Samstag, 16. Mai 2009

Die geteilte Krone - Isabel Glass



Die Eheleute Angarred - die Hexe - und Mathewar - Erster Meister der Magierakademie - reisen an den Hof des jungen Königs Jerret. Er möchte, dass sie für eine Zeremonie Zeuge stehen; sein Nachfolger wird benannt.
Was den beiden zuerst ins Auge fällt, sind die vielen Gebundenen - Menschen ohne freien Willen und jegliche Erinnerung. Am Hof selbst scheint alles in der Hand der Familie Haru zu liegen, obwohl einige Mitglieder davon aus dem Land verbannt worden sind. Der vierzehnjährige König scheint ebenfalls stark überfordert zu sein und hört auf niemanden.
Jenseits der Grenzen gibt es eine junge Frau, die ein Bastard des alten Königs ist und ebenfalls Anspruch auf den Thron erheben könnte. Sie rückt ins Visier der verbannten Haru-Brüder.
Schließlich wird der König ermordet und immer mehr Gebundene schänden auf Befehl des Binders das Land. Angarred und Mathewar müssen sich trennen, um nach der Wahrheit zu suchen ...


Das ist die Fortzsetzung zu „Tochter der Verbannung“, in der die Eheleute sich kennen und lieben gelernt haben. Diesen muss man allerdings nicht gelesen haben, um hier alles zu verstehen (ich hab's nicht). Die Geschichte ist wirklich großartig, aber Isabel Glass (ein Pseudonym von Lisa Goldstein) schafft es leider nicht, diese auch großartig umzusetzen.
Dieser Epos hätte nicht nur in einem Band erzählt werden dürfen, es gibt genug Stoff für (mindestens) eine Trilogie. So aber verpufft das meiste und Spannung hält sich allenfalls nur eine Seite. Viel ausführlicher hätte sich Glass ans Werk machen müssen, sich hineindenken und hineinversetzen, recherchieren ... Vieles kommt also zu kurz, leider auch die Gefühle, von denen es eigentlich viele geben müsste, denn nicht nur ein Paar findet zusammen. Doch die Situationen, in denen die Figuren agieren müssen sind abstrus, ihre Dialoge nicht gelungen und einige Stellen sogar beinahe lächerlich. Der Roman enthält eine hervorragende Geschichte, die aber in der Umsetzung nicht gelungen ist.


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