Samstag, 30. Mai 2009

Ankündigung: Rotes Haar im Liebesroman



Schon seit langer Zeit hat mich die Frage beschäftigt, warum Frauen in Liebesromanen so oft rote Haare besitzen. Oft gelten sie als feurig, sinnlich und temperamentvoll. Stimmt denn das auch? Was macht die Faszination aus, mit der wir rotes Haar betrachten?
Allen Aspekten konnte ich mich leider nicht widmen, aber folgendes ist in meinen kleinen Artikel eingeflossen:


Herkunft - Kein Neandertalerblut!
Historie - Hexenhaar Hang zur Spiritualität?
Mit dem Kopf durch die Wand!
Popularität Rot
Abschlußbetrachtung


Natürlich konnte ich das alles nicht selbst recherchieren, also habe ich mir ein wenig Hilfe besorgt. So gab mir Dr. Michael Hofreiter vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie bereitwillig Auskunft über den Neandertaler und warum wir wohl nicht mit ihm verwandt sind.
Vicky Gabriel hat mir Einsicht beschert in alte Riten und ihren "Kreis der Frauen", in dem Naturspiritualität und Schamanismus eine große Rolle spielen.
In Sachen Spiritualität musste ich eine Expertin heranziehen und zwar Gabriele Hoffmann, die mich zu einem Interview zu sich eingeladen hat und übrigens auch selbst rothaarig ist.
Doch am allermeisten bin ich durch ein Buch inspiriert worden: "Frauen mit roten Haaren" von Irmela Hannover, die ich aber leider nicht persönlich erreichen konnte.
Ich bin jetzt sehr viel schlauer als zuvor und kann mich auch bereitwilliger mit der roten Farbe bei weiblichen Figuren im Liebesroman abfinden, was nicht immer so war. Auf jeden Fall hat mir das Schreiben des Artikels großen Spaß gemacht und ich hoffe, er wird Euch ein bisschen gefallen. Vieles ist übrigens Auslegungs- und Ansichtssache, wenn Ihr etwas anders seht, dann lasst uns doch darüber sprechen.

Freitag, 29. Mai 2009

Ausblick auf meinen Blog im Juni




Zunächst eine kleine Erinnerung. Noch bis zum 31.05., also volle zwei Tage ist Zeit, an den Verlosungen teilzunehmen. "Schwestern des Mondes - die Hexe" (Paranormal) und "Im Aufruhr der Gefühle" (Historisch) warten darauf, zu Euch nach Hause kommen zu dürfen!
Wer Interesse an "Die geteilte Krone" (Fantasy) oder "Der Frühstückskrieg" (Chick Lit, Zeitgenössisch) hat, der sollte sich die Buchvorstellungen unter www.verlorene-werke.de genauer ansehen ;)


Und wieder soll es einen kleinen Ausblick auf den kommenden Monat im Blog geben. (Was?! Schon ein ganzer Monat rum?) Neben den hier vorab verratenen Dingen, gibt es natürlich wieder viele Überraschungen, keine Sorge ;)
Da hätten wir zunächst den Artikel "Rotes Haar im Liebesroman", der - auch wenn er eigentlich am Stück gelesen werden sollte - auf mehrere Postings (und Tage) aufgeteilt worden ist. Das letzte Teilstück wird am 13.06. von mir online gestellt. Meinungen sind willkommen!
Rezi gibt es unter anderem zu:



Frühlingsküsse - Roisin Meaney (Zeitgenössisch)
Patricia Potter (Historisch, Mittellalter)
"Die Verlockung des Highlanders" gibt es zu gewinnen. Die Bedingung ist mittlerweile klar, oder? ;)
Hinreißend untot - Karen Chance (Paranormal)
Kathryn Caskie (Historisch, 18. Jhd.)

Interessante Neuerscheinungen, Filme (z.B. "Zauberhafte Schwestern"), ein Interview und Lesungstermine dürfen da nicht fehlen. Und ich denke und hoffe, dass ich wieder etwas mehr Zeit zum lesen haben werde, was sich dann auf den Juni, aber vor allem auf den Juli auswirken dürfte. Bis dahin dauert es aber noch eine Weile ;)


PS: Der neue LoveLetter ist fertig!


Donnerstag, 28. Mai 2009

Neuer Header!




Meinen Header ziert ab heute ein neues Bild. Es stellt in drei Etappen (für mehr war kein Platz ;) ) die Geschichte des Lesens und Schreibens vor.
Schon unsere Vor-Vorfahren haben sich an den Wänden ihrer Höhlen verewigt und sich selbst in ihren (maskulinen) Taten dargestellt.
(Viiiel) Später fertigte man dann Bücher und speicherte so das Wissen von Generationen. Da die Herstellung solcher Folianten recht aufwendig und teuer gewesen ist, wären die Menschen damals sicher über die auslaufende Tinte entsetzt gewesen ;)
Heute scheint es so einfach zu sein, Wissen zu erlangen oder rein aus Spaß etwas zu lesen. Das E-book speichert so in etwa 160 Bücher ab und man kann diese bequem in die Tasche stecken. Laut libri.de nur 260 Gramm.



Jedes Symbol ist handgefertigt und stellt nur einen kleinen Auschnitt dar. Auf www.verlorene-werke.de wird es bald das gesamte Banner zu bestaunen geben, denn es gibt ja noch mehr "Stationen" in der Menschheitsgeschichte.
Gefertigt wurde das alles von Christian Ganser, auch bekannt als Chris Stauffen. Ich möchte mich offiziell und ganz, ganz herzlich bei Dir für Deine Mühe bedanken. Schön, dass Du Dir jedes Kommentar gefallen lässt und alles so ausbesserst, wie wir das so vorschlagen. Sogar, wenn wir uns uneinig sind *gg*
Du bist wahrlich ein Schmied und alles, woran Du Dich versuchst, gelingt. Verrat mir bitte den Trick. :)
Das hast Du echt gut gemacht, ich bin stolz auf Dich!


Mittwoch, 27. Mai 2009

Neuigkeiten




Meine Lesekrise habe ich noch nicht überwunden, ich lese ganz schön durcheinander. Das übrigens wird man an den zukünftigen Rezis und Buchvorstellungen sicher deutlich sehen. *g Aber ich fuchse mich langsam wieder durch und habe mir einige neue Wunschbücher in meine Liste an der linken Seite gesetzt. Zudem hat ein fleißiges Bienchen namens Tina (vom LL) eine neue Liste zusammengestellt von Büchern, die September bis April im Bereich Liebesroman dabei sind. Ganz schön deprimierend für meinen Geldbeutel!
Das hier habe ich aber alleine gefunden und es klingt wirklich vielversprechend!


"Charleston Girl" von Sophie Kinsella


Lara Lington, eine junge Londonerin, hat gerade die Trennung von ihrem Freund hinter sich, und auch im Job könnte es besser laufen. Gegen ein paar Veränderungen hätte sie also nichts einzuwenden. Aber dass ihre Großtante Sadie ihr Leben auf den Kopf stellt, hätte Lara nun wirklich nicht erwartet. Sadie Lancaster ist im stolzen Alter von 105 Jahren in einem Altersheim verstorben, doch das würde man dem quirligen 23jährigen Mädchen nicht ansehen, das Lara erscheint und von ihr verlangt, eine Halskette zu finden, an der ihr ganzes Herz hängt. Außerdem will die kapriziöse, lebenslustige Sadie noch einmal richtig Spaß haben, tanzen, flirten und Champagner trinken. Und auch dazu braucht sie Laras Hilfe. Ehe sie sich’s versieht hat Lara ein Date mit einem ihr völlig unbekannten Mann, den Sadie ausgesucht hat, da er sie an Rudolph Valentino erinnert. Mit ihm soll Lara ausgehen, die unsichtbare Sadie im Schlepptau. Dass Lara eigentlich ihren Exfreund Josh zurückerobern möchte, ist Sadie herzlich egal. Im Charlestonkleid und mit ondulierten Haaren muss Lara einen Abend mit Ed verbringen – und das ist erst der Anfang ihrer Probleme …
Manhattan kündigt das Buch für September 2009 an.


Die beiden Counter zählen immer noch unterschiedlich, aber ich lasse sie beide wo sie sind. Irgendeiner wird schon richtig gehen. *g
Leider funktioniert die Umfrageoption nicht richtig. Ich hätte nämlich gern gewußt, ob Euch die ganzen Verlosungen auf die Nerven gehen.


In einem Fan-Forum für Charmed bin ich auf eine wirklich süße Nachricht gestoßen, über die ich herzlich lachen musste:
ganz liebe grüße an Piper465, die ganz viel geduld mit mir hatte! und an Piper111, ich kenn dich zwar nur aus dem Chat, aber trotzdem! schön, dass du dich wieder angemeldet hast! (...) Auch viele Grüße an PiperGirl, es macht Spaß, mit dir zu plaudern! Viele leibe Grüße an Piper100 und Piper2310!Auch ganz, ganz liebe grüße an prueundPiperFanbine und hollymarie!Natürlich auch an alle Pipers, die hier im Forum sind!
Und jetzt ratet doch mal, wie ihr Nickname lautet ... *g*


Aktueller SuB:
(Außer Cora- und anderen Heftromanen und in der Hoffnung, jetzt endlich mal alles drin zu haben. Wenn dann in den nächsten zwei Wochen der Artikel über die roten Haare auf den Blog kommt, hoffe ich, ein wenig davon abbauen zu können. )


Adrian, Lara "Geliebte der Nacht" (angefangen)
Barclay, James "Schicksalswege"
Berg, Carol "Tor der Verwandlung"
Briggs, Patricia "Ruf des Mondes"
Brown, Sandra "Wenn die Liebe erwacht"
Caskie, Kathryn "Wie verführe ich einen Lord?"
Caskie, Kathryn "Stürmische Eskapaden" (2. Teil, Merriweather)
Caskie, Kathryn "Stürmische Intrigen" (3. Teil, Merriweather)
Constantin, Storm "Hermetech"
Crusie, Jennifer "Einfach bezaubernd!"
Dietl-Wichmann, Karin "Die Quoten-Queen"
Donelly, Jennifer "Die Winterrose"
Edwards, Marian "Sklavin seiner Sehnsucht"
Edwards, Marian "Küsse wie Feuer"
Falk, Kristin "Die Hüter der Wolken"
Flewelling, Lynn "Das Orakel von Skala"
Graham, Heather "Triumph des Ritters"
Hagena, Katharina "Der Geschmack von Apfelkernen"
Hand, Elisabeth "Anna und der König" (Buch zum Film)
Heller, Jane "Liebe in Dosen"
Highsmith, Patricia "Carol - Roman einer ungewöhnlichen Liebe"
Hill, Melissa "Ja, ich will!"
Joyce, Brenda "Kates Geheimnis/ Lanas Schuld"
Kelleher Bush, Anne "Des Prinzen Heilerin"
Kern, Claudia "Verrat. Der verwaiste Thron 02"
Kingsley, Mary "Im Arm des Piraten"
Kinsella, Sophie " Sag's nicht weiter, Liebling"
Lewis, Beverly "Das Gelübde"
Martin, Charles "Wohin der Fluß uns trägt"
Martin, Michelle "Männeralarm"
McGoldrick, ? "Goldenes Feuer"
McKinley, Robin "Tochter des Schattens"
Meyer, Stephenie "Biss zum Morgengrauen"
Millar, Martin "Die Elfen von New York"
Nestvold, Ruth "Flamme und Harfe" (Juhu, endlich meins!)
Plischke, Thomas "Die Zwerge von Amboss"
Picoult, Jodi "Die Wahrheit meines Vaters"
Potter, Patricia "Liebeszauber in den Highlands"
Roche, Charlotte "Feuchtgebiete"
Ryan, Mary "Schattentanz"
Saunders, Kate "Der Wind der Zeit"
Sellnick, Hilke "Die Sklavin des Wikingers"
Sutcliffe, Katherine "Wenn deine Hände mich berühren"
Swainston, Steph "Komet"
Tasso, Valerie "Tagebuch einer Nymphomanin / Paris bei Nacht"
Updike, John "Die Hexen von Eastwick"
van Royen, Heleen "Göttin der Jagd"
Wells, Rebecca "Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern"
Zafon, Carlos R. "Der Schatten des Windes"


Dienstag, 26. Mai 2009

Film: Brokeback Mountain




Wyoming 1963: Der Rancher Ennis del Mar (Heath Ledger) und der Rodeoreiter Jack Twist (Jake Gyllenhaal) lassen sich für den Sommer auf dem Brokeback Mountain anheuern. Sie sollen dort eine Herde Schafe vor Wilderern und Raubtieren beschützen. Fast von Beginn an spüren beide eine gewisse Zuneigung zueinander. Doch angesichts der Moralvorstellungen der Zeit und ihrer recht unterschiedlichen Erziehung gestehen sie es sich lange nicht ein. Nach einem Unwetter und einer Nacht im gemeinsamen Zelt ist ihnen bewußt, dass sie sich ineinander verliebt haben. Sie verbringen einen wunderschönen Sommer auf dem Berg.
Doch dann gehen sie getrennte Wege, heiraten und gründen Familien. Sie kommen aber nie voneinander los und treffen sich immer wieder heimlich zu "Angelausflügen". Dann fahren sie hinaus in die Wildnis und lassen ihren Gefühlen freien Lauf. Jack versucht Ennis zu überreden, ein gemeinsames Leben auf der einsam gelegenen Ranch seiner Eltern aufzunehmen, doch dieser ist vom Vater gewaltsam in Bezug auf "Schwuchteln" belehrt worden und will auch seinen Kindern die "Schande" ersparen. Jack ist enttäuscht und antwortet nicht mehr auf Ennis Briefe ...


Eine unheimlich schöne und traurige Liebesgeschichte mit zwei unglaublich guten Schauspielern. Und Achtung: zum heulen!
Die Rolle des Ennis ist Heath Ledger geradezu auf den Leib geschneidert worden, der stille, in sich gekehrte Cowboy, der nicht viel redet. Jack dagegen offen und witzig, aufgeschlossen und anders als die anderen bereit für neue Zeiten.
Der Film lebt ebenso von Naturaufnahmen, das Bild des Cowboys und des Rodeoreiters wird dadurch gut unterstützt.
Es ist erschreckend, zuzusehen, wie beide sich im normalen Alltagsleben herumschlagen und dies meist nur mit dem Gedanken an den jeweils anderen schaffen. Ennis lässt nichts und niemanden an sich heran, nicht einmal seine Tochter, die er sehr liebt. Es trägt ihn immerzu fort, zur Arbeit bei einem Viehtrieb. Da hat er zu tun, ist allein und wird in Ruhe gelassen, kann vergessen. Jack und seine Frau haben sich schnell nichts mehr zu sagen, sein Sohn ist mehr der Sohn seines Schwiegervaters, der mit ihm überhaupt nicht leben kann. Als er sich schließlich gegen den älteren Mann behauptet, kommt es zur Katastrophe.
Wer Gefühle auf der Leinwand mag, pur und mit allem drum und dran und der auch nichts gegen ein paar Tränen einzuwenden hat, dem kann ich diesen Film nur wärmstens empfehlen! Er wirkt übrigens auch noch nach dem vierten, fünften, sechten Mal anschauen.


FSK: ab 12 Jahre
Spieldauer: 130 Minuten
Sprache: Englisch, Deutsch
Untertitel: Englisch, Deutsch
Regie: Ang Lee.
Nach e. Kurzgeschichte v. E. A. Proulx.
Mit Heath Ledger, Jake Gyllenhaal, Anne Hathaway u. a.


Montag, 25. Mai 2009

Schmitz' Katze - Ralf Schmitz







Ralf Schmitz, der am 03.11.1974 in Leverkusen geboren wurde, hat ein Buch geschrieben. Eines, das ich wirklich empfehlen kann, denn sogar ich musste fast unentwegt kichern und mich zum Lachen zu bringen ist nicht so leicht - wenn es geschriebene Worte sind.
Schmitz ist ein Comedian und Schauspieler, der schon früh die klassische Ausbildung - mit Tanz- und Gesangsunterricht - absolviert hat. Für seine Rolle bei "Die dreisten Drei" wurde er zum "Newcomer des Jahres" beim Deutschen Comedypreis gewählt. Zu sehen war er auch auf der Bühne mit einem Soloprogramm, in Ottos Film "7 Zwerge - Männer allein im Wald" und Fortsetzung, in der "Schillerstraße" und auch bei Gastauftritten in "Genial daneben". Außerdem war er Synchronsprecher unter anderem bei "Ab durch die Hecke" und "Kung Fu Panda". Und nun das Buch, das es auch als Hörbuch gibt.


Ralf Schmitz hat zwar auch einen Vogel - einen Papagei - aber vor allem eine Katze. Die kleine, taube und schon leicht demente Minka stellt sein Leben seit 23 Jahren auf den Kopf und er lässt uns Leser daran teilhaben.
Zwar ist das sicher keine Anleitung für (zukünftige) Katzenhalter, so wie es beworben wurde, aber zum lesen für zwischendurch wirklich gelungen. Schmitz' berichtet nicht nur über seine Katze, sondern auch die seiner Schwester ("Bitte nicht klingeln!") und einiger Freunde. Das tut er auf durchaus lustige Weise. Zwar fand ich Comic und SupermanCat nicht so überzeugend, aber eine nette Abwechslung.
Die Geschichten sind alle aus dem wahren Leben genommen und ich vergebe auf jeden Fall Pluspunkte für Schmitz charmante Art, sie rüberzubringen. Das hatten wir ja schon ganz anders, als diverse Comedians sich an Ähnlichem versucht haben und dann derart mit der Tür ins Haus gefallen sind, dass es nur noch peinlich war. Im Prinzip ein wirklich einfaches Thema, das auch einfach umgesetzt worden ist. Katze im Haushalt. Ich denke, das muss man erst mal schaffen, das so unterhaltsam niederzuschreiben. Schmitz ist es gelungen.
Gut, von allein hätte ich das Buch nicht angeschafft und gelesen, aber da es nun einmal bei meiner Mutter rumlag ... Übrigens "droht" er schon mit der Fortsetzung: "Schmitz' Papagei".


Sonntag, 24. Mai 2009

Interessante Neuerscheinungen - Juni


















"Das Liebesmenü" Erica Bauermeister
Man nehme einen Schuss Liebe, einen Spritzer Lebenswürze und neun Menschen, die durch das Kochen verzaubert werden!
Klingt doch ganz interessant und ist sicher was für diese Wetterverhältnisse.


"Liebe macht lustig" Kate Saunders
Nicht lustig, findet Beth. Ihr Mann Charlie hat eine Woche Urlaub in Frankreich geplant allerdings mit seiner attraktiven Kollegin Clare. Beth sorgt dafür, dass Charlie umbucht. Und Clare fällt aus allen Wolken, als Charlie im sonnigen Südfrankreich mit Frau und zwei schlechtgelaunten Teenager-Töchtern auftaucht.
Ich durfte das Buch schon vorab lesen und es hat mir gut gefallen. Es ist allerdings ernster, als es auf den ersten Blick scheint. Mit dem Erscheinungstermin sind sich die einzelnen Anbieter übrigens nicht ganz sicher, vielleicht ist es schon zu kaufen.


"Liebe im Schlepptau" Julie Cohen
Rosie Fox begeistert allabendlich ihr Publikum als Medium. Sie richtet ihren Zuhörern Nachrichten von deren verblichenen Angehörigen und Haustieren aus. Als sie jedoch eines Abends eine sehr reale Vision hat, die sich auch noch bewahrheitet, ist der Medienrummel gigantisch. Ein junger Journalist wittert Betrug und geht auf Tuchfühlung mit der sexy Hellseherin.
Was hab ich mich auf diesen Roman gefreut! Ich liebe die Autorin ... Zwar gefiel mir "Der Glücksunfall" etwas besser, aber auch hier gibt es nichts auszusetzen. Allerdings sollte das Thema dem Leser liegen.


"Der Spiegel von Feuer und Eis" Alex Morrin
Gejagt von der Eiskönigin und vom Lord des Feuers fällt das Mädchen Cassim in die Hände von Morgwen. Ihr Retter – oder eine weitere Bedrohung? Auf jeden Fall übt der mysteriöse junge Mann eine unglaubliche Faszination auf Cassim aus.
Diesmal ein bisschen Fantasy mit in der Auflistung, muss auch mal wieder sein. Das Buch ist übrigens ab 12 Jahren freigegeben.


"Bleicher Morgen" Colleen Gleason
Heute ist ein ganz besonderer Tag für Lady Victoria Gardella Grantworth. Schließlich betritt sie nicht nur das Parkett der Londoner Gesellschaft, sondern rammt auch ihrem ersten Vampir einen Pflock ins schwarze Herz!
Ein Vampirbuch, das mehr vespricht, ich warte mit Spannung!


"Schwestern des Mondes - Die Vampirin" Yasmine Galenorn
Weil ihre Mutter ein Mensch war, hat man die drei magischen Schwestern Camille, Delilah und Menolly aus dem Reich der Elfen und Feen verbannt. Doch auch auf der Erde gelingt es ihnen nicht, ein normales Leben zu führen - was daran liegen mag, dass Camilles Zauber sich meist gegen sie selbst wenden, Delilah sich oft versehentlich in eine kuschelige Katze verwandelt und Menolly vor Jahren gegen ihren Willen zu einer Vampirin gemacht wurde.
Ja, das darf auch nicht fehlen. Nach der Hexe und der Katze fehlt doch noch die dritte Schwester im Bunde. Jetzt habe ich sie alle kennengelernt. Leider geht es hier mit der Haupthandlung (Schattenschwinge besiegen, Geistsiegel finden) nicht weiter, hier dreht sich alles nur um Menolly und wie sie zum Vampir wurde. Ein wenig langatmig ist es schon, aber ich muss gestehen, dass ich auch den Rest der Serie lesen werde. Weiß der Deibel warum ...


"Der Frühstückskrieg" Penny Smith
Katie Fisher ist beliebt, erfolgreich - und zu alt für die Moderatorencouch von "Hello Britain". Eiskalt abserviert, wird sie zum gefundenen Fressen für die Boulevardzeitungen, tappt sie doch in ein Fettnäpfchen nach dem anderen
Katie hat es echt nicht leicht! Mal nicht in der Ich-Form geschrieben, aber dennoch sehr unterhaltsam. Schön auch mal die Hintergründe kennenzulernen, die Penny Smith (die selbst beim Frühstücksfernsehen arbeitet) recht auf die Schippe nimmt, aber eigentlich doch charmant. Leider war ich alles, in allem gesehen von dem Buch enttäuscht.


"Die Seidenstrickerin" Jocelyne Godard
Die Bretagne im Jahr 1500. In der Manufaktur, in der die junge Alix eine Lehre als Seidenstickerin macht, trifft sie den charmanten Jacquou. Beide träumen den gleichen Traum: in einer eigenen Werkstatt Tapisserien herzustellen. Heimlich lassen sie sich von Kardinal de Villiers vermählen.
Historie fehlte noch in der Auflistung! Vom Inhaltstext her eher nichts für mich.


Samstag, 23. Mai 2009

Gesellschaftsspiele - Louise Jacobs




Leider abgebrochen


Es hat mich fasziniert zu lesen, dass Louise Jacobs ein Jahr lang in der Kunstszene recherchiert hat, ehe sie diesen Roman schrieb. Dann bedeutet die Schreiberei ihr etwas, dachte ich. Nur wie man "in der Kunstszene recherchiert" ist mir nicht klar. "Abgetaucht" steht im Einband, ist sie also untergegangen und verschwunden und "tauchte wieder auf", irgendwann?
Welche Menschen mögen ihr begegnet sein, malt sie vielleicht selbst? Hat sie Ausstellungen organisiert, an ihnen teilgenommen? Wie nah ist sie den Künstlern gekommen, um dann vom Innenleben eines solchen zu erzählen? Und aus wie vielen Leuten, die ihr dabei begegnet sein mögen, hat sie die Figur Leo Becker geschneidert - kann dies dann überhaupt noch authentisch sein?
Mir gefiel Leo zunächst, seine Unentschlossenheit, sein innerer Druck werden sehr deutlich. Hin und her gerissen sucht er nach etwas, vielleicht einer Muse oder einfach einem Platz, der ihm das gibt, was ihm nun zu fehlen scheint. Der Umzug seines Ateliers hat zunächst geholfen und von anderen Problemen abgelenkt, die aber wieder aufgetaucht sind.
Rahel, seine Ehefrau, liebt die anderen Männer, die er ihr zugesteht, nicht mehr versteckt. Sie bringt sie offen mit in sein Haus, in seine Kunst. Ein Affront gegen jeden Mann und ganz bestimmt gegen Leo Becker. Sie will ihm weh tun, natürlich. Nach all den Jahren, in denen sie sich für ihn aufgeopfert und ihn berühmt gemacht hat, bedeutet sie ihm nichts mehr, er schert sich nur um sich selbst und seine Bilder.
Diese beiden Personen, die eigentlich nicht mehr zusammen gehören, sind aber in ehelicher Zweisamkeit und geschäftlicher Praxis aneinandergekettet. Ein durchaus interessanter Ausgangspunkt, den Frau Jacobs da gewählt hat, einfach ideal, um tief in die Abgründe einer, zwei oder x Seelen einzutauchen. Schade, dass sie das Ende vorwegnimmt, aber da ich das Buch nicht in Gänze kenne, weiß ich auch nicht, inwiefern das sinnvoll ist.
Ich werde sicher wieder einmal zu diesem Buch greifen und weiterlesen, aber im Moment stecke ich einfach fest, im ersten Drittel schon. Woran liegt das?
An den immens vielen (unwichtigen) Details, die den Inhalt aufschwemmen und die Koppelung eines stoischen Und-dann-Stils. Eines davon ist schlecht, beides vereint einfach tödlich für mich. Schon nach wenigen Zeilen verschleierte sich mein Blick und ich dachte mich davon, woandershin. An die Zeilen gefesselt war ich also bei weitem nicht, denn obwohl man als Leser mittendrin ist, lässt Frau Jacobs niemanden an sich und ihre Figuren heran, hatte ich das Gefühl. Wie eine unsichtbare Mauer steht da irgendetwas zwischen mir und dem Buch.
Es tut mir ehrlich leid, dass ich nicht mehr sagen kann, nach meinem ersten Abbruchbuch bei vorablesen. Aber jede Kunst ist auch und vor allem Geschmackssache.


Freitag, 22. Mai 2009

Verborgene Liebesglut - Gaylord DeWoolf




Blenfield Park 1806. Lord Kellinghurst hat noch keine Ehefrau gewählt und weil er attraktiv und reich ist, möchte Lady Fairfax ihn mit ihrer Tochter verheiraten. Darum versucht er auch stetst, beiden aus dem Weg zu gehen.
In einer stürmischen Nacht sucht der schöne Philippe de Lacourt bei ihm Zuflucht vor den Häschern Napoleons und Kellinghurst verliebt sich fast sofort in den jungen, unschuldigen Mann. Um ihn zu schützen, lässt er sich in ein Netz aus Intrigen und Abenteuern verwickeln.
Lady Fairfax schöpft schon bald Verdacht und versucht alles, die beiden voneinander zu trennen. Sie schreckt vor nichts zurück. Als Philippe verletzt wird und mit dem Tode ringt, muss Kellinghurst eine Entscheidung treffen.


Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich erinnere mich noch recht gut daran. Den Autor dieses Buches gibt es nicht. Weder wurde er 1953 geboren, noch als Sohn eines schottischen Kulturattachés und einer baltischen Adeligen in Südengland. Vielmehr haben dieses Buch zwei Männer, in trauter Autorenzweisamkeit - ob auch privat, weiß ich leider nicht - vereint, verbrochen.
Schon an der erfunden Biografie: langjährige Tätigkeit als Privatsekretär der Countess of Westray, lebt heute mit seinen Windhunden auf seinem Landsitz unweit von Bath sieht man, wie überzogen auch der Inhalt niedergeschrieben worden ist.
Dabei handelt es sich um ein vielversprechendes Buch, nicht nur für Liebesromanleser. Cover, Klappentext und Preis laden geradezu zum lesen ein. Umso enttäuschter ist man dann aber nach dem letzten Satz.
De Woolf (ist kürzer als zwei Namen ;) ) schafft es leider nicht, zu überzeugen. Man hat durchgehend den Eindruck, der Autor hätte eine Art Parodie auf das Genre erdacht. Oder aber er ist unheimlich schüchtern und war noch nie verliebt. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Und obendrein fehlende Recherche des Genres, dann wären einige Dinge nicht so gewählt worden.
Die Glaubhaftigkeit ist dann natürlich so eine Sache. Kellinghursts alter Kriegskamerad weilt auch auf seinem Landsitz, aber offenbar hat er zu der Thematik, die einer Frau auffällt, die nicht dort wohnt, nichts zu sagen. Sprachlich überzeugend kommt der Roman ebenfalls nicht daher, es klingt alles etwas hölzern und gestelzt. Beinahe spürt man die Furcht vor Intimität, die jede Zeile ausströmt, so dass es kein Knistern und kaum Emotionen gibt. Ein Augenaufschlag und rote Wangen sind alles, was "Verborgene Liebesglut" (Achtung Titel!!) zu bieten hat.
Es ist schade, dass aus diesem wirklich interessanten und lesenwerten Ansatz so ein Murks gemacht worden ist.


Donnerstag, 21. Mai 2009

Interview mit Heide Solveig Göttner




Möchten Sie sich einmal kurz vorstellen? Was für einen Menschen sollte man vor Augen haben, wenn man den Namen „Heide Solveig Göttner“ hört?
Eine blonde Frau Mitte 30, mit viel Lust am Leben und Lachen. Ich bin neugierig und reiselustig, lege großen Wert auf Familie und gutes Essen, bin in der Freizeit zu Fuß, mit dem Rad und im Schwimmbad unterwegs und lese – berufsbedingt – so viel wie möglich. Mit meinem Lebensgefährten lebe ich in der Nähe von Freiburg im Grünen.


Ihr Debüt "Die Priesterin der Türme" ist auf Anhieb ein Erfolg geworden. Ist das der erste Roman, den Sie je geschrieben haben? Ruhen vielleicht noch weitere in Ihren Schubladen oder dem PC?
Ich schreibe seit meiner Jugend Kurzgeschichten, Gedichte und Romane. Da haben sich mittlerweile etliche Texte angesammelt! Einige haben den Weg in Anthologien und Literaturzeitschriften gefunden, andere dienen mir jetzt als Material. Eine gewisse Bandbreite ist sicher notwendig, wenn man als Autor auf Dauer Erfolg haben möchte.


Fantasy boomt zwar derzeit, wird aber doch recht oft belächelt. Wie gehen Sie damit um? Glauben Sie, dass es so etwas wie "Männerfantasy" und "Frauenfantasy" gibt? Schreiben Männer anders als Frauen und/ oder lesen sie anders?
Wenn ich an meine Leser denke, stelle ich fest, dass die Einteilung Männer-/Frauenfantasy zumindest in meinem Fall nicht so eindeutig funktioniert. Und ich finde das gut so, denn schließlich hatte ich beim Schreiben auch keine ausdrückliche Zielgruppe vor Augen – außer den allgemein Phantastik-Begeisterten natürlich. Ich denke, das Genre Fantasy wird noch immer unterschätzt – deshalb werbe ich gerne dafür! Es gibt sehr verschiedene Stilrichtungen und Texte mit sehr unterschiedlicher Zielsetzung, das Genre bietet solide Unterhaltung für alle Geschmäcker und Alterstufen. Deshalb freut mich das wachsende öffentliche Interesse, und ich glaube, in Zukunft werden noch viel mehr Leser die phantastische Literatur für sich entdecken.


Was möchten Sie Ihren größten Kritikern sagen? Wie gehen Sie mit Kritik um? Sind sie auch "selbstkritisch"?
Ich fürchte, dass ich sehr selbstkritisch bin, denn ich feile wirklich lange an meinen Texten, bis sie der Vorstellung entsprechen, mit der ich mich an den Schreibtisch gesetzt habe. Von meinen Kritikern erwarte ich eigentlich nur, dass sie den Text aufmerksam gelesen haben, bevor sie sich ein Urteil bilden. Für Anmerkungen und Hinweise bin ich immer sehr dankbar, weil mich das Feedback meiner Leser am stärksten voranbringt. Erst wenn sich das Buch in freier Wildbahn bewährt, sieht man, ob die Szenen, die man sich zu Hause im stillen Kämmerlein ausgedacht hat, auch wirklich funktionieren.


Was glauben Sie, welchen Stellenwert hat das Buch heutzutage noch?
Ich würde keinesfalls sagen, das Buch habe „noch“ einen Stellenwert – Bücher stehen hoch im Kurs! Das sieht man allein schon an dem Phänomen Harry Potter. Interessanterweise hat das Internet, allen Befürchtungen zum Trotz, die Liebe zum Buch weiter kultiviert. Aber das ist nicht verwunderlich – Internet-Nutzer sind schließlich Leser! Natürlich muss das Buch heute verstärkt mit anderen Medien konkurrieren, aber ich sehe eher spannende Wechselwirkungen als ein Bedrohungsszenario. Und das wird sicher auch in Zukunft so bleiben.


Das gesamte Interview gibt es auf
www.verlorene-werke.de zu lesen.


Mittwoch, 20. Mai 2009

Film: Chocolat





Es ist der Wind, der die geheimnisvolle Vianne 1959 zusammen mit Anouk, ihrer Tochter, nach Lansquenet-sous-Tannet bringt. Sie eröffnet eine Chocolaterie und findet für jeden, der sich zu ihr traut, die richtige Leckerei. Denn die Inhaltstoffe beleben die Sinne.
Doch der Bürgermeister Comte De Reynaud hält die Bewohner mit seinen extrem strengen Moralvorstellungen fest im Griff. So gefällt es ihm gar nicht, als Vianne gleich gegenüber der Kirche ihren Laden eröffnet. Sie jedoch lässt sich nicht berirren und mit ihrer fast emphatisch anmutenden Kraft, erahnt sie die verborgenen Sehnsüchte der eingeschüchterten Einwohner.
Das Flair und die Farbenpracht lassen Viannes Laden bald zum geheimen Mittelpunkt des Ortes werden. Auch die widerstandfähigsten unter den Leuten gelangen schließlich auf geheimen Wegen in die Chocolaterie. Und Vianne hilft ihnen allen. Doch kann sie auch Anouk helfen, die sich nach einem Ort sehnt, an dem sie leben kann, ohne ständig hin und her ziehen zu müssen? Und was ist mit Viannes eigenem Herz?
Mitten in ihren Selbstzweifeln führt der Bürgermeister seinen letzten und bis dato schrecklichsten Feldzug.


Ein schöner Film, den ich mir immer wieder gern ansehe - und das nicht nur, weil Johnny Depp mitspielt. Juliette Binoche, die die Vianne spielt, ist eine hervorragende Schauspielerin, die es versteht, mit ihren Zuschauern zu spielen. Sie zaubert eine ganz eingene, französische Magie auf den Bildschirm, dabei ist das gar kein französischer Film.
Dieses Werk ist sehr emotional und schreckt auch vor Themen wie Gewalt in der Ehe nicht zurück. Und wie die meisten Probleme gelöst werden, vedient ebenfalls Applaus. Auf jeden Fall sind sie aber etwas für Happy End süchtige und Gerechtigkeit suchende Herzen.
"Chocolat" erscheint beinahe wie ein Märchen und sticht aus den meisten traditionellen Liebesfilmen heraus. Wer ihn noch nicht kennt, sollte der Versuchung unbedingt nachgeben, für herrlichen, witzigen, gefühlvollen, charmanten, leidenschaftlichen und bigotten Genuss ist auf jeden Fall gesorgt!



Regisseur(e): Lasse Hallström
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch, Englisch
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungstermin: 29. November 2001
Spieldauer: 121 Minuten


Montag, 18. Mai 2009

Lesekrise!




Eigentlich dachte ich immer, es gebe nur so etwas wie eine Schreibkrise. Wenn Autoren vor ihren leeren, weißen Blättern sitzen oder der Cursor auf dem Bildschirm einsam vor sich hinzuckt. Doch ganz offensichtlich gibt es auch so etwas wie eine Lesekrise.
Und ich bin mittendrin. Verdammt!
Was ist passiert?
Vor einigen Tagen hatte ich eine kleine Auseinandersetzung - nichts Ernstes - mit einem intensiven Leser von Thrillern. Er sagte ein wenig abfällig etwas über Liebesromane, wohlgemerkt aber nicht jene der "Weltliteratur" wie "Romeo und Julia" (die in der heutigen Definition ja gar nicht drin wären, weil ja, wie wir alle wissen, am Ende alle tot sind). Alles, was es heute noch so gebe, sei trivial, kitschig sowieso, schnulzig und realitätsfremd. Und man solle sich mal anschauen, wer das hauptsächlich liest.
Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Und leider arbeiten solche Äußerungen dann Nachts in mir und am nächsten Morgen konnte mich dann kein einziges Buch reizen. Nicht, dass ich das Lesen über hätte, aber mein sorgfältig angelegter SUB sprach plötzlich nicht mehr zu mir. Noch einen Tag später suchte ich sogar auf anderen Blogs und in Amazon nach "anspruchsvoller Literatur". Wohlgemerkt keine Thriller, weil ich das Genre nicht mag (mich aber nie abfällig darüber äußern würde). Vielleicht gilt "Gesellschaftsspiele" als solches, dachte ich. Und da ich bereits eine Rezi für das abgebrochene Buch (mein erstes bei vorablesen) fertig hatte, gab ich dem Roman doch noch einmal eine Chance. Und da saß ich nun, mit einem Buch, das mich nicht zu fesseln vermochte, obwohl es "hochgeistlich" sein müsste UND eine Liebesgeschichte enthält, wenn auch eine tragische.
Dann muss ich eben zu meiner anderen Passion zurückfinden, dachte ich. Fantasy! Ja, da gibt es sicher einiges aufzuholen. Claudia Kern wartet mit ihrem zweiten Teil vom verwaisten Thron auf mich und Lynn Flewelling wird demnächst mit "Das Orakel von Skala" (Erstversion, ist unter anderem Titel gerade neu erschienen) bei mir aufschlagen. "Des Prinzen Heilerin" steht schon im Regal und wer weiß, was ich da noch so finde.
Aber dann kam wieder diese Stimme, die mich auslachte, weil Fantasy ja eh nur was für Kinder oder Teens ist. Das lesen nur Looser, niemand, der etwas auf sich hält, liest das! Was habe ich nur jemals daran gefunden? Warum lese ich das immer noch? Herrgott, ich werde nächstes Jahr 30, wann will ich denn bitte mal zur "Erwachsenenliteratur" finden? Dem anspruchsvollen Zeug eben ...
Ich könnte heulen!
Als sich neulich mal ein Kerl über mein Outfit mokiert hat - es hat in Strömen geregnet und ich habe mich auf dem Weg ins neue Cafe verlaufen! - hab ich ihn nur gefragt, ob er grad nichts besseres zu tun hat und abgewinkt. Und hey, der war doch sowieso schwul! *pf
Warum lasse ich mir dann das mit den Büchern madig machen, ich kapier's einfach nicht!
Nun muss ich sehen, wie mich die Bücher, die ich da habe, noch zu reizen vermögen. Ihr werdet dann ja davon lesen. Die Romane, die ich im Blog vorstelle, habe ich bereits alle gelesen und eine kleine Rezi zu geschrieben, das hat also nicht zu bedeuten.


Sonntag, 17. Mai 2009

Sternwanderer – Neil Gaiman




Der kleine Ort Wall liegt in England und unweit davon erhebt sich ein großer Steinwall, der dem Dörfchen den Namen verliehen hat. Dieser bildet die Grenze zu einer anderen Welt. Es gibt eine kleine Öffnung, vor der stets eine Wache postiert ist, die nur einmal alle neun Jahre abgezogen wird, wenn ein großer Jahrmarkt stattfindet.
Zu diesem trifft Dunstan Thorne eine geheimnisvolle junge Frau, die mit einer offensichtlichen Hexe und Zauberin reist, sogar deren Sklavin ist. Sie verbringen eine intensive Liebesnacht miteinander, die nicht ohne Folgen bleibt.
Tristan Thorne wächst bei seinem Vater und seiner Stiefmutter auf und ist heimlich verliebt in Victoria. Nicht die Königin, aber das hübscheste Mädchen im Dorf. Sie ist eher oberflächlich, liebäugelt mit Tristans Arbeitgeber, statt mit ihm oder einem der anderen jungen Männer. Aus einer Laune heraus verspricht sie ihm einen Kuss und ihre Hand zur Ehe, wenn er ihr den vom Himmel gefallenen Stern bringt, den sie auf dem Nachhauseweg am Horizont sehen. Tristan denkt natürlich, sie meint das ernst und macht sich auf den Weg über die Steinmauer ins magische Reich.
Inzwischen liegt in der Festung Stormhold der einundachtzigste Lord der Festung im Sterben. Neben seinem Bett stehen alle seine Söhne aufgereiht. Die lebenden und die toten. Sie (die Lebenden) trachten nämlich danach, der zweiundachtzigste Lord zu werden und vergiften sich gern gegenseitig oder stoßen sich einen Felsen hinab. Der alte Lord will aber nur den zu seinem Nachfolger machen, der ihm den vom Himmel gefallenen Stern bringt und so seine Nachfolge sichert.
Weiterhin leben in einer verwahrlosten Hütte drei alte Frauen, die sich als Hexen herausstellen. Sie benötigen den vom Himmel gefallenen Stern, um ihre einstige Jugend und Macht wiederherzustellen. Eine von ihnen wird für kurze Zeit mit der allerletzten Kraft, die sie besitzen, jung und schön gemacht, damit sie sich auf die Suche begeben kann.
Dennoch ist es Tristan, der den Stern als Erster findet und nicht schlecht staunt, als der sich als junges Mädchen herausstellt. Er nimmt sie, die sich am Fuß verletzt hat, mit, um sie seiner Angebeteten zu zeigen. Dabei werden beide sowohl von der Hexe, die einst eine große und mächtige Königin war und den letzten Söhnen von Lord Stormhold verfolgt.
Aber nicht nur diese machen ihrem Plan einen Strich durch die Rechnung. Da blühen Gefühle zwischen ihnen auf ...


Mir hat das Buch gut gefallen. Meine Motivation es zu kaufen waren Cover und Preis. Aufgrund des Klappentextes hätte ich es wohl nicht angeschafft, zwei Sätze sind einfach zu wenig und ob es nun verfilmt wurde oder nicht, ist fürs lesen auch unerheblich.
Das Cover ist auf den ersten Blick sehr düster, besitzt aber dennoch viel Charme. Vor allem gefallen mir die dreidimensional angelegten Buchstaben. Das Zusatzmaterial war für mich zunächst uninteressant, aber nachdem mir das Buch gefallen hat, las ich sehr gern etwas über den Autor und persönliche Worte von ihm zu Wall.
Inhaltlich hat mich schon der Prolog überzeugt. Zunächst war ich zwar etwas verwirrt, da dieser sich ja um Tristans Eltern dreht und auf den Klappentext nur etwas von einem „jungen Mann“ steht, aber das überwindet man schnell.
Etwas dieser Art habe ich noch nicht gelesen. Die Grundgeschichte ist eigentlich total langweilig, so viele Dinge geschehen nicht und wenn, sind sie sehr vorhersehbar. Aber Gaiman überzeugt durch seine Art der Darstellung, die Genauigkeit und den Charme. Einige Ideen haben mich zum schmunzeln gebracht, andere zum seufzen. Und das ist das, was das Besondere des Romans ausmacht, dass man fühlt, was er schreibt. Überzeugt mich immer.
Ich kann das Buch nur empfehlen.


Samstag, 16. Mai 2009

Die geteilte Krone - Isabel Glass



Die Eheleute Angarred - die Hexe - und Mathewar - Erster Meister der Magierakademie - reisen an den Hof des jungen Königs Jerret. Er möchte, dass sie für eine Zeremonie Zeuge stehen; sein Nachfolger wird benannt.
Was den beiden zuerst ins Auge fällt, sind die vielen Gebundenen - Menschen ohne freien Willen und jegliche Erinnerung. Am Hof selbst scheint alles in der Hand der Familie Haru zu liegen, obwohl einige Mitglieder davon aus dem Land verbannt worden sind. Der vierzehnjährige König scheint ebenfalls stark überfordert zu sein und hört auf niemanden.
Jenseits der Grenzen gibt es eine junge Frau, die ein Bastard des alten Königs ist und ebenfalls Anspruch auf den Thron erheben könnte. Sie rückt ins Visier der verbannten Haru-Brüder.
Schließlich wird der König ermordet und immer mehr Gebundene schänden auf Befehl des Binders das Land. Angarred und Mathewar müssen sich trennen, um nach der Wahrheit zu suchen ...


Das ist die Fortzsetzung zu „Tochter der Verbannung“, in der die Eheleute sich kennen und lieben gelernt haben. Diesen muss man allerdings nicht gelesen haben, um hier alles zu verstehen (ich hab's nicht). Die Geschichte ist wirklich großartig, aber Isabel Glass (ein Pseudonym von Lisa Goldstein) schafft es leider nicht, diese auch großartig umzusetzen.
Dieser Epos hätte nicht nur in einem Band erzählt werden dürfen, es gibt genug Stoff für (mindestens) eine Trilogie. So aber verpufft das meiste und Spannung hält sich allenfalls nur eine Seite. Viel ausführlicher hätte sich Glass ans Werk machen müssen, sich hineindenken und hineinversetzen, recherchieren ... Vieles kommt also zu kurz, leider auch die Gefühle, von denen es eigentlich viele geben müsste, denn nicht nur ein Paar findet zusammen. Doch die Situationen, in denen die Figuren agieren müssen sind abstrus, ihre Dialoge nicht gelungen und einige Stellen sogar beinahe lächerlich. Der Roman enthält eine hervorragende Geschichte, die aber in der Umsetzung nicht gelungen ist.


Dieses Buch und "Der Frühstückskrieg" von Penny Smith gibt es in den Buchvorstellungen von
www.verlorene-werke.de zu gewinnen.


Donnerstag, 14. Mai 2009

Schwestern des Mondes-Die Katze - Yasmine Galenorn





Teil 2 schon wesentlich besser gelungen!



Delilah hat nicht nur das Pech das mittlere Kind zu sein, sie ist auch - genau wie ihre Schwestern - magisch gehandicapt. So verwandelt sie sich nicht in eine stolze Löwin, sondern bringt es gerade mal zu einem Stubentiger. Ein echtes Werwesen ist sie ebenfalls nicht, da bei Mischehen - Vater eine Fee und Mutter ein Mensch - solche "Unfälle" durchaus mal vorkommen können.
Die Schwestern jagen noch immer den Dämonenfürst Schattenschwinge, der einen neuen Weltenkrieg heraufbeschwören will. Der Krieg im Feenreich ist im vollen Gange und so bleibt in der Erdwelt niemand, als die Schwestern, um etwas gegen den Bösewicht zu unternehmen. Delilah hat ihr erstes erotisches Abenteuer mit Chase und stellt zu ihrem Entsetzen fest, dass sie ihn wirklich mag und er eine monogame Beziehung mit ihr möchte. Feen allerdings sind nun einmal nicht monogam und da gibt es ja noch Zachery Lyonesse, der ein Werpuma ist und sie - in ihrem Job als Privatdedektivin - um Hilfe bei der Aufklärung der Morde in seinem Reservat bittet. Die Schwestern stoßen dabei auf Hinweise zum zweiten Teil des Geistsiegels und tun alles, um dieses zu gewinnen.



Dieser zweite Teil ("Die Hexe" sollte vorab gelesen werden) ist schon wesentlich besser gelungen und in Delilah findet man auch eine wirklich symphatische Figur. Leider gibt es für meinen Geschmack zu viele Parallelen zu Camille, da hätte Galenorn mehr Individualität einbauen müssen. So stürzen beide unentwegt beim Liebespiel beim Höhepunkt "in einen schwarzen Abgrund" und verwenden in Gedanken die gleichen Wortgruppen. Da hätte es mehr Raffinesse verlangt, als hier geboten wird. Doch gibt es viele Szenen, die ich wirklich gelungen finde, nicht zuletzt jene, als der Weihnachtbaum, mit all seinen blinkenden Kugeln, Delilah so sehr in ihren Bann zieht, dass sie sich verwandelt und mit dem Silberschmuck - als Katze - spielen will. Zachery bietet Abwechslung im Hinblick auf Chase, wie es enden wird, scheint allerdings klar zu sein. Dennoch wirkt dieses Arrangement am Ende absolut fehlplatziert und hätte nicht sein müssen. Auch Delilahs Gewissensbisse sind nicht nachvollziehbar.
Trotzdem langweilt man sich hier so gut wie gar nicht, die wenigen Stellen kann man getrost überblättern.



Teil 3 "Die Vampirin" erscheint im Juni.
(Rezi im Blog am 09.07)


Mittwoch, 13. Mai 2009

*Verlosung* Schwesternd des Mondes - Die Hexe




Das Buch, das ich als Gewinn stiften möchte, ist zwar gelesen, befindet sich aber in gutem Zustand. Allenfalls die Ecken sind etwas angestubst. Wenn Ihr das Buch haben wollt, müsst Ihr folgendes tun:
Schreibt eine Rezension für diesen Blog. Ein Buch Eurer Wahl, das aber im weitesten Sinne eine Liebesgeschichte enthalten muss, das restliche Genre (Fantasy (Paranormals sind Liebesromane), Krimi/ Thriller , Alltag...) ist egal. Bitte teilt Eure Rezi in einen inhaltlichen Teil (150-200 eigene Wörter) und einen Meinungsteil (200 oder mehr Wörter).
Mit der Teilnahme erklärt Ihr Euch bereit, dass Eure Rezension unter Eurem Namen oder Nicknamen hier in diesem Blog gepostet wird. Gern auch mit Angabe Eurer Homepages/ Blogs. Nehmen mehrere Leute teil, entscheidet das Los.
Es muss keine hochgradig super formulierte, einen Germanistiker verblüffende Rezi sein. Mir geht es um Eure persönliche Meinung. Die einzige Bitte, die ich habe ist, dass Ihr doch bitte ein klein wenig auf die Rechtschreibung achtet.
Also dann. Wer Lust bekommen hat, sich daran zu versuchen, der schreibe bis zum 31.05.09 eine Email an: fayum[at]gmxPUNKTde
Als Betreff gebt bitte den Titel des Buches an.


PS: Damit ich Euch das Buch schicken kann, müsst Ihr mir im Gewinnfall Eure Adresse mitteilen.


Die Rezi zum Buch findet Ihr HIER
Teil 2 gibt es morgen.


"Im Aufruhr der Gefühle" von Darlene Marshall gibt es am 15.05. zu gewinnen.
Was Bedingung ist, könnt Ihr Euch sicher schon denken
Die Rezi gibt es HIER
Die Autorin selbst hat sich dazu geäußert!


Dienstag, 12. Mai 2009

Atlantis-Die Rückkehr der Krieger - Alyssa Day






Conlan ist - in der Jetztzeit - Prinz von Atlantis. Sieben Jahre lang ist er von der bösen Göttin Anubisa gefangen gehalten worden und kehrt nun zurück. Sein Geist und seine Seele gehören noch ihm, doch er kann die Folter nicht vergessen.
Atlantis hat sich vor vielen Jahrtausenden vor der Menschenwelt versteckt, kämpft aber immer noch für ihr Wohlergehen. Die Vampire, Abkömmlinge Anubisas, sind nach Jahrhunderten wieder aus ihren Särgen gestiegen und machen die Welt unsicher.
Zu dieser Zeit trifft Conlan auf Riley, die am Strand von einigen Metamorphen gejagt wird. Er rettet sie und beide spüren eine magische Anziehungskraft zueinder, der sie sich nicht entziehen können. Doch Riley ist eine Menschenfrau und mit diesen darf sich ein Atlanter nicht einlassen. Und ganz nebenbei wird Conlan in wenigen Wochen gekrönt - und verheiratet.


Das klingt auf den ersten Blick alles ganz toll. Ist es aber leider nicht. Die Sache mit den Atlantern und dass sie die Menschheit vor Vampiren schützen, würde ich mir noch gefallen lassen. Aber Poseidon, ein Gott, der lange nach Atlantis "entstanden" ist, soll Gott der Atlanter sein? Vielleicht klärt sich das in einem der Folgebücher. Die Sache mit den Emphaten (ratet mal, wer eine ist) finde ich auch etwas an den Haaren herbeigezogen.
Der Anfang des Romans liest sich wirklich gut. Aber dann lernt man die Figuren neben Conlan näher kennen und taucht mehr in das Geschehen ein. Riley soll Sozialarbeiterin sein, kommt mir aber nicht so vor. Sie ist auch nicht so, wie sie dargestellt werden soll, nicht mutig oder besonders gefühlvoll. Was ich ebenfalls schade finde ist, dass die ach so große Seelenverwandtschaft zwischen Conlan und Riley 1) innerhalb von zwei Tagen, in denen das Geschehen abläuft, entsteht und 2) offenbar nur durch Sex ausgelebt wird. Letzterer übrigens ist wirklich übel. Zunächst muss man ewig darauf warten und dann zieht er sich über Seiten hin, in denen er: "Jetzt nehme ich dich" sagt und sie "Ja, nimm mich jetzt". Er: "Wirklich jetzt?" Sie: "Jetzt!!"
Meine Güte. Aber in dieser Art geschieht irgendwie alles. Schwülstige Wortgruppen warten auf ihren Einsatz abgeschmälert durch die immer mal wieder auftauschenden Vulgärausdrücke (gegen die ich nichts habe, aber bitte wenn sie passen). Mir scheint, das Buch ist recht naiv und völlig unausgereift. Unwahrscheinlichkeiten reihen sich aneinander, werden "gewürzt" durch Gewalt und Sex. Wer desöfteren im Genre schmökert, könnte enttäuscht sein. Ich bin es jedenfalls.
Zwar fällt das Buch bei mir nicht völlig durch, einige gut lesbare Stellen gibt es und ich habe es immerhin zuende gelesen, doch die Fortsetzung muss ich nicht haben und sollte sie mir jemand in die Hand drücken, würde ich sie nur widerwillig lesen.


Sonntag, 10. Mai 2009

Vampire küssen besser - Savannah Russe




Ich mag es eigentlich gar nicht, Bücher zu verreißen. Oft reicht ein "Hande weg!" (mit Grundangabe) auch aus. Aber nach diesem Buch weiß ich wie es ist, wenn man sich einfach nur aufregt. So was Dussliges habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Darum habe ich auch nur bis Seite 100 durchgehalten (warum folgt) oder aber bis Ende Kapitel 4.


Daphne Urban, eine jung aussehende Frau mit blasser Haut erzählt dem Leser in der Ich-Form von ihrem Leben. Sie ist ein Vampir und das schon seit 450 Jahren. Lange schon hatte sie keine Liebesbeziehung mehr, ihr letzter Gefährte war in der Tat niemand anderer als Lord Byron. Mit diesem Gedanken geht sie schlafen und wacht sie auf. Eines Nachts, sie will gerade ihren Pass ungesetzlich verlängern lassen, wird sie von einer Geheimdienstorganisation geschnappt und für die Vereinigten Staaten verpflichtet. Sie soll den bekanntesten und gefährlichsten Waffenhändler der Welt ausspionieren.
Zu ihrem Chef, der Vampire hasst, fühlt sie sich hingezogen und glaubt zu bemerken, dass auch er auf sie steht. Zwei weitere Vampire, von denen sie einen kennt, sind ebenfalls angeheuert worden. Nebenbei wird sie von einem geheimnisvollen blonden Mann verfolgt, der sich als Darius herausstellt und nicht über seine Vergangenheit sprechen will. Nach nur einem Blick in seine Augen ...


Ok, ich habs versucht, ehrlich. Aber anders kann ich den Inhalt jetzt nicht mehr zusammenfassen. Russe hat den Vampir als solchen mal völlig anders dargestellt. So sind jene völlig "normal", sie essen (Salat) und trinken (Selter) und müssen, um Vampir zu sein, eine Verwandlung durchlaufen. Dann wachsen sie, sind mit Fell bedeckt und gleichen Fledermäusen. An und für sich eine nette Idee, aber sie ist ziemlich unausgegoren und Russe hat viele Dinge vergessen, die in dieses Bild nicht hineinpassen. Überhaupt hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, sie hätte vielleicht doch lieber einen Roman über Werwesen schreiben sollen. Oder am besten gar nicht, denn vom Schreiben hat sie keine Ahnung, so leid mir diese Aussage auch tut.
Die vielen Rückblenden am Anfang sind langweilig und gestelzt. Wenig glaubhaft obendrein. Schließlich macht sich Daphne auf den Weg, um ihren Pass umschreiben zu lassen - das Geburtsdatum muss alle zwanzig Jahre geändert werden. Sie kennt da einen zwielichtigen Mann in einer noch zwielichtigeren Gegend. Dass sie verfolgt wird, nimmt sie wahr, aber kommt nicht auf die Idee, ihre Vampirsinne (die sie im übrigen nicht hat) einzusetzen oder einfach einen anderen Weg, als die Straße zu wählen.
Als sie in die Wohnung kommt, in der es dunkel ist und wo auch niemand auf ihre Rufe reagiert, wird sie von zwei Männern überwältigt und vor einen Anzugmann, der im Sessel sitzt, gebracht. Später, im Büro des Geheimdienstes, wird sich herausstellen, dass sie mehrere Kampfsportarten beherrscht und auch sehr stark ist. Aber nur ein Mann reicht aus, um sie am Boden zu halten. Sie riecht seine Angst und tut - nichts! Der Anzugmann legt ihr ihr gesamtes Untotenleben dar, sogar ihre geheimen Gedanken, in die der Leser schon Einblick erhalten hat. Das lässt wohl den Schluss zu, dass wir es mit einer ziemlich bekloppten Vampirin zu tun haben, die es zugelassen hat, dass man ihr derart auf die Schliche kommt, die immer ihren richtigen Namen verwendet und oft an den gleichen Plätzen gelebt hat. Natürlich hat Daphne jetzt Angst, sie tut aber immer noch nichts. Die reine Drohung: "Wir werden Sie finden!" reicht aus, sie am nächsten Abend zu einer bestimmten Adresse zu bringen.
Da trifft sie auf den Chef, den sie der nächsten Zeit haben wird, der im übrigen "J" heißt. Und ja, richtig, sogar Darius, wird ihn später so nennen, der heißt also nicht nur so, weil auch Vampire mal ins Kino gehen. Tja, jedenfalls ist er wohl süß und als er ihr in die Augen sieht, spürt sie, dass er sie am liebsten flachlegen will. Aber nein, der böse Mann tut nichts anderes, als ihr seitenweise zu erklären, was für ein verdorbenes Miststück sie ist, weil sie ein Vampir ist. Die sogenannte Geheimdienstorganisation bringt dann insgesamt drei Vampire zusammen, deren Aufträge bis Seite 100 nichts miteinander zu tun haben, die aber so halb offen dargelegt werden, damit auch wirklich alle bescheid wissen.
Zurück in ihrer Wohnung, mit zweihundert Seiten absolut geheimen Geheimmaterial, das sie sich ausdrucken und lesen kann, bekommt sie erstmal Besuch von ihrer Mutter. Ja, sie ist auch eine Vampirin und nicht älter als 800 Jahre. Und - meine Güte - niemand anderer als die berühmte Marozia. Jene Frau aus der Historie, die mit einem Papst geschlafen hat, seine Geliebte wurde, ihm einen Sohn gebar, der dann auch Papst wurde und somit eine ganze Weile die Kirchengeschichte doktrinierte. Sie sieht selbstverständlich nicht älter aus als achtzehn, hat aber - ganz Mommylike - nichts besseres zu tun, als ihrer Tochter einen Mann aufzuschwatzen. Ganz nebenbei wird der Vater Daphnes erwähnt, über den die Mutter nie wirklich spricht. Offenbar kennengelernt als Sterblichen, dann zu einem der ihren gemacht, dann geheiratet und schließlich eine Tochter geboren. (Aus einem toten Körper, macht viel Sinn).
An der Stelle war ich dem Heulen nahe, aber ich habe mir vorgenommen, bis Seite 100 durchzuhalten. Als sie dann am nächsten Abend Selbstbräuner verwendet, um nicht mehr so blass auszusehen und auf Darius, ihren blonden Verfolger trifft, wollte ich unbedingt bis zur ersten allerintimsten Szene lesen. Ich dachte, die könnte mich doch vielleicht entschädigen.
Darius weiß nicht, dass sie ein Vampir ist und nach der Selbstbräunungsaktion sieht sie auch nicht mehr danach aus. Da es viele Vorurteile gibt, unter anderem, dass Vampire nur Blut trinken (*pf Anfänger) und sie sich in einem Restaurant was zu essen bestellt, nimmt er ihr ab, dass sie eine Sterbliche ist. Nach diesem Essen (und wegen ihrem sexuellen Notstand, auf den sie uns zum gefühlten zweihundertdreißigsten Mal hinweist) nimmt sie ihn mit in ihre Wohnung und sie geben sich einander hin. Er wundert sich im übrigen nicht, dass sie eventuell kalte Haut haben könnte, denn nicht ein einziges Mal hat sie bisher Blut getrunken. Eigentlich müsste sie, wie später noch erwähnt wird - aber das wird zu verwirrend.
Nein, der Sex war nicht gut. Oh ja, und ein Fehler, wie Darius nach dem dritten Mal feststellt.


Russe wartet auf mit platten Dialogen und einer so zusammengeschusterten Handlung (Shopaholic, Men in Black etc.) und auch historischen Gestalten, bei denen man weinen möchte, dass ich das Buch bei weitem nicht empfehlen kann. Es liest sich noch nicht einmal gut. Die Autorin klatscht da Wörter aneinander, die meist wenig Sinn ergeben und sich stoisch zu Sätzen bilden, die aus Klischees und Unlogiken bestehen. Vor der Handlung gruselt es mich auch, aber nicht, weil es immer Nacht ist und um Vampire geht. Ich habe, glaube ich, noch nie so ein schlechtes Buch gelesen. Da bekommt Lara Adrian noch eine Chance, die versteht wenigstens was vom Handwerk.


Samstag, 9. Mai 2009

Der Jane Austen Check - Ich auch!




Which Austen Heroine are You?Will you be Marianne Dashwood? Lizzy Bennet? Fanny Price? Or someone else? Whomever you score, have fun. Remember, answer ALL of the questions, and don't peek at the possible results linked below until you've honestly answered the questions!



Natürlich sind die Fragen recht vorhersehbar, aber wenn man sich bemüht, ehrlich zu antworten, kann man die ein oder andere Überraschung erleben. So wie ich! Nachdem ich nun schon auf einigen Blogs den Test verfolgt habe, musste ich es natürlich auch selbst versuchen. Und ich bin: Emma Woodhouse. Darüber habe ich mich sehr gefreut, da "Emma" neben "Stolz und Vorurteil" zu meinen Lieblingsgeschichten von Jane Austen gehört.


Wer es selbst versuchen will, der kann es hier tun:


Freitag, 8. Mai 2009

Die Nonne und der Wikinger - Hilke Sellnick




Die junge Äbtissin Reina will für den Bau ihrer Klosterkirche einen Sklaven erwerben. Auf dem Markt wird sie von der Erscheinung des hünenhaften Kriegers Halvdan magisch angezogen. Ohne zu wissen, dass es sich bei ihm um einen waschechten Wikingerfürsten handelt und gegen den Wunsch ihres Schwagers Graf Robert kauft sie ihn. Er weigert sich zunächst standhaft, die ihm zugewiesene Arbeit auszuführen, dennoch pflegt ihn Reina und bringt ihm sogar die fränkische Sprache bei.
Als sie vor einer Intrige Roberts fliehen müssen, kommen sich die beiden näher. Doch Reina hält an ihren Eiden, die auch ein Keuschheitsgelübde enthalten, fest. Halvdan aber ist überzeugt, dass die Nornen beide füreinander bestimmt haben und gibt nicht auf. Auch seine Familie wartet mit einer Intrige auf, der sie sich stellen müssen. Schließlich laufen sie Robert geradewegs in die Arme und Halvdans Bruder greift die Burg an. Nun scheint alles zu spät ...


Eine deutsche Autorin, auf die ich da gestoßen bin, was mich sehr erfreut hat. Das Thema des Romans ist leider nicht neu und auch nicht neu umgesetzt worden. Darum hatte ich fast den gesamten Roman über das Gefühl, die Geschichte schon einmal gelesen zu haben, was nicht wirklich unterhaltend ist. Dennoch las ich "Die Nonne und der Wikinger" gern.
Was mich wunderte war Reinas Unbedarftheit, die sie bei vielen alltäglichen Dingen an den Tag legte, dann aber in den erotischen Szenen mit Wissen glänzt, das sie nicht haben dürfte. Halvdan gefiel mir, wenngleich mich seine Sprache, die natürlich nicht perfekt ist, sehr gestört hat. Das stammelnde hält sich den gesamten Roman über und verdirbt sein Bild, das ich versucht habe, mir aufzubauen. Liebe, als Gefühl und ein gewisses Knistern fehlen. Was mir gefallen hat war die Ausführlichkeit und die vielen kleinen Details, auf die Frau Sellnick eingeht, da hat man das Gefühl, dabei zu sein. Erfahrung beweist die Autorin in den erotischen Szenen, die ausnahmslos gut gelungen sind. Für Spannung und Action ist ebenfalls gesorgt, so dass der Roman Vergnügen bereiten kann.


Donnerstag, 7. Mai 2009

Der Schuh auf dem Dach - Vincent Delecroix




"Der Schuh auf dem Dach" ist ein Roman, der insgesamt zehn Kurzgeschichten beinhaltet. Das Geschehen dreht immer wieder zu einem Haus in Paris zurück, in dem die handelnden Personen leben oder gelebt haben. Auf dem Dach liegt stets ein Schuh und darin findet der Leser auch das einzig verbindende Element. Delecroix, der seine Landsleute mit dem Buch bezaubert hat, schafft mannigfaltige Figuren und sogar eine Tierperspektive. Daher ist es schwer zu bestimmen, mit welcher seiner Geschichten er mehr Eindruck hinterlassen wird, bei mir sind es drei.
Dieses arme schwarze Mädchen in "Lied der Sehnsucht", die so verliebt war in ihn, der ohne Aufenthaltsgenehmigung mitten unter ihnen lebte. Ein Verrat brachte die Polizei zu ihm und man riss den Geliebten aus ihren Armen. Den Schmerz, den sie nun empfindet, bringt uns der Autor sehr vehement und stark näher. So viel Liebeskummer und Trauer fließt zwischen den Zeilen, das hat mich tief beeindruckt.
Wer sich ein wenig mit der Problematik, die Delecroix hier anspricht, auskennt, wird wissen, warum er diese Geschichte geschrieben hat. Gerade die Jugendlichen in den Vorstädten, auch oft schwarzer Hautfarbe, finden einfach keinen Weg in die französische Gesellschaft hinein.
"Warum ich verschwunden bin" erklärt dem Leser ein ehemaliger Literaturkritiker. Mit zweifelhaften Aussagen und meist ohne die Bücher gelesen zu haben, brachte er es schnell zu Ansehen, Ruhm und einer eigenen Fernsehsendung. Doch dann überfällt ihn plötzlich das Gefühl, dass das alles nutzlos ist, was er tut. Er ist zu stoisch, hinterfragt nichts. Also gibt er alles auf und beginnt, Bücher, da vor allem die alten Philosphen, zu lesen. Schließlich kapselt er sich von der Welt ab, um zu höherem Wissen zu gelangen.
Ich habe so gelacht! Delecroix ist beinahe bitterböse mit der Zunft umgegangen, aber trotzdem liebevoll, so dass sie ihm nicht lange böse sein wird. Die Person, vor der man zunächst Achtung hat, verkommt, ohne es zu merken, zur halben Lachnummer. Was ich bedauere ist, dass man nicht erfährt, inwiefern und ob überhaupt ein erneutes Umdenken einsetzen wird.
Die liebenswürdige alte Dame aus "Erste Hilfe" kann sich nicht damit abfinden, dass niemand diesen alten Schuh auf dem Dach gegenüber entfernen will. Als sie die Feuerwehr unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ruft und sie bittet "wo Sie doch schon mal da sind", etwas dagegen zu unternehmen, sendet man ihr einen jungen Mann, der sie verwarnen soll. Schnell freunden sich die beiden an und erkennen, dass sie zwar durchaus verschieden sind, aber doch auch viel gemeinsam haben. Vor allem ihre Einsamkeit.
Sie ist so echt! Das ist beinahe beängstigend. Ich mochte sie sehr gern, habe mir vorgestellt, wie sie nicht ihrem Neffen, sondern mir von den Begebenheiten erzählt. An den richtigen Stellen musste ich schmunzeln und an anderen betroffen schlucken. Delecroix beweist sein Talent mit jeder einzelnen Zeile.
Neben diesen drei Lieblingen von mir gab es allerdings auch Geschichten, die habe ich eher überflogen, als richtig gelesen. Das fand ich eher schade, aber der Zugang zur Denkweise des Autors fehlte mir dort einfach. Doch das ist ja das Gute an einer Kurzgeschichtensammlung: für jeden ist etwas dabei, man kann getrost auch mal was auslassen. Obwohl ich es schade fand, die meist nicht mehr als drei Zeilen nicht finden zu können, die mir verrieten, was jetzt die Verbindung zu den Nachbarn ist.
Ich mochte "Die Welt der Amelie" sehr gerne und glaube von der Atmosphäre dieser Geschichte auch hier etwas wieder zu finden, so dass ich annehme, dass dies französischen Autoren und Werken eigen ist. Daher schaue ich mich jetzt mal näher nach beidem um. Zwar enthalten beide Werke auch viel Klischee, aber meine Güte, was ist denn das Leben, wenn nicht ein einziges Klischee?


Dienstag, 5. Mai 2009

LoveLetter - Mai Ausgabe






An alle leidenschaftlichen Liebesromanleserinnen,


es ist mal wieder soweit. Das Programm für den Herbst und Winter 2009/10 steht fest, und die Liebesroman-Auswahl kann sich sehen lassen. Mit jeder Liste, die in der Redaktion eintraf, wurde die Vorfreude größer. Besonders als wir dann auch noch die Cover zu sehen bekamen. Leider haben wir nicht genug Platz, um sie hier alle abzudrucken.


Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Ihr LoveLetter-Team


Vom Recht zur Romantik
Im Gespräch mit Carly Phillips


Romantik Preview
Herbst/Winter 09/10


Unwiderstehliche Helden
von Elizabeth Hoyt


Meine Serie: Immortals After Dark
von Kresley Cole


Romance in Space
Helden und Heldinnen für das 21. Jahrhundert und darüber hinaus


Dämonen zum Verlieben
Interview mit Jenna Black


Kann denn Nachbar Sünde sein?
von Jana Krivanek


10 Fragen an ...
Teresa Medeiros


Newcomer: Christy Reece


Leinwandküsse
Starke Heldinnen auf der Mattscheibe


Und mit Rezensionen unter anderem zu:
Karen Chance: Hinreißend untot
Lori Handeland: Wolfsglut
Patricia Potter: Die Verlockung des Highlanders
Michelle Rowen: Ein Happy End mit Biss
Kate Saunders: Liebe macht lustig


Montag, 4. Mai 2009

Ein Haus in Schottland - Christa Canetta




Der Titel des Buches wurde bis zum Ende in regelmäßigen Abständen gewechselt. "Schottische Träume" und "Ein Haus in Schottland" wechselten einander ab. Es ist zu hoffen, dass nun ein endgültiger Titel feststeht.


Eine nette Geschichte ohne Höhepunkte und fast fehlender Liebesgeschichte.


Marie Morrburg wurde von ihren Großeltern aufgezogen, weil sie ihre Eltern nie kennengelernt hat. Sie studierte Agrarirgendwas und wurde vom alten Herrn Marienthal als Gärtnerin angestellt. Als der alte Mann verstirbt, erbt sie von ihm ein Haus in Schottland, von dem alle annehmen, dass es sich dabei um ein kleines Cottage handelt. Marie fliegt hin, um sich mal alles anzusehen - allein, denn ihr Freund hat etwas anderes im Sinn. In Schottland angekommen ist das Cottage halb zerfallen und der Bauer, der auf dem gleichen Land, das nun ihr gehört, eine Farm betreibt, nimmt sie nicht als Herrin an. Schließlich erfährt Marie, dass auch ein Schloß zu Hardinghouse gehört und dort wohnt eine alte Frau, die mit einem Gewehr auf alle schießt, die sich nähern.
Nun ist sicherlich schon vieles durchschaubar. Die Familie des alten Herrn Marienthal will das Land nicht aufgeben und schickt neben Anwälten (und deren Helfern) auch einige gewalttätige Männer. Der Bauer schließt seinen Frieden mit Marie und hat nebenbei auch drei Söhne. Marie behaupet sich gegen alle und schließlich kommt das Glück zu ihr.


Die Idee ist wirklich gut, junge Frau erbt Haus in Schottland, behauptet sich gegen alle und lernt die Liebe ihres Lebens kennen. Also eigentlich genug Nora-Roberts-Stoff, um mich zu faszinieren. Aber leider weit gefehlt.
Marie ist unkonstant als Person, handelt vor allem am Ende unvorhersehbar und unlogisch. Dann gibt es so viele Männer, ob jung ob alt, dass ich mit jeder Seite darauf gewartet habe, wer denn nun Mister Love sein wird. Sogar Nebenfiguren, die eigentlich absolut keine Rolle spielen, werden in eigenen Kapiteln vorgestellt und jedesmal habe ich mich gefragt, ob ER das nun ist. Aber nie war er es. Von den 319 Seiten des Buches musste ich 250 davon stark sein und mich zwingen zuende zu lesen. Dann offenbarte Canetta plötzlich einen Herrn, mit dem ich nicht gerechnet habe und der nicht wirklich ins Schema passt. Sie hassen sich und ein Umdenken ist nicht zu spüren. Ein formales Gespräch und plötzlich ist alles anders? Glaub das wer will, ich nicht. Und wenn die Liebe in einem (zumindest halben) Liebesroman zu kurz kommt, ist er einfach Mist. Das gezwungen fröhliche Ende brauchte meine ganze Fassung, denn eigentlich wollte ich unbeherrscht sein und das Buch in die Ecke knallen. Die Oma wird entsorgt, der alte Freund soll plötzlich ein Halodri sein, obwohl bisher nichts daraufhinwies, der neue Lover liebt seine Verlobte doch nicht, aber nun mit Marie ist es DIE große Liebe.
Also bitte: Finger weg!


Samstag, 2. Mai 2009

Der Glücksbringer - Lynne Wilding




Liam Westaway fertigt 1901 eine Topasbrosche für Corinne, die Frau, die er liebt. Seine Mutter, eine Halbzigeunerin, belegt den Stein mit einem Zauber: Wer immer sie trägt, soll seine wahre Liebe finden (und bekommen). Corinnes Vater ist gegen die Verbindung, lässt Liam verprügeln und nach Australien verschleppen, Corinne wird mit einem Bankierssohn zwangsverheiratet. Es soll Jahre dauern, ehe sie sich wiedersehen.
Ihr Sohn Michael kämpft im Zweiten Weltkrieg. Auf Heimaturlaub lernt er Jennifer kennen und lieben. Sie hat die Brosche, die Corinne verloren hat, zufällig gefunden. Als Michael mit seinem Flugzeug als verschollen gilt, merkt Jenny, dass sie schwanger ist und läuft davon, ohne sich der Familie zu offenbaren.
Ihre jüngste Tochter Linda liebt Tony, den sie an der Universität kennenlernt. Als er ihr einen Heiratsantrag macht, lehnt sie ab, denn sie will ihre Freiheit nicht aufgeben. Wird die Brosche, die Linda bei ihrer Mutter findet, auch hier ihren Zauber wirken?


Lynne Wilding ist leider schon 2007 verstorben, hat aber eine Menge Romane hinterlassen, die alle rund um Australien spielen. Kein Wunder, dass sie dort sehr berühmt ist, zumal sie auch in Sydney geboren wurde.
Das Buch ist klein (190 Seiten) aber fein. Natürlich ist klar, dass man drei Leben nicht auf so wenigen Seiten erzählen kann, doch das Wichtigste - die Liebesgeschichte - steht immer im Vordergrund. Ich hätte mir aber mehr Tiefe gewünscht und vor allem auch mehr Gefühl. Beides geht dem Kurzroman leider ab. Dennoch, die drei Leben sind anschaulich und ausreichend dargestellt und ich kann nicht behaupten, dass großartig etwas gefehlt hätte. Nur eben die Magie, die den Leser an die einzelnen Zeilen fesselt.
Ich mochte die Geschichte rund um Linda am liebsten, sie ist jung und dynamisch und im Jahr 1970 auch am nächsten an mir dran. Doch daran lag es eigentlich nicht, dass sie mir wohl am ehesten im Gedächtnis bleiben wird. Diese letzte Geschichte ist länger als die anderen und sie kommt mir wesentlich ausgearbeiteter vor. Darum müsste sie auch viel Gefühl und Emotionen hinterlassen, aber sie bleibt oberflächlich, wie die anderen.
Der Roman ist eine wirklich nette und schöne Geschichte, die mir ein lieber Freund anschaulich erzählt. Aber ich war eben nicht dabei ...


Freitag, 1. Mai 2009

Ausblick auf meinen Blog im Mai




Neben einigen nichtvorhersehbaren Dingen, habe ich schon Postings fertiggestellt und möchte Euch einen kleinen Ausblick auf den Mai in meinem Blog geben.
Rezensionen unter anderem zu:


Der Glücksbringer - Lynne Wilding (Historisch 1901-1970)
Schottische Träume - Christa Canetta (Zeitgenössisch)
Die Nonne und der Wikinger - Hilke Sellnick (hist. Nackenbeißer-LR)
Die Katze - Yasmine Galenorn (Paranormal)
Die geteilte Krone- Isabel Glass (Fantasy) - gibt es zu gewinnen
Verborgene Liebesglut - Gaylord DeWoolf (Historisch/ Gay)
u.v.m.


Daneben Neuerscheinungen, Filme (z.B. "Chocolat"), ein Interview (mit Heide Solveig Göttner), interessante Lesungen und der Beginn meines Artikel "Stark, Sinnlich, Temperamentvoll - Die Faszination roten Haars" oder: "Warum Frauen im Liebesroman so oft rotes Haar ihr Eigen nennen". (wird im Juni fortgesetzt).