Mittwoch, 29. April 2009

Das Haus in den Wolken - Judith Lennox




Richard Finborough - aufsteigender Firmeninhaber, nie um Frauen und Geld verlegen - begegnet 1909 der ebenso schönen, wie schweigsamen Isabel Zeale. Obwohl sie aus niederen Kreisen stammt, geht sie ihm nicht aus dem Kopf und er wirbt um ihre Gunst. Schließlich erhört sie ihn, obwohl sie ein Geheimnis hütet, das er nie erfahren darf und stets befürchten muss, dass er sie verlässt, wenn er genug von ihr hat.
Das Ehepaar bekommt drei Kinder: Philipp, Sara und Theo. Isabel versucht sich an das Leben der Reichen und Schönen anzupassen, was ihr aber nie so ganz gelingen will. Richard kämpft im ersten Weltkrieg und lernt dort einen Kameraden kennen. Als er den besuchen will, findet er nur ein verwahrlostes Haus, eine halbverrückte Frau und ein kleines Mädchen vor. Aus Sentimentalität bringt er die Frau entsprechend unter und nimmt das Mädchen, Ruby, mit zu sich nach Haus, wo sie als eine Finborough aufwächst, sich aber nie völlig zugehörig fühlen wird.
Philip und sein Vater sind sich zu ähnlich und es kommt zum Bruch. Sara, das Mädchen aus gutem Hause verliebt sich unstandesgemäß und lernt erst spät, was es heißt zu l(i)eben. Theo zieht es in die Ferne, da er mit ansehen muss, wie die Frau, die er innig liebt, verzweifelt und unerhört einem anderen nachläuft. Inzwischen bricht der zweite Weltkrieg aus und die Jungen gehen zur Armee.
Ruby, die stets nach ihrem verschollenen Vater gesucht hat, bekommt einen schrecklichen Verdacht, der sich bestätigt. Isabel wird ebenfalls von ihrem Geheimnis eingeholt und muss Richard alles beichten. Aber die Familie wäre nicht die Familie, wenn nicht ...


Noch nie habe ich so lange für einen Roman gebraucht und das lag sicher nicht an der Dicke des Buches. Der Anfang um die zarte Liebesgeschichte von Richard und Isabel las ich sehr gern, aber dann kam das "Muss" immer mehr dazu. Ich legte das Buch beiseite. Dabei war das, was ich las nicht wirklich uninteressant. Nur eben äußerst zäh geschrieben. Leider war schon am Beginn klar, was Isabels Geheimnis war und wo Rubys Vater abgeblieben ist. Einige Handlungseinschübe konnten das nicht wett machen, sondern leider nur verzögern.
Erst ab etwa Seite 300, die ich nach Monaten(!) wieder aufgriff, kam Leben in die Geschichte. Hatte ich mich gewandelt? Das Buch? Ich weiß es nicht. Aber das, was mich zuvor davon abhielt, in die Seiten zu schmökern, zog mich nun beinahe an. Frau Lennox beschreibt nun einmal nicht alles ausführlich, aber ich muss gestehen, dass das auch nicht immer angebracht ist. Außerdem wäre der Roman dann auf fünfhundert Seiten mehr gekommen - mindestens.
Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich fest entschlossen war, das Buch zuende zu lesen. Ich glaube schon, dass ich ein gutes Buch erkennen kann, auch wenn es nicht unbedingt meinem persönlichen Geschmack entspricht. Oder aber es war einfach die Handlung selbst. Die Kinder waren irgendwann groß und Lennox konnte sie aus einem völlig anderen Kontext heraus agieren lassen.
Alles in allem muss ich sagen, dass mir der Roman doch sehr gut gefallen hat. Da ich zufällig im Buchregal meiner Mutter ein weiteres Werk der Autorin gefunden habe, werde ich mich noch einmal an ihr versuchen - es ist auch deutlich kürzer.
Was Lennox gut hinbekommen hat, ist, eine Familie über Jahre hinweg absolut glaubhaft zu schildern. Und den Leser zudem in eine längst vergangene Zeit eintauchen zu lassen. Davor wirklich Hut ab!


Dienstag, 28. April 2009

Interview mit Nina Blazon


















Möchten Sie sich einmal kurz vorstellen? Was für einen Menschen sollte man vor Augen haben, wenn man den Namen „Nina Blazon“ hört?
Eine Journalistin, die mehr schweigt als selbst erzählt. Jemanden, der in der Menge nicht auffällt, der gern im Café sitzt und liest, viel beobachtet und dabei hektisch ins Notizbuch kritzelt.


Mit welchem Buch sind Sie bekannt geworden? Könnten Sie es vielleicht in ein paar kurzen Sätzen schildern?
Das Buch heißt "Im Bann des Fluchträgers" und ist ein Fantasyroman mit einer klassischen Queste: Es geht um den jungen Waldmenschen Ravin, dessen Bruder im Sterben liegt, weil er den besagten Fluchträger berührt hat. Gemeinsam mit dem Zauberschüler Darian macht sich Ravin auf den Weg in das düstere Land Skaris. Dort, so heißt es, gebe es eine Quelle, deren heilendes Wasser seinen Bruder retten könne. Doch als die beiden einer Verschwörung auf die Spur kommen, muss Ravin sich entscheiden: Rettet er seinen Bruder oder sein Land? Denn das Heer der Erloschenen ist schon auf dem Weg in seine Heimat ...


Sie sind Trägerin des Wolfgang-Hohlbein-Preises 2003. Haben Sie Ihr Buch extra für diesen geschrieben oder lag das Manuskript bereits fertig in einer Schublade? Hatten Sie es vielleicht sogar schon an verschiedene Verlage geschickt?
In der Schublade lagen nur Geschichtenfragmente und die Grundidee. Ich wusste, dass es den Preis gibt, aber für 1999 war ich zu spät dran, um noch einen richtigen Roman daraus zu machen. Damit habe ich dann im Jahr 2000 angefangen, war viel zu früh fertig und beschloss dann ungefähr noch dreimal, ihn doch nicht einzureichen.


Lesen Sie grundsätzlich alle Bücher bis zum Ende oder legen Sie auch mal eines unausgelesen zur Seite?
Das Leben ist zu kurz für Bücher, die man nur durchleidet. Jedes Buch hat eine Startfrist von etwa 50 Seiten. Hat es mich dann nicht, lese ich noch das letzte Kapitel, um zu erfahren, wer am Ende noch lebt, und das war’s dann.


Welche sind ihre Lieblingsbücher- und autoren? Was ist das Besondere an Ihnen? Waren sie eventuell Vorbilder?
Vor allem Science-Fiction-Autoren, die in Deutschland leider kaum noch aufgelegt werden: Theodore Sturgeon ("Aus vielen Einhorn") zum Beispiel und Robert Sheckley ("Pilgerfahrt zur Erde"). Ein echtes Vorbild ist Fjodor M. Dostojewkskij ("Der Idiot"). Was das Besondere an ihren Werken ist: Bei Sturgeon und Dostojewskij die Charaktere – lebendigere gibt es einfach nicht! – und bei Sheckley das Visionäre.


Wenn Ihnen Gott oder das Schicksal oder wer auch immer eine ganze Woche nur für sich allein schenken würden, was würden Sie in dieser Woche alles für sich tun?
Endlich das Büro streichen. Ohne klingelndes Telefon. Alle Filme anschauen, für die sonst keine Zeit bleibt. Alle Bücher lesen, die sich noch ungelesen auf dem Nachttisch stapeln. Und zwischendurch einfach faulenzen.


Was glauben Sie, welchen Stellenwert hat das Buch heutzutage noch?
Einen hohen, denn sein Gebrauch ist vielfältiger geworden. Früher las man einen Roman und ließ sich unterhalten. Punkt. Heute ist ein Buch Lesestoff, Vorlage fürs Drehbuch oder Computerspiel, wird in Foren diskutiert und manchmal sogar von Fans weitergeschrieben ... Bücher sind, so kommt es mir jedenfalls vor, sehr präsent!


Das gesamte Interview gibt es auf
www.verlorene-werke.de zu lesen.


Sonntag, 26. April 2009

Was gibt's Neues?




Ich habe es endlich geschafft, "Das Haus in den Wolken" von Judith Lennox auszulesen. Gerade noch pünktlich, denn die Rezi ist im Blog für den 29.04. vorgesehen. Zuerst habe ich mich so gequält, aber plötzlich las es sich super hintereinander weg.


"Stürmische Verlobung" von Kathryn Caskie, das ich gerade ausgelesen habe, ist echt super! Hätte ich nicht gedacht und freue mich auf die Folgebücher (die ich schon daheim habe, außer Band 4 der Merriweather, der kommt laut LoveLetter erst demnächst irgendwann raus)


Meinen beiden Countern traue ich nicht über den Weg, aus irgendeinem Grund zählen die nicht gleich. Ich lasse sie trotzdem beide mal da, wo sie sind.


Obwohl ich es mir verboten habe, tauschte ich erneut bei TT. Böse Soleil! Allerdings wurde "Schattengräber" von Storm Constantin nun zum zweiten Mal von einem Tauschpartner nicht bestätigt und kommt so wieder nicht zu mir. *schnief Falls jemand das Buch hat, ich hätte tolle Gegenangebote.
Damit gibt es auch einen neuen SUB:


Adrian, Lara "Geliebte der Nacht"
Barclay, James "Schicksalswege"
Berg, Carol "Tor der Verwandlung"
Briggs, Patricia "Ruf des Mondes"
Brown, Sandra "Wenn die Liebe erwacht"
Caskie, Kathryn "Wie verführe ich einen Lord?"
Caskie, Kathryn "Stürmische Eskapaden" (2. Teil, Merriweather)
Caskie, Kathryn "Stürmische Intrigen" (3. Teil, Merriweather)
Constantin, Storm "Hermetech"
Crusie, Jennifer "Einfach bezaubernd!"
Delecroix, Vincent "Der Schuh auf dem Dach
Dietl-Wichmann, Karin "Die Quoten-Queen"
Donelly, Jennifer "Die Winterrose"
Edwards, Marian "Sklavin seiner Sehnsucht"
Edwards, Marian "Küsse wie Feuer"
Falk, Kristin "Die Hüter der Wolken"
Graham, Heather "Triumph des Ritters"
Hagena, Katharina "Der Geschmack von Apfelkernen"
Hand, Elisabeth "Anna und der König" (Buch zum Film)
Heller, Jane "Liebe in Dosen"
Highsmith, Patricia "Carol - Roman einer ungewöhnlichen Liebe"
Hill, Melissa "Ja, ich will!"
Joyce, Brenda "Kates Geheimnis/ Lanas Schuld"
Kingsley, Mary "Im Arm des Piraten"
Kinsella, Sophie " Sag's nicht weiter, Liebling"
Lewis, Beverly "Das Gelübde"
Martin, Charles "Wohin der Fluß uns trägt"
Martin, Michelle "Männeralarm"
McGoldrick, ? "Goldenes Feuer"
McKinley, Robin "Tochter des Schattens"
Meyer, Stephenie "Biss zum Morgengrauen"
Millar, Martin "Die Elfen von New York"
Plischke, Thomas "Die Zwerge von Amboss"
Picoult, Jodi "Die Wahrheit meines Vaters"
Potter, Patricia "Liebeszauber in den Highlands"
Reiss, R. Scott "Black Monday"
Roche, Charlotte "Feuchtgebiete"
Russe, Savannah "Vampire küssen besser"
Ryan, Mary "Schattentanz"
Saunders, Kate "Der Wind der Zeit"
Sellnick, Hilke "Die Sklavin des Wikingers"
Sutcliffe, Katherine "Wenn deine Hände mich berühren"
Wells, Rebecca "Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern"
Zafon, Carlos R. "Der Schatten des Windes"


Samstag, 25. April 2009

Betörend wie der Duft der Lilien




von: Amanda McCabe
erschienen: 25.03.2009
Band: 0511


Calliope, von ihrem Vater nach einer der Musen benannt, interessiert sich sehr für Geschichte und Altertum. Als plötzlich ein Dieb auftaucht, der alte Schätze raubt und immer eine weiße Lilie hinterlässt, gründet sie einen Club. Junge Damen der Gesellschaft, die gleiche Interessen verfolgen - davon immerhin drei ihrer Schwestern, die ebenfalls nach den Musen benannt wurden - beschließen, den Dieb selbst zu fangen.
Calliope verdächtigt den überaus gutaussehenden Cameron de Vere, Earl of Westwood und folgt ihm. Ständig streiten sie und treffen doch immer wieder aufeinander. Als sie in einer Notsituation gemeinsam arbeiten müssen, kommen sie sich näher und Cameron erkennt, dass er keine Frau, als sie will. Es kommt zu einem folgenschweren Kuss, doch Calliope glaubt noch immer, dass er der Dieb ist und flüchtet vor ihren Gefühlen.


Der Anfang des Romans ist wirklich sehr gut, abr mittig flacht er leider ziemlich ab. Die Suche zieht sich leider extrem in die Länge, wenn auch der wahre Täter sehr geschickt gewählt wurde. Calliope ist nett, aber reichlich unbedarft, was sie aber wohl auch sein soll. Cameron ist ein stattlicher Mann, der mir gefallen hat. Nur konnte ich beider Gefühle nicht nachvollziehen und ihr unverheiratetes Zusammenkommen auch nicht. Das entzog sich meiner Logik komplett.
Hierhin und dorthin zieht es die Personen, was das Treffen des Paares bewirken soll, nehme ich an. Auch Calliopes Schwester und deren Verrehrer ... nicht mein Fall. Etwas zäh las sich das Ende und ich war froh, als es vorbei war. Dennoch halte ich den Roman für recht gut. Nur so recht überzeugend fand ich ihn nicht. Dabei hat mir die Atmosphäre vor allem im ersten Drittel sehr gut gefallen. Das war mal etwas anderes.
Ich nehme an, dass die Autorin sämtliche Schwestern in Romane packen wird, wir hören also sicher wieder von ihr.


Freitag, 24. April 2009

Interessante Neuerscheinungen im Mai


















"Hinreißend untot" Karen Chance
Dass Cassandra Palmer einmal froh sein würde, einen Vampir zum Freund zu haben, hätte sie sich niemals träumen lassen. Doch seit sie den Titel der Pythia, der mächtigsten Seherin der Welt, erworben hat, sind alle potenziellen Verehrer auffällig auf Distanz zu ihr gegangen. Das mag daran liegen, dass sie über schier unendliche Macht verfügt - ein Umstand, der nicht allen ihren magischen Zeitgenossen gefällt.
Nach "Untot mit Biss" habe ich die Fortsetzung mit Spannung erwartet. Obwohl Teil 1 nicht zu den allerbest-erzählten Geschichten zählt, war er doch extrem unterhaltsam und gefiel mir gut. Auch Teil 2 kann punkten, ist sehr actiongeladen und die Erotikliebhaber kommen erst gegen Ende auf ihre Kosten. Dann aber richtig. Ich liebe Chances Schrumpfköpfe! (Rezi folgt im Juni)


"Frühlingsküsse" von Roisin Meaney
May O'Callaghan möchte ihr allzu vorhersehbares Leben ändern - und endlich die große Liebe finden. Kurz entschlossen gibt sie ihren Job auf und verdingt sich fortan als Mädchen für alles. Und stellt dabei fest, dass sie sich um mehr als Rasenmähen kümmern muss: Um Shaun und Bernard beispielsweise oder um Pam und Jack, die angeblich eine glückliche Ehe führen. Und dann ist da noch dieser attraktive Fremde, der May einfach nicht mehr loslässt ...
Blanvalet-Verlag, da kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen. Ich durfte das Buch schon vorab lesen und muss sagen, dass es mir gut gefallen hat. Nur etwas viele Charaktere auf einmal, deren Gewichtung Meaney in der Waage hält. Alle Beziehungen sind sehr emotional. Wer Ernsthaftigkeit im Liebesroman nicht scheut, ist hier richtig.


"Gegen das Sommerlicht" von Melissa Marr
Von klein auf kann Ash Elfen sehen, menschengroß, unheimlich, manchmal zudringlich - von klein auf hält sie diese Gabe aber geheim. Einer der Elfen, Keenan, beginnt ihr zu folgen, wohin auch immer sie geht. Wann immer er in Ashs Nähe ist, spürt sie Sommerlicht auf der Haut und riecht den Duft wilder Blumen. Doch da ist auch dieses Gefühl von Bedrohung. Ash und ihr Vertrauter Seth entdecken eine Welt voller seltsamer Regeln und Gefahren...
Endlich als Taschenbuch. Die Rezi dazu gibts hier im Blog.


"Sturmfahrt der Liebe" von Jennifer Ashley
Atlantik 1790: Die schüchterne Evangeline wird von einer Gruppe Meuterer gezwungen, den Schiffskapitän zu umgarnen und abzulenken. Der ist fasziniert von Evangelines unschuldiger Schönheit, doch als er Kampfgeräusche an Deck hört, wird er misstrauisch. Sollte seine hübsche Verführerin eine Spionin sein ...?
Sehr preiswertes Taschenbuch für alle Fans von Piraten, Schiffen und dem Meer (der Gefühle).


"Gefangene der Leidenschaft" von Teresa Medeiros
Um sich nicht dem Willen ihres Onkels beugen zu müssen, heckt die junge Catriona Kincaid eine List aus: Sie verspricht dem zynischen Lebemann Sir Simon Wescott die Hälfte ihrer Mitgift, wenn er sie heiratet und nach Schottland begleitet, wo Catriona ihren verschollenen Bruder vermutet.
Der Highland-Roman darf in der Aufzählung natürlich nicht fehlen. Ich mag die Autorin und hoffe auf ein gutes Buch.


"Mondscheinmorde" von Linda Howard
Diese Frauen folgen ihrer Liebe und Leidenschaft. Doch ob sich ihre Gefühle auf einen Sheriff, einen Ausbrecher oder auf den Mann ihrer Träume richten - nicht nur ihr Herz ist in Gefahr, sondern vor allem ihr Leben. Denn nichts ist, wie es scheint. Und während die Leser noch gebannt ihre prickelnden Abenteuer verfolgen, droht den drei Frauen bereits der Tod...
Drei Kurzromane in einem Buch; das von Blanvalet und dieser Autorin ist. Da kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen. Ich neige ja eher dazu, um Krimi einen großen Bogen zu machen, darum kann ich nicht viel zum Buch sagen, außer, dass ich es wahrscheinlich nicht lesen werde.


"Die Zicken-Mafia" von Karen Yampolsky
Jill White kann ihr Glück kaum fassen: Ihre neugegründete Zeitschrift *Jill* entwickelt sich zu einem großen Erfolg, und innerhalb kürzester Zeit wird die junge Frau zum Star in der New Yorker Medienszene. Doch dann wird ihr Verlagshaus von einem Medienmogul aufgekauft, und Jill bekommt zwei richtig fiese Chefinnen vor die Nase gesetzt ...
Klingt aber schön nach Chick-Lit Und da es auch hier um die große, weite Verlags- und Literaturszene geht, werde ich mich wohl mal nach dem Buch umsehen ...


"Entfesselte Lust" von Colette Gale
Am Tag seiner Verlobung mit der schönen Mercedes wird Edmond Dantes verhaftet. Vierzehn Jahre verbringt der berühmte Graf unschuldig im Gefängnis, bis er endlich fliehen kann. Seine große Liebe hat er nicht vergessen. Sie ist inzwischen mit einem anderen verheiratet. Doch die nie erloschene Leidenschaft treibt Edmond und Mercedes immer wieder zueinander.
Ein erotischer Roman darf in der Aufzählung nicht fehlen! Wen verwirrt die kurze Inhaltsangabe noch? Mercedes? Dantes? Der Graf von Monta Christo, nur anders? Macht mich schon wieder so neugierig, dass ich das Buch wohl lesen werde ...


Donnerstag, 23. April 2009

"Was? Wäre? Wenn?" - Wiebke Lorenz




Charlotta (Charly) Maybach ist eine junge Frau kurz vor der 30. Sie arbeitet seit sieben Jahr im "Drinks & More", deren Chef, ein Businessaussteiger, ihr bester Freund ist. Sie hat ihr Studium der BWL schon vor langer Zeit geschmissen, es ihren Eltern aber nie gesagt. Auch hat sie ein ziemlich wildes Partyleben mit vielen wechselnden Bettgefährten (eine Nacht, nie mehr) hinter sich. Mit ihrer besten Freundin aus Kindertagen ist sie verkracht, weil sie betrunken mit deren Freund ... Dass sie so mit ihrem Leben nicht recht zufrieden ist, merkt sie erst, als ein Klassentreffen ansteht.
Obwohl sie eigentlich nicht hingehen will, lässt sie sich von Moritz, ihrem ersten Mal überreden. Das war damals übrigens nicht so toll, sie wurden erwischt und er ließ sie fallen wie eine heiße Kartoffel. Das Treffen mündet in einer Katastrophe und Charly will nicht mehr. Da findet sie zufällig eine Karte einer "Personalberatung" und stellt sich dort vor. Man eröffnet ihr, dass es möglich wäre, einige Episoden aus ihrem Leben zu entfernen und ihr somit eine neue Zukunft zu geben. Nach anfänglichen Zweifeln nimmt sie das Angebot an und findet sich mit Studienabschluß in einem Traumhaus verheiratet mit Moritz wieder. Und die Frage bleibt: kann man wirklich alles ändern?


Ich habe mir die Weltbildausgabe ertauscht, aber leider kein anderes Cover gefunden, als dieses. Meines ist allerdings hübscher. *g
Dieses Buch ist wirklich toll, es macht viel Spaß beim lesen. Nicht nur, dass es von einer deutschen Autorin geschrieben wurde, es spielt auch in Deutschland. Charly ist taff und kuhl, weiß aber nichts davon. Sie hält sich eher für einen Looser, dabei stellt Lorenz das alles als reine Ansichtssache dar. In der Ich-Form begleiten wir Charly bei all ihren Erlebnissen und davon gibt es eine ganze Menge. Dennoch schafft Lorenz eine überschaubare Anzahl Personen, denen der Leser in beiden möglichen Welten begegnet.
Manchen wird Charly eventuell nicht gefallen, sie ist schon sehr direkt und ihr Musikgeschmack spricht auch für sich. Übrigens alles Songs, die immer noch im Radio gespielt werden, beispielsweise Pink oder Grönemeyer, so alt kann der Roman also noch nicht sein. Damit ist es übrigens direkt meine Zielgruppe, da ich ebenso alt wie Charly bin. Nur das ich mein Studium geschafft habe und es auch nie BWL war. (Warum wollen alle BWL studieren?)
Das Fazit, das Lorenz gezogen hat, ist natürlich vorhersehbar, wenn dadurch aber nicht weniger angenehm/ einfühlsam/ entzückend/ idyllisch/ harmonisch ... kennt Ihr das, wenn einem das Wort fehlt? Die Worte drücken alles aus, aber das, welches ich meine, war nicht dabei.
Na ja jedenfalls ist das ein toller Roman, spannend, lustig (Achtung: peinliche Szenen!), romantisch an den richtigen Stellen und einfach deutsche Chick Lit.
Sehr empfehlenswert!


Dienstag, 21. April 2009

Lesung: Lichtbringer 26.04.2009




"Kunst in der Ruine" nennt sich das Projekt, welches der Autor und Künstler Michael Sonntag ins Leben gerufen hat, um Nachwuchskünstlern eine Plattform zu bieten.
Der in Meitingen wohnhafte Verleger und Herausgeber Torsten Low liest am 26.04.2009 um 18 Uhr in der "Ruine" in Hohenstein-Ernstthal aus der Fantasy-Kurzgeschichtensammlung "Lichtbringer" und erzählt Anekdoten aus dem Verlag Torsten Low.


Eintritt frei!


Adresse:
Kunst in der Ruine
Ziegenberg 6
09337 Hohenstein-Ernstthal


Weitere Informationen:
http://www.verlag-torsten-low.de


Was ist Lichtbringer denn überhaupt? Ich muss gestehen, ich berichte darüber "in eigener Sache", denn zusammen mit Torsten darf ich mich Herausgeber nennen. Natürlich waren wir nicht allein. Ann-Kathrin Moek, Elisabeth Rowley und die bekannte Fantasyautorin Heide Solveig Göttner begleiteten uns.
Wir riefen vor einem Jahr Autoren aus ganz Deutschland dazu auf, uns ihre Geschichten zum Lichtbringer-Universum zu senden. Genaue Inforemationen zu diesem Projekt findet man unter www.verlorene-werke.de .



Ein Schwert wie ein Sonnenstrahl. Leuchtend, ätherisch, rein. Und immer dar. Lichtbringer suchten viele; unvergessen werden sie sein, eingemeißelt in die unerschöpflichen Stelen der Geschichtenerzähler. Saïd, der seine Beute verschleiert und voller Stolz jagt. Die Priesterin, die über sich selbst hinauswächst. Cuinn, der von den Göttern gesegnete Barde. Ein Magierschüler, der nach dem Unerreichbaren verlangt. Liala, die aus ihrem sicheren Leben ausbricht. Sie alle haben eines gemeinsam: Den Traum, das heiligste aller Schwerter zu finden.


Ein Schwert, eine Legende, eine Fantasy-Welt. In Worte gefasst von 14 Autoren, erzählt in 18 Geschichten. Mehr unter: http://www.verlag-torsten-low.de


Montag, 20. April 2009

Erfüllen Sie meinen Herzenswunsch, Mylord!




von: Mary Nichols
erschienen: 25.02.2009
Band: 0510


Charlotte ist seit einigen Jahren Witwe und hat zwei kleine Töchter. Nun ist auch noch ihr Schwiegervater gestorben und das öffnet dem nichtsnutzigen Schwager Tür und Tor. Einst nach Indien verbannt, kehrt er nun zurück und will sich am Erbe der Enkel vergreifen. Und ganz nebenbei auch an Charlotte.
Gut, dass es da noch Viscount Stacey Darton gibt, der Charlotte begegnet, als er eine Schule für seine Tochter sucht, die bisher ohne Mutter aufwachsen musste. Charlotte unterrichtet nämlich Dorfkinder und beschließt dann, ihren Lebensunterhalt mit einer Mädchenschule für höhere Töchter zu verdienen.
Da Cecil, der Schwager, ein entfernter Verwandter Dartons ist, kann dieser in seinem Haus unterkommen und so Charlotte schützen. Aber er muss so tun, als gehöre er ebenfalls zu der nichtsnutzigen Bande, die sich bei Cecil eingenistet hat und Charlotte ist sehr stolz. Trotzdem schaffen es beide sich näher zu kommen. Dann jedoch belauscht Charlotte ein Gespräch Cecils, in dem er zustimmt, dass Schmuggler sein Haus nutzen dürfen. Das bringt sie in Lebensgefahr.


Der Roman hat mir recht gut gefallen. Spannung ist auf jeden Fall gegeben. Leider zieht sich das Ich-kann-nicht-er-meint-es-nicht-ernst etwas hin. Später wandelt es sich zu Soll-ich-es-ihm/ihr-gestehen?
Obwohl Charlotte sehr sypathisch ist, zieht die "stolze Witwe"-Nummer sie etwas herunter. Dennoch versucht sie in ihrer verzweifelten Lage alles, um sich und ihre Töchter durchzubringen. Unverständlich dennoch, warum sie, auch in Zeiten der allergrößten Not, sich nicht an den Onkel der Mutter wendet. Klar, die haben sich vor Jahren zerstritten, aber wenn man nichts mehr hat, dann greift man doch nach allen Strohhalmen.
Alles in allem ein guter, solider Roman, der sich gut liest. Aber er wirkt leider auch etwas zäh, vor allem gegen Ende. Die Figuren werden keinen bleibenden Eindruck auf mich machen und im Gegenzug zu so manch anderem MyLady - Roman hätte ich den Viscount nicht unbedingt kennenlernen wollen.
Gutes Mittelfeld.


Sonntag, 19. April 2009

Untot mit Biss - Karen Chance




Cassandra Palmer ist im Alter von vier Jahren ihren Eltern weggenommen worden und wuchs dann am "Hof" eines Vampirmeisters, Tony, auf. Mit vierzehn lief sie fort, fand dann aber wieder zurück, lief etwas später erneut fort und schlug sich drei Jahre lang allein durch. Bis sie plötzlich ihre eigene Todesanzeige auf dem Computer liest. An dieser Stelle setzt das Geschehen ein.
Ihren Mitbewohner Tomas will sie warnen, als beide von Vampiren überfallen werden. Cassie kann einige Angreifer mit Hilfe der Geister, die nur sie sehen kann, schlagen, die anderen werden von Tomas, der sich ebenfalls als Vampir herausstellt, erledigt. Als sie ohnmächtig wird, bringt Tomas sie an den Hauptsitz des nordamerikanischen Senats aller Vampire. Doch sogar dort droht ihr Gefahr und das, obwohl - anders als auf dem Klappentext - sich der Senat Hilfesuchend an sie wendet. Danach wird das Geschehen mehr und mehr undurchsichtig für den Leser, denn nicht nur ein sexy Vampir steht ihr zur Seite, sondern mehrere. Sie schafft es fortzulaufen (Belohnung in Form des Todes des Mannes, der ihre Eltern ermordete, winkt), wird aber schnell gefunden und sie und ihre Verbündeten kämpfen gegen schwarze Magier und Vampire.
All das hat offenbar mit Cassies Vergangenheit, ihren Eltern zu tun, wovon sie aber nichts weiß, bis verschiedene Quellen ihr dahingehend einiges eröffnen. Sie ist nämlich eine Sibylle, eine wahre Hellseherin und viele befürchten (oder hoffen, je nachdem), dass sie auch die neue Phytia (so eine Art unabhängige Vermittlerin zwischen allen Seiten, Welten und Zeiten) ist. Die alte Phytia liegt im Sterben und ihre Schülerin (auch eine Sibylle) ist von Rasputin zur dunklen Seite verführt worden. Noch hat sich "die Macht" nicht in einer der beiden gefestigt. Und wird es auch nicht mehr bis zum Ende des Buches - einem wahren Cliffhanger.


Karen Chance verwebt hier wirklich alles an phantastischen Horrorelementen, die es gibt. Wir treffen nicht nur Vampire, sondern auch Werwölfe, Geister, Feen, Hexen, schwarze und silberne Magier, Satyrn, Elfen... und so weiter und so fort. Das stört schon ein wenig, wenn es natürlich auch zur Atmosphäre beiträgt. Nur tauchen viele von ihnen zu schnell und zu zackig hintereinander auf. Und das obwohl die meisten von ihnen nicht wirklich eine Rolle spielen, zumindest nicht in diesem ersten Teil.
Was ebenfalls zur Verwirrung beiträgt sind Cassies Zeitreisen.
Mir gefiel das Buch und das hat mich auch ein wenig erstaunt. Dennoch: Ich las es in einer irren Geschwindikeit durch, die ich mir nicht zugetraut hätte. Es entfaltet sich mit der Zeit, faltet sich dann immer mal wieder zusammen, dann wieder öffnet es sich. Karen Chance musste einfach viel zu viele Informationen unterbringen, als dass es sich gut lesen würde. Die andauernden Erklärungen und eingeflochtenen Hinweise ermüden schnell. Wäre das anders gewesen, es hätte ein super tolles Buch werden können, denn Plot und Co sind top!
Mich persönlich störten nur die verwirrenden Beziehungen zu den einzelnen (männlichen) Vampiren. Irgendwie kommt alles ganz anders, als man es gedacht (und gewünscht) hätte, als wäre Chance mittendrin eingefallen, dass es anders irgendwie besser wäre. Solche Wechsel stören mich, vor allem wenn sie sich nicht ankündigen.
Die einzelnen Wesen sollten dem Leser schon etwas sagen, es gibt nämlich kein Verzeichnis im hinteren Teil des Buches, wo diese erklärt werden würden. Erotik gibt es, aber keine Liebe(sbeziehung mit Anschmachten und Co.). Die meisten dieser Szenen wirken wie dazwischen platziert und entbehren größtenteils ihrer Berechtigung. Lesen sich aber trotzdem gut.
Mir hat das Lesen großen Spaß gemacht und ich warte mit Spannung auf den nächsten Teil.


"Hinreißend Untot" erscheint im Mai 2009 bei Piper. (Ich habe das Buch schon gelesen und fasse es mit den Worten zusammen: Ich werde Fan der Serie!)


Freitag, 17. April 2009

*Verlosung*: "Frühlingsküsse" Roisin Meaney




Genre: Zeitgenössisch
Erscheint: 01.05.2009
Rezi im Blog: 17.06.2009


May hat eine Kette von einem Unbekannten geschenkt bekommen und hofft, sie sei von ihrem heimlichen Schwarm dem Briefträger. Sie hat vor einigen Jahren ihren gutbezahlten Job aufgegeben, um dann von Gelegenheitsjobs zu leben. Allerdings ist sie wirklich begabt was Gartenarbeit und anstreichen angeht, verdient damit auch gut. Ihr Verlobter hat sie kurz vor der Hochzeit sitzen lassen, um dann klammheimlich ihre Cousine zu ehelichen. Von dem Schock erholt sie sich nur langsam. Während ihrer Arbeit trifft sie auch auf Nachbarn. Das schwule Pärchen von nebenan oder die Lehrerin, die ein Verhältnis mit dem gebundenen Vater einer Schülerin hat. Ihre Haushaltshilfe - ihr pflegebedürftiger Vater lebt bei ihr - die anscheinend eine super Ehe führt, aber von ihrem Mann terrorisiert wird. So erlebt der Leser eine Woche im Leben all der Personen und auch, dass May sich neu verliebt.


VERLOSUNG:


Das Buch, das ich als Gewinn stiften möchte, ist ungelesen, da ich ebenfalls Druckfahnen erhalten habe. Wenn Ihr das Buch haben wollt, müsst Ihr folgendes tun:
Schreibt eine Rezension für diesen Blog. Ein Buch Eurer Wahl, das aber im weitesten Sinne eine Liebesgeschichte enthalten muss, das restliche Genre (Fantasy, Krimi ...) ist egal. Bitte teilt Eure Rezi in einen inhaltlichen Teil (150-200 eigene Wörter) und einen Meinungsteil (200 oder mehr Wörter). Mit der Teilnahme erklärt Ihr Euch bereit, dass Eure Rezension unter Eurem Namen oder Nicknamen hier in diesem Blog gepostet wird (gern auch mit Eurer Homepage/ Blog). Nehmen mehrere Leute teil, entscheidet das Los.
Es muss keine hochgradig super formulierte, einen Germanistiker verblüffende Rezi sein. Mir geht es um Eure persönliche Meinung. Die einzige Bitte die ich habe ist, dass Ihr doch bitte ein klein wenig auf die Rechtschreibung achtet.
Also dann. Wer Lust bekommen hat, sich daran zu versuchen, der schreibe bis zum 30.04.09 eine Email an: fayum[at]gmxPUNKTde
Als Betreff gebt bitte den Titel des Buches an.
PS: Damit ich Euch das Buch schicken kann, müsst Ihr mir im Gewinnfall Eure Adresse mitteilen.
Gern kann der Tausch auch über Tauschticket.de stattfinden.


Donnerstag, 16. April 2009

Shopaholic-Die Schnäppchenjägerin - Sophie Kinsella




Rebecca Bloomwood arbeitet bei einer Wirtschaftszeitung und schreibt Artikel, die sie aus verschiedenen Pressemitteilungen zusammenstellt. Viel verdient sie damit nicht und im Gegensatz zu ihrer Mitbewohnerin verfügt sie auch über kein wohlhabendes Elternhaus. Aber leider hat sie eine große Leidenschaft - das Einkaufen.
Sämtliche bekannten Designer können sie als Kundin verbuchen und sie gibt auch gern mal 150 Pfund für ein Halstuch aus. Kein Wunder also, dass die Endwich Bank und besonders Derek Smeath sie wegen ihrem überzogenen Konto gern sprechen würden. Aber Rebecca lässt sich doch stets etwas neues einfallen - Bein gebrochen, Hund gestorben - und ignoriert alle Briefe, denn die Schulden wachsen ihr bald über den Kopf.
Auf diversen Pressekonferenzen trifft sie auf Luke Brandon, der seine eigene Businessfirma aufgezogen hat. Er macht sehr viel Eindruck auf sie und unbewußt versucht sie ständig, ihn zu beeindrucken. Sie scheint ihm ebenfalls zu gefallen, aber er ist mit einer schwerreichen Freundin liiert.
Rebeccas Alltag besteht also daraus, ihre Schulden zu ignorieren, an mehr Geld zu kommen und Luke Brandon nicht allzu häufig und bitte auch nicht in diesen ständigen peinlichen Situationen zu begegnen. Als sie einem Betrug auf die Schliche kommt, scheint auch Luke Brandon darin verwickelt zu sein. Was nun?


Ich möchte vorausschicken, dass ich bereits "Kennen wir uns nicht?" und "Göttin in Gummistiefeln" von der Autorin gelesen habe und beide sehr gut fand. Aber Shopaholic ist ein Buch, das mich sehr aufgeregt hat! So eine blöde Kuh, kann man noch bescheuerter und dümmer sein? Und wo ist der Witz, der z.B. in der "Göttin" viel enthalten ist? Ich fand das ganze Buch ehrlich gesagt nur mega-mega-doof.
Rebecca soll angeblich eine studierte Frau sein, es wird allerdings nicht verraten, was sie studiert hat. Sie ist (nett ausgedrückt) naiv und herrlich unbedarft. Daneben aber auch sehr Ich-bezogen und arrogant. Als ein junger Mann sie um ein Date bittet, weist sie ihn nicht nett zurück, sondern macht ihn richtig blöde an. So verhält sie sich allen Menschen gegenüber: nutzt-mir/ nutzt-mir-nicht. *grrr
Luke Brandon ist ein kultivierter und sypathischer Mann, der aber nur eines an ihr bewundern kann: ihr Aussehen. Und ehrlich: mehr hat Rebecca auch nicht zu bieten. Ich habe bereut, mir das Buch gekauft zu haben, so sehr, wie schon lange nicht mehr. Zwar fand ich die anderen wirklich gut, doch schon beim Klappentext von "Shopaholic" bin ich ins Grübeln gekommen. Aber da nun der Film in den Kinos ist und ich ihn mir eigentlich ansehen wollte, habe ich mich selbst überredet. (Ich lese immer zuerst das Buch.) Das Kinogeld werde ich mir jetzt sparen und auch die Fortsetzung interessiert mich nicht.
Was finden alle so gut an dem Roman? Angeblich Kinsellas bester. Aber gut, was finden die Leute an P. Hilton? Wer sie für das Nonplusultra einer jungen, modernen Frau hält, der sollte zum Buch greifen. Ansonsten Finger weg!!


Mittwoch, 15. April 2009

Engelszeit




Einst gewesen stille Stunden
gold'ne Schatten tanzen lichtern.
Wo ein Engel Fried' gefunden,
Ruhe sanft in den Gesichtern.

Großes Schweigen flammend singen,
kalte Feuer in der Nacht.
Gleiten weit die silbern' Schwingen,
hat der Tod erneut gelacht.

Tiefe Klänge, hohe Schwärze,
Tränen, die hervorgebracht.
Einsam brennt die rote Kerze,
ihre heil'ge kalte Wacht.

Worte, welche haltlos sterben,
Dicht gedrängt in weißer Not.
Schmerzen, die die Sinne färben,
Leben ist das rechte Lot.

NiemandsLand der Seelen Heil,
glühen in der Urteilswaage.
Richtung weist der bronz'ne Pfeil,
urteilt die vergang'nen Tage.

Himmelsstern reist ohne Ende,
kristallen umschlossen das tiefe Leid.
Mit Unsterblichkeit naht die Wende,
begonnen nun die Engelszeit.

Schon wieder eines meiner älteren Gedichte. Es erschien in einer Ausgabe des Ottmar-Seidner-Jungautorenpreises. Ich habe zwar nicht gewonnen, aber sechzehn von zweihundert ist auch nicht so schlecht.:)


Montag, 13. April 2009

Jane Eyre - Charlotte Bronte



Jane Eyre wächst ungeliebt im Hause ihres Onkel auf, der sie zwar liebte, aber früh verstarb. Seine Frau Mrs. Reed , die beiden Cousinen und ihr Cousin sind geizige und hartherzige Menschen. Sie gängeln und misshandeln Jane immer wieder und schieben ihr die Schuld daran zu. Schließlich wehrt sich Jane und die Tante gibt sie daraufhin in eine Mädchenschule. Dort gibt es nie genug zu essen, alles ist trist und grau. Als eine schreckliche Krankheit wütet, stirbt Janes einzige und beste Freundin. Sie bleibt jedoch an der Schule und wird selbst Lehrerin.
Irgendwann legt man ihr nahe, in der weiten Welt ein neues Leben aufzubauen und sie schreibt Bewerbungen. Der reiche Edward Rochester stellt sie schließlich als Gouvernante für seine Tochter ein und sie zieht nach -shire.
Mr. Rochester und sie kommen sich schnell näher, zuerst mit gegenseitigem Respekt und schließlich mit echter Zuneigung. Doch von Zeit zu Zeit gehen mysteriöse Dinge im Haus vor, von denen man Jane fernhält. Schließlich macht Rochester ihr einen Heiratsantrag und als Jane sicher ist, dass er es ernst meint, stimmt sie zu. Schon bald aber kommt die Wahrheit ans Licht: Rochester ist bereits verheiratet und das mit einer geisteskranken Frau. Er beschwört Jane bei ihm zu bleiben, er würde immer für sie sorgen. Doch ihr Selbstwertgefühl lässt nur eines zu: Sie verlässt Haus und Mann. Ob es noch ein Happy End geben wird?


Das Cover stimmt nicht mit meiner Ausgabe überein: ich habe die rote Ausgabe für preiswerte fünf Euro.
Das Buch ist ein Klassiker und das nicht, weil es alt ist. Nein, es ist ein Klassiker, weil es zu Recht zur großen Weltliteratur gehört. Jane ist ein ganz besonderer Mensch, geprägt von ihrer Kindheit und mit sehr viel Lebenwillen und -kraft. Auch die Nebenfiguren sind ausgesprochen überzeugend: Tante und Cousin sind furchtbare Charaktere, genauso, wie es ihnen vorherbestimmt ist. Die Cousinen könnten unterschiedlicher nicht sein. An alles hat Bronte gedacht.
Am besten gefiel mir, dass Jane die festgefahrenen Grenzen ihrer Zeit überschreitet. Rochester und sie begegnen sich auf gleicher Ebene, obwohl er ein Mann und, im Gegensatz zu ihr, sehr vermögend ist. So wirklich bin ich allerdings nicht mit ihm warm geworden, kann aber auch nicht sagen, woran das liegen könnte. Kurz nach der Ankunft im Hause Rochesters zieht sich die Handlung etwas hin. Die Nachbarn und Freunde tauchen auf und behandeln Jane mit Gerinschätzung. Die Wahrsagerin ... nun, es ist etwas zäh. Das Ende mag kitschig sein, aber genauso befriedigt es doch das Herz eines friedliebenden und gefühlvollen Menschen.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Die Sprache ist top, aber nicht altmodisch im Sinne von "schwer zu verstehen". Liest sich wirklich gut weg.


Sonntag, 12. April 2009

Film: Wedding Planner




Mary Fiore hat einen Traumjob, den sie sich schon als Kind gewünscht hat - sie richtet die Hochzeiten anderer Leute aus. Eines Tages rettet ein fremder, gutaussehender Mann ihr das Leben und geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie treffen sich einige Male und verbringen einen romantischen Abend miteinander. Doch dann stellt sich heraus, dass er der Bräutigam Steve Edison für ihre nächste Hochzeit mit der Braut Francine Donolly ist und fühlt sich betrogen. Marys Vater hätte sie ebenfalls gern unter der Haube und drängt sie, den Italiener Massimo zu ehelichen und schließlich nimmt sie den Antrag an. Doch Steve ist inzwischen schwer verliebt in Mary und einigt sich mit Francine, die sich ebenfalls nicht mehr sicher ist, die Hochzeit abzusagen. Als er Mary wiederfindet, ist sie auf dem Weg zu ihrer eigenen Hochzeit ...


Obwohl es sicherlich bessere Filme gibt, hat mir dieser hier gut gefallen. Vor allem die Schauspieler Jennifer Lopez (Mary) und Matthew McConaughey (Steve) reißen alles raus. Herrlich verwirrende Züge, die Liebe, wunderbare Szenen und wirkliche Romantik.
Mary ist sympatisch und kennt ihren Job gut, an alles denkt sie und auch wenn im perfekt geplanten Ablauf etwas schief geht, rettet sie das ganze. Zwar ist es für mich etwas seltsam, dass in den USA jede Hochzeit so überaus genau geplant wird (werden muss) und alle kreuzunglücklich sind, wenn nur die Vasen nicht im richtigen Abstand stehen, doch zu diesem Film passt es. Steve gefällt mir, obwohl ich ihm erst grollte. Seine Braut hat sich nämlich auch auf den Tag gefreut und er ist dabei, ihn ihr zu verderben ;) Trotz aller Professionalität kann man sich dem Knistern, das zwischen Mary und Steve in der Luft liegt, nicht entziehen. Genau das macht den Reiz aus. Happy End ist übrigens (wen wundert's?) garantiert.


Regisseur(e): Adam Shankman
Komponist: Mervyn Warren
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
DVD-Erscheinungstermin: 13. November 2001
Spieldauer: 100 Minuten


Samstag, 11. April 2009

Die Tochter der Dirne - Blythe Gifford



Erschien bei Cora als Historical am 12.11.2008


Solay wurde vom alten König Tochter genannt, aber sie ist auf der falschen Seite des Bettes geboren. Als der König stirbt, muss ihre Mutter mit ihr und ihrer jüngeren Schwester fliehen und ihnen bleibt nichts. Jahre später kommt Solay an den Hof des Enkels, der nun auf dem Thron sitzt, um ihn um eine kleine Zuwendung und vielleicht sogar einen Gemahl zu bitten. Doch der König ist gefangen von einem Rat, der ihn nicht tun lässt, was er tun will. Immer an seiner Seite Hibernia, der ihm stets zuflüstert und mit dessen Geliebter Agnes Solay das Zimmer teilt.
Schließlich fällt sie dem Rechtsgelehrten Julian ins Auge, der ihre Mutter verachtet und ein schreckliches Geheimnis hütet. Sie kommen sich näher und der König bestimmt beide für eine Heirat. Julian stimmt unter einer Bedingung zu: Solay muss ihn von ihrer Liebe überzeugen. Doch wie kann sie das, wenn der König ihr einen geheimen Auftrag erteilt? Er will, dass sie Julian ausspioniert und ihm selbst alles über die Angelegenheiten des Rates mitteilt. Aber ihr Herz ist längst entflammt für ihren Gatten, der ihr nur allzu bald auf die Schliche kommt. Wird sie ihn verlieren, noch ehe sie ihn gewonnen hat?


Ein großartiger Roman von Blythe Gifford, die ich zuvor nicht kannte. "Die Tochter der Dirne" ist ein hervorragend recherchiertes Buch, das die Intrigen des Hofes und die Politik der Zeit Ende des 14. Jahrhunderts gut widergibt. Zwar gefiel mir die Figur des Königs nicht so gut, aber er ist ja auch nur eine Nebenfigur. Wichtig sind Solay (franz. Soleil ;) ) und Julian, die beide ein wahres Feuerwerk abliefern. Es knistert gehörig, aber immer wieder weist einer den anderen zurück, Herzschmerz ist also auch garantiert. Solays Charakter ist fein ausgearbeitet und als man mehr über ihr Leben erfährt, erklären sich einige Verhaltensweisen. Sie handelt so, wie ihr Leben das vorherbestimmt hat. Julian ist oft verschlossen und will eigentlich nicht noch einmal heiraten, doch Solays Anziehungskraft kann er sich nicht entziehen. Wäre sie doch nur nicht die Tochter ihrer Mutter. Wäre er doch nur nicht so Wahrheitsgetreu und Rechtsverliebt. Es dauert, ehe beide endgültig zusammenfinden. Es gibt mittig einen kurzen Moment, da zieht sich das Spielchen etwas in die Länge, doch dann die Heirat und die Handlung bekommt neuen Schwung. Schade, dass Jane, Solays jüngere Schwester, nicht auch näher beleuchtet worden ist, aber vielleicht gibt es eine Fortsetzung?
Historische Authenzität ist gegeben und wird im Nachwort erklärt. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich kann ihn nur weiterempfehlen!


Freitag, 10. April 2009

Herr Nakano und die Frauen - Hiromi Kawakami




Hitomi Suganuma arbeitet in Herrn Nakanos Antiquitätengeschäft. Doch, so sagt er ihr, wir handeln nicht mit Antiquitäten, wir handeln mit Trödel. Herr Harou Nakano beschäftigt außerdem noch Takeo Kiryu, der den Trödel abholt und repariert. Auch Masayo, Nakanos Schwester, hilft mit.
Hitomi verliebt sich in Takeo, aber der hat Angst vor den Menschen und kann sie nicht wirklich an sich heranlassen. Sie gehen ein paar Mal miteinander aus, schlafen sogar miteinander, aber Takeo kann nicht zu dem stehen, was er fühlt. Hitomi ist sehr unglücklich.
Währenddessen hat Herr Nakano, der zwei Exfrauen und eine Ehefrau (mit Baby) hat, eine Geliebte. Und Masayo trifft ihre große Liebe wieder. Im Grunde dreht sich alles um "Alt und Neu", Beziehungen genauso, wie die Sachen, die im Geschäft verkauft werden. Doch dann gibt Herr Nakano seinen Laden auf und die Wege trennen sich. Bis ...


In der Ich-Form erzählt Hitomi dem Leser, was sie im Laden und mit Herrn Nakano erlebt. An jeder Sache, die im Geschäft verkauft oder angeboten wird, hängt eine (Liebes-) Geschichte. Ob es der alte Tadokoro ist, der Aktbilder seiner verstorbenen Frau anbietet, weil er Geld braucht. Ob es ein junger Mann ist, der von seiner großen Liebe verflucht wurde und Selodonschalen verschenkt.
Kawakami flechtet ein enges Netz zwischen Handlung und Umgebung. Nicht ohne Grund arbeitet das Liebespaar in einem Laden, in dem Altes wie Neues angeboten wird. Der wahre Wert einer Sache stellt sich erst bei genauem Hinsehen heraus. Hitomi und Takeo befinden sich in einem Zustand der Schwebe, erst als Nakano seinen alten Laden aufgibt, stellen sich beide ihrem Leben, als hätten sie vorher in einer Art Luftblase gelebt, in der nichts an sie herangekommen ist. Sie gehen getrennte Wege, sind alt, aber werden auch zu etwas Neuem. Wie die Dinge, die sie einst verkauften.
Masayo ist ebenfalls ein gutes Beispiel dafür. Ihre einstige große Liebe ließ sie vor vielen Jahren gehen. Er heiratete eine andere, verlässt sie aber für Masayo, hält es bei der Geliebten nicht lange aus, zurück zur Frau, zurück zur Geliebten. Was ist da alt, was ist neu?
Bei all dem gibt es aber immer etwas, das bleibt. Egal wie alt etwas ist, ob man es behalten kann oder davon getrennt wird, Gefühle hängen an allem. So kann Hitomi auch Takeo nicht vergessen, auch wenn sie es noch so sehr versucht. Und ja, es ist ein Liebesroman, wie es der Definition entspricht, denn es gibt ein Happy End für die beiden. Ich wäre enttäuscht gewesen, wäre es anders gekommen.
Hitomi gefällt mir als Figur sehr gut. Sie ist jung und sympathisch, durch sie erlebte ich das Japan der heutigen Zeit aus den Augen einer Frau, die so alt ist wie ich. Takeo ist liebenswert und obwohl man ihn eigentlich für einen Feigling halten müsste, tat ich das nicht ein einziges Mal. Er ist irgendwie knuffig, auch wenn er Hitomi sehr weh getan hat. Aber sich selbst sicher ebenso.
Es gibt durchaus Dinge, da dachte ich, hätte das eine andere geschrieben und das in einer anderen Art, die Kritiker hätten das Buch in der Luft zerrissen. So ist das Thema Sex oft sehr vordergründig und fließt in etliche Dialoge mit ein. Aber alles mit Niveau und das spürt man. Aber auch das Ende, immerhin sind nicht weniger als drei Jahre vergangen, scheint mir etwas unrealistisch. Aber dennoch glaubhaft.
Ein Roman, wie er sein sollte. Ich mochte ihn auf jeden Fall sehr und werde versuchen, mir auch das zweite (oder besser: erste) Buch der Autorin zu besorgen.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!


Mittwoch, 8. April 2009

Mein eigenes Lesezeichen




Gernot Jennerwein, aufstrebender Autor und netter Typ ;) , hat mir ein Lesezeichen gebastelt, das ich Euch nicht vorenthalten möchte.


Das Motiv trifft genau meinen Geschmack und die kleinen Bilder drumherum sind schöne Ergänzungen in Form meiner Lieblingsavatare (die ich leider nicht alle verwenden kann).


Wer mehr von Gernot sehen (seine Bilderrätsel sind echt fies!) und lesen (Super Geschichten!) möchte, der kann ihn unter
www.verlorene-werke.de besuchen.


Hiermit noch einmal ganz, ganz lieben Dank an Dich, Gernot!


Dienstag, 7. April 2009

Der Glücksunfall - Julie Cohen




Absolut Top!


Eleanor Connor ist Autorin - von erotischen Romanen. Immerhin sechzehn davon hat sie schon veröffentlicht. Doch leider sieht es in ihrem eigenen Liebesleben sehr mau aus, schon lange war sie nicht mehr aus und Sex? Achje ... Ihrem besten Freund aus Schultagen Hugh Gibson geht es da eindeutig besser. Eine hübsche Frau nach der anderen schleppt er an, alle blond oder rothaarig (Eli ist brünett) und da sie Wand an Wand wohnen, kann sie die Lustschreie deutlich hören. Als Eleanors Verleger auch noch an ihrem neuen Roman "Ministerium der Lust" herummäkelt, trinkt sie eines Abends mehr, als sie verträgt und nimmt einen fremden Mann, der sie an George Michael erinnert mit nach Hause. Das bleibt nicht ohne Folgen: obwohl sie sich nicht an diese Nacht erinnern kann, wird sie schwanger. Fast zeitgleich erfährt sie die Wahrheit über ihre richtige Mutter und ist von nun an bestrebt, dem Baby seinen Vater nennen zu können. Immer an ihrer Seite Hugh, der plötzlich anders aussieht und zu dem sie sich hingezogen fühlt, wie nie zuvor. Ob das die Hormone sind?


Ein wirklich super toller Roman, wirklich Top! Nicht vom Cover abschrecken lassen, es steckt einiges hinter dieser Schicki-Micki-Fassade. Eleanor schreibt zwar diese Romane, arbeitet aber auch in einem Nachtlokal, um sich etwas hinzu zu verdienen. Sie ist bodenständig und dadurch etwas Besonderes. Sie geht absolut nachvollziehbar mir all ihren "Schicksalsschlägen" um und Julie Cohen baut vieles davon in recht witzige Szenen ein. Hugh ist charmant, nett und der Kumpel von nebenan, dennoch spürt man auch als Leser(in), wie anziehend genau das sein kann. Die Romanze ist absolut geglückt, keine Eingeständnisse, Blicke, Händchenhalten und kleine Liebkosungen. Wirklich herzerwärmend! Die Auszüge aus Eleanors neuem Roman unterstreichen das Geschehen noch einmal voller Witz und auch jede einzelne Nebenfigut kann punkten. Julie Cohen zu lesen macht einfach Spaß! Ein Roman, den ich wirklich nur empfehlen kann.


"Liebe im Schlepptau" von Julie Cohen erscheint im Juni!


Montag, 6. April 2009

LOVELETTER - April Ausgabe






An alle leidenschaftlichen Liebesromanleserinnen,


als wir im Oktober 2005 paranormale Liebesromane zum Thema machten, sah es noch schlecht aus für neugierige Leser in Deutschland, da nur vereinzelt Titel im Handel zu finden waren. Die meisten Verlage waren damals überzeugt, dass hierzulande kein Interesse an Vampiren bestünde. Die Zeiten haben sich geändert. Wer jetzt einen Buchladen betritt, kann sich dem Trend nur schwer entziehen. Vampire, Werwölfe, Feen, Dämonen und Hexen tummeln sich auf den Auslagetischen und sind dank Ihres Zuspruchs auf den Bestsellerlisten zu finden. Auch wir werden natürlich weiterhin über das Genre und seine Autoren, Verlage und Bücher berichten.


Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Ihr LoveLetter-Team


In dieser Ausgabe:


Eine Hymne auf Frauenfreunschaften
Im Gespräch mit Lisa Kleypas


Romance in Space
Von Star Trek bis J.D. Robb


Geburt einer Heldin von Karen Rose
Die Harte und die Zarte
Im Gespräch mit Karin Slaughter


Meine Serie:
Schwestern des Mondes
von Yasmine Galenorn


Leinwandküsse
Helden für jeden Geschmack


Außerdem:


Angst, Glaube & Hoffnung
von Lynn Austin


Wahre Liebe: Ein zauberhafter Abend
von Kathleen Givens


Autorentagebuch: Projekt "Leo" (2)
von Michelle Raven
1

10 Fragen an ... Nalini Singh


Autorengalerie: Eva Völler


Leipziger Buchmesse 2009


Sonntag, 5. April 2009

Mein Haus, mein Garten - mein Buch!
















Ich kann es einfach nicht lassen! Schon wieder neue Bücher *heul
Wo soll das nur hinführen? Was es diesmal geworden ist?


"Atlantis - Die Rückkehr der Krieger"
Alyssa Day.
Ich habe schon so viel davon gehört, dass ich es mir endlich selbst ansehen und anlesen musste. Günstige Ausgabe, aber leider bisher ohne Fortsetzung...


"Der Glücksbringer"
Lynne Wilding.
Ach, das las sich so schön und es ist ein Buch von Blanvalet; muss ich mehr sagen?


"Ja, ich will!"
Melissa Hill.
Da ich unlängst ein Buch von der Autorin lesen wollte, habe ich die preiswerte Ausgabe angeschafft.


"Wenn die Liebe erwacht"
Sandra Brown.
Das Buch habe ich ausgewählt, mein erstes der Autorin zu sein, die ja im Genre recht bekannt ist. Bin schon sehr gespannt!


Meine Mutter hat sich übrigens gruselige Bücher gekauft, unter anderem auch "Todesschrei" von Karen Rose. Vielleicht versuche ich mich doch mal dran? Wer den LoveLetter kennt, wird darin im April ja auch einen Artikel zu dieser Autorin finden. Jetzt hat sie erstmal Simon Beckett "Die Chemie des Todes" fertig gelesen und ist restlos begeistert. Die anderen beiden Bücher des Autors liegen schon bereit. Aber die "Totenmesse" von Arne Dahl (Rezi im Blog) ist noch reingerutscht und jetzt liest sie "Die Wahrheit meines Vaters" von Jodi Picoult. Das werde ich wohl auch meinem Bücherstapel hinzufügen. Bücherstapel... wann soll ich DAS nur alles lesen *lach Ach, einfach nach und nach. Die Alternative wäre ja ohnehin nur fernsehen


Hach, ich bin doof, aber ich habe Tauschticket für mich entdeckt. Und was ist bei rumgekommen? Bücher! Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern von Rebecca Wells, weil ich den Film so liebe und das Buch schon lange haben wollte. Herr Nakano und die Frauen von Hiromi Kawakami, weil mir die Vorstellung im Fernsehen so gut gefallen hat und ich auf die asiatischen Autoren im Liebesgenre gespannt bin. Was? Wäre? Wenn? von Wiebke Lorenz, weil es so überaus gute Kritiken bekommen hat. Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena, weil ich das auch schon lange lesen wollte, es mir aber zu teuer war. Kates Geheimnis/ Lanas Schuld von Brenda Joyce, weil ich die Autorin mal kennenlernen will. Triumph des Ritters von Heather Graham, die mir bisher auch nur vom Namen her ein Begriff ist und ein Ritterroman in so einer Aufzählung nicht fehlen darf.


PS: Verzweiflungskauf: "Liebe in kleinen Dosen" von Jane Heller und "Einfach bezaubernd!" von Crusie/ Dreyer/ Stuart.


PPS: Ich habe kein Haus und keinen Garten, dafür aber jede Menge Bücher.


Samstag, 4. April 2009

Durch alle Zeit hinweg 8/8





Kathleen klopfte an die Tür ihres Chefs. „Hannon?“ Mister verdammt, Mister Hannon, schimpfte sie mit sich selbst.
„Kommen Sie herein, Miss Foster.“ Noch einmal an der Bluse zupfen, das Lächeln erneuern und eintreten. „Sie wollten mich sprechen?“ Im gleichen Moment fiel Kathleens Blick auf einen jungen Mann, der neben Hannon stand. Ihre Augen weiteten sich und ihre Lippen lösten sich voneinander. Das war doch ... Nein. Sie hatte ihn eindeutig noch nie gesehen.
„Ja, wollte ich. Abgesehen davon, dass Sie schon wieder zu spät dran sind, möchte ich Ihnen unseren neuesten Mitarbeiter vorstellen. Das ist Mister Macbride. Ich will, dass Sie ihn einweisen.“ Na toll, diese Woche also keine Mittagspause für Kathleen Foster. Wirklich großartig.
„Noch Fragen?“, Hannon wandte sich sowohl an sie, als auch an den Neuen. „Dann gehen Sie an Ihre Arbeit!“, scheuchte er sie aus seinem Büro. „Und Miss Foster. Das ist meine letzte Warnung.“
Als sie die wenigen Stufen hinunter gingen, sprach Kathleen gestikulierend zu ihrem Rücken. „Das sind Tim, Miguel, Frances, Meggie und Aisha. Du wirst wohl in Carls Zelle sitzen, er ist letzte Woche in Pension gegangen. Wie man einen Computer bedient, weißt du ja sicher.“ Sie wartete keine Antwort ab. „Ich sitze da drüben, wenn was ist, frag Meggie.“
„Halt“, sagte er schnell, ehe sie davongehen konnte. Als sie sich laut ausatmend zu ihm umdrehte, lächelte er sie an. „Ich bin Ryan. Und du?“
„Kathleen“, sagte sie widerwillig und ärgerte sich plötzlich über sich selbst. Seit wann war sie so abweisend? „Willst du einen Kaffee?“, fragte sie ihn seufzend.
„Ja, den hätte ich gern.“ Seine Augen waren grün und leuchteten im grellen Neonlicht. Als sie am Kaffeeautomaten vorbeikamen, schnappte sich Kathleen einen Becher und ging weiter zu ihrem Bereich. Er zog zwar die Augenbrauen nach oben, sagte aber nichts.
Sie teilte ihren mitgebrachten Kaffee mit ihm und hoffte, er hatte gecheckt, dass der vom Büro ungenießbar war. Als er nach dem Becher auf dem Tisch griff, rutschte der Ärmel seines Sakkos nach oben. Meine Güte, war er etwa tätowiert? Was sollte das sein? Schlangen? Nein, überlegte Kathleen, es war eher so eine Art Drache.
Sie merkte, dass er sie unverwandt angesehen hatte und schaute ihn deswegen geradewegs an. Da war wieder dieses Gefühl ... „Kennen wir uns?“, fragte sie ihn deshalb.
Er zögerte seine Antwort hinaus und versuchte es dann zu überspielen. „Nein, noch nicht. Aber ich würde das gern ändern.“
Kathleen lachte kurz auf. „Soll das eine Einladung sein?“ Er lächelte und nickte. Kathleen allerdings wollte auf Abwehrkurs gehen.
„Also Kathy, nun sag schon ja. Er ist sauber, höflich, sieht gut aus. Wie lange ist es her, dass dich ein so netter junger Mann eingeladen hat?“ Kathleen schnitt Meggie eine Grimasse. Dass sich die alte Lady auch nie um ihren eigenen Kram kümmern konnte.
„Na schön. Also morgen um sieben in Ricos Pizzeria.“ Und das mit einem Kerl, dessen Namen sie schon wieder vergessen hatte. Er grinste, stellte den Becher ab und zwinkerte ihr zu. „Ich freue mich schon. Aber jetzt werde ich wohl mal an die Arbeit gehen.“
Sie sah ihm hinterher und stellte überrascht fest, dass sie sich schon in Gedanken zurechtlegte, was sie anziehen würde. Und dann fiel es ihr wieder ein.
Sein Name war Padraig.


Donnerstag, 2. April 2009

Durch alle Zeit hinweg 7/8




„Meine Schöne, meine Seele, meine Geliebte, weine nicht. Jedes Ende ist auch ein Anfang.“
Diese Worte begleiteten Breanna durch die nächsten Wochen. Wochen der Einsamkeit, der Kälte und der Furcht. Sie glaubte, das Wirken der Großen Göttin zu erkennen und sie wusste auch, dass sie nur ein winziger Teil im großen Plan des Gangs der Welten war. Was zählte ihr Leid im Vergleich zu dem eines ganzen Volkes?
Ein Sohn, geboren aus dem Leib einer heiligen Priesterin, gezeugt vom Pendragon selbst. Erzogen im Haus des Feindes, genährt und beschützt von ihm, würde der Junge von den Römern lernen, was er wissen musste, um sie zu vernichten und Britannien die Freiheit wiederzugeben. Breanna klammerte sich daran, hoffte und betete. Doch jede Nacht sah sie das Gesicht ihres Geliebten vor sich, mit dem sie nur so wenig Zeit hatte verbringen dürfen. Jede Nacht sehnte sie sich nach dem Tod.
„Mein Herz, gib nicht auf. Die Göttin hat etwas mit uns vor, aber es ist nicht die rachsüchtige, die grausame, die ich sehe. Es ist die gütige, heilsame, die ich spüre.“ Seine Stimme war sehr leise gewesen und es hatte ihn seine letzte Kraft gekostet dies zu ihr zu sagen. „Niemand wird uns trennen können, wir gehören zusammen, jetzt und für alle Zeit.“
Breanna klammerte sich auch daran, hoffte und betete. „Wir werden uns wiedersehen.“
Die Wehen dauerten zwei Tage lang an und schließlich lag er in ihren Armen, Marcallus Valerius, gesund, stark und wunderschön. Breanna wusste, dass sie ihn niemals mit diesem Namen rufen würde, denn für sie war er Padraig, Sohn seines Vaters, dessen Augen er besaß. Sie würde ihn die alten Riten lehren, ihn zu einem Sohn der Heiligen Insel machen und dafür auch ein Leben an der Seite dieses römischen Mannes in Kauf nehmen.
Alles hatte letztendlich seinen Preis. Sie wusste nicht, was die Göttin noch mit ihr vorhatte, sie wusste nur eines:
„Wir werden uns wiedersehen.“ Irgendwann.