieren sollte, ob er/ sie lieber mit Stift oder PC schreibt oder ähnlich banales.
    Andererseits gibt es Autoren, die die Antworten dann so interessant oder witzig verpacken, dass man einfach nicht anders kann, als alles zu lesen.
    Selbst bin ich ja von Interviews abgekommen, weil sie eben doch viel Arbeit machen und sich dann später niemand dafür groß interessiert. Texte am Stück eines Autors, ohne das Auf und Ab/die Unterbrechung durch neue Fragen lesen sich viel flüssiger.
    Na ja, letztendlich ist das Internet schnellebiger geworden als je zuvor und der trand geht eindeutig zu kurzen Texten. Inwieweit man sich da anschließen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. ;-)

    Frohes Neues auch Dir!
    LG
    Soleil

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  3. Die Suchanfragen sind ja herrlich! *g* So lustige hab ich selten (schade).

    Ich hab gar noch nie darüber nachgedacht, Autorenintverviews zu machen, muss ich zugeben. Aber vielleicht sollte ich über solche mal nachdenken. Eine spannende Sache wäre es sicher, umso mehr, weil ich ja selbst schreibe.

    Ich wünsch dir ein frohes neues Jahr!
    LG Neyasha

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  4. Das mit dem Zählen kann ich sehr gut verstehen. Da kann man sich ja sehr schön selbst unter Druck setzen. Ich hoffe, Du findest Zeit genug für einige Artikel im Monat.
    In letzter Zeit kommen sowieso viele seltsame Anfragen, auch bezüglich neuer Foren.
    Vier Jahre sind schon eine ganze Weile. Auf jeden Fall weitermachen! Bitte. :-)

    LG
    Jo

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  5. @Neyasha:
    Ich mag meine Suchanfragen eigentlich auch ganz gerne, selbst wenn ich oft nicht verstehe, wie es jemanden damit zu mir verschlagen konnte.

    Autoreninterviews sind harte Arbeit und kosten viel Zeit, sie machen aber auch Spaß und können mitunter sehr lehrreiche sein. Ich würde mich freuen, bei Dir welche lesen zu können!

    Danke, auch Dir ein frohes Neues!

    @Jo:
    Mir fiel es gegen Ende immer schwerer, die Statistiken aufrecht zu erhalten, ich bin wohl einfach nicht der Typ dafür. Außerdem ist es mir mittlerweile etwas suspekt geworden, wenn anderswo mit einer Riesenzahl an gelesenen Büchern "angegeben" wird. Warum steht u.U. im nächsten Ausblick.
    Anfragen: Nun ja, die Blogs sind als kostenlose Werbemaßnahme entdeckt worden ... was will man machen? Nur so ganz unverschämte lasse ich liks liegen ...
    Ich habe auch nicht schlecht geguckt bei der Zahl, aber gut wenn's Spaß macht ;-)

    LG
    Soleil

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  6. Ein schöner Beitrag! Erst durch dich bin ich drauf gekommen, überhaupt mal auf meine Suchanfragen zu schauen - manchmal sind schon lustige/unverständliche Sachen dabei. Aber deine toppen das bei weitem :D

    Zu den Interviews: das ist mir persönlich noch gar nicht aufgefallen, weil ich sie selbst (wie du und Marie schon festgestellt habt) meistens lese, wenn ich das Buch/den Autor mag/kenne. Und ja, eben weil sich viele Fragen wiederholen ist man der Antworten dann manchmal ein bisschen müde geworden. Richtig gut gemachte hingegen machen schon Laune und hin und wieder findet man sie auch. Ich selbst habe erst eines gemacht und das ergab sich eher per Zufall. Da steckt wirklich ne Menge Arbeit hinter und man muss sich selbst erst einmal Gedanken machen, wie man das alles aufbaut und verpackt. Spaß hat es mir damals gemacht, aber dennoch muss es irgendwie passen und die nötige Lust, Zeit und der passende Gesprächspartner vorhanden sein. Insbesondere dein Verlagsgeplauder finde ich aber stets erfrischend und da eine gute Alternative. :)

    Liebe Grüße
    Reni

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  7. Hallo Reni,

    ich finde die Suchanfragen oft auch lustig. Manche sind aber so, dass ich mir Sorgen mache und mich frage, warum jemand danach goo.glen sollte.

    Interviews: *nick*
    Vielleicht sollte mal jemand die gut gemachten zusammentragen? Ich vermisse sie irgendwie.
    Danke für Dein Lob. :)

    LG
    Soleil

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