Freitag, 3. Juli 2009

Elfenschrift - Magazin




Nachdem ich schon viel von der "Elfenschrift" gehört und gelesen habe, war es vor kurzem an der Zeit, sie auch endlich mal zu lesen. Die Herausgeberin heißt Ulrike Stegemann und das erste Heft gab es im März 2004. Das Magazin erscheint vierteljährlich und kostet 2,50 Euro (plus 1 Euro Versand).
Wie der Name es vielleicht schon verraten hat, handelt es sich hierbei um "Das kleine, phantastische Literaturheftchen" (das steht auf dem Cover und beinhaltet keine Wertung :) ) und umkreist die Themengebiete Fantasy, Märchen, (Sci Fi?).
Jedes Heft steht unter einem Motto und jeder, der sich bemüßigt fühlt, kann einen Beitrag, sei es ein Artikel oder eine Geschichte oder ein Bild einreichen.

Der Juni 2009 stand unter dem Pantoffel der "Geschichtenerfinder".
Die Autorin Sina Geiß hat sich auch einmal als Künstlerin versucht und das Cover der 22. Ausgabe gestaltet. Mit einem sehr ansprechenden Ergebnis, wie ich finde. Sie erzählt ein bisschen über sich und hat das kleine, neckische Gedicht "Für die Katz" beigesteuert. Einzig daran zu mäkeln der Titel, denn es heißt Katz' aber das kleine Strichchen ist ja leider ohnehin schon fast aus dem deutschen Schriftgebrauch verschwunden. *eine Schweigeminute bitte*
Ebenfalls aus dem Nähkästchen plaudern Andrea Tillmanns ("Hinter den Schatten"), Annette Eickert ("Ynsanter"), Erik Schreiber (der phantastische Bücherbrief) und andere. Wer schon immer mal wissen wollte, wer denn eigentlich die Märchen - ob abendländische oder deutsche - erzählt (hat), wird sich nach dem Lesen von Petra Hartmanns Artikel schlauer fühlen. Ich tue es! Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die Fußnoten unter dem Text, das verleiht ihm irgendwie etwas Wissenschaftliches.
Es gibt einige Kurzgeschichten, von denen ich "Timmy Tomate" von Rena Larf hervorheben möchte. Schließlich werden noch einige Bücher vorgestellt, für die ich dankbar war, denn allein hätte ich diese nicht gefunden.

Das Heft ist ansprechend was seine Größe, die innere formale Augestaltung und vor allem die Schrift angeht. Nachdem ich mir jetzt zwei Ausgaben angeschaut habe (März, Juni) muss ich einfach hervorheben, dass es Autoren aus unseren "Kreisen", also deutsche und auch (bisher) weniger bekannte sind, die Einzug gehalten haben. Keine Größen (das Wort ist wertfrei!), über die man ständig liest und denen immer gleiche Interviewfragen gestellt werden. Und dennoch Leute, über die ich schon einiges gelesen habe: Erik Schreiber dürfte Leuten, die sich für Fantasy interessieren, nicht fremd sein. Und "Ynsanter" ist derzeit in vielen Foren und Blogs in aller Munde. Mir fehlen bisher noch aussagekräftige Rezensionen, sonst hätte ich schon mal in das Buch reingeschmökert. Aber bei dem Preis muss ich mir sicher sein, auf was ich mich einlasse. Und auch diese Aussage ist wertfrei gemeint, denn mit dieser Grundvorraussetzung gehe ich an jedes Buch heran. Man erspart sich einfach Enttäuschungen (siehe Kathryn Caskie).
Zur Elfenschrift nun habe ich sicher nicht das letzte Mal gegriffen.


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