Freitag, 27. Februar 2009

Interview mit Monika Felten




Möchten Sie sich einmal kurz vorstellen? Was für einen Menschen sollte man vor Augen haben, wenn man den Namen „Monika Felten“ hört?
Oje ... Vielleicht helfen ein paar Adjektive: Unverbesserliche Optimistin, haustierlos, strebsam, fleißig, gern zurückgezogen (mit meiner Familie), glücklich verheiratet, zwei Söhne. Da ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, zur Zeit ohne besondere Hobbys (keine Zeit)
Mein Leitmotiv stammt von Erich Kästner: Auch mit den Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, lässt sich noch etwas Schönes bauen.


Gibt es eine bestimmte Eigenschaft, die man als Autor auf alle Fälle benötigt?
Für mich gibt es sogar zwei wichtige Eigenschaften Kritikfähigkeit - Es dauerte doch eine ganze Weile, bis die Worte so auf dem Papier stehen, dass sie sich wirklich gut und schlüssig lesen. Tipps und Anregungen von Dritten ( Lektoren, Testlesern ) sind da oft sehr hilfreich und sollten zumindest dazu führen, die betreffenden Stellen noch einmal zu überdenken/überarbeiten. Einen gewissen Hang zur Einsamkeit sollte man auch mitbringen. Die Arbeit eines Schriftstellers ist – mangels Kollegen – zu einem Großteil einsam. Das muss man mögen.


An welchem Ort schreiben Sie am liebsten? Welche Atmosphäre bauen Sie sich dort auf?
Ich habe ein winziges Arbeitszimmer unterm Dach, in dem ich mich sehr wohl fühle. Beim kreativen Arbeiten brauche ich absolute Ruhe. Musik etc ... würde mich nur ablenken. Das klingt nicht gerade romantisch verklärt, aber ich muss mich in die Fantasywelten hineindenken und das geht nur, wenn ich ungestört bin.


Haben Sie am Anfang einer Geschichte eine konkrete Idee, wie das Ende aussehen wird?
Ja, immer. In der Trilogie um „Das Erbe der Runen“ wusste ich sogar schon, wie das dritte Buch endet, als ich gerade mit dem ersten Teil begann.


Was möchten Sie Ihren größten Kritikern sagen?
Das man wohl nie ein Buch für alle schreiben kann. Es wird immer Leser geben, die es mögen und welche, die es nicht mögen. ( Ich schreibe für die erste Gruppe. )


Welches Buch möchten Sie nie und unter keinen Umständen geschenkt bekommen und was ist der Grund dafür?
Ein Kochbuch. Meine Begeisterung fürs Kochen hält sich doch stark in Grenzen.


Gibt es sonst noch etwas, was Sie dem Leser mitteilen möchten?
Allen die selbst schreiben und veröffentlichen möchten, wünsche ich die nötige Kreativität, Kraft und Ausdauer für das eigene Werk und die oft aufreibende Verlagssuche. Ein Quäntchen Glück gehört immer dazu: Der richtige Werk zum passenden Verlag, am richtigen Tag. Der Lektor ungestresst und in der richtigen Stimmung und die richtige Passage, die sein Interesse weckt. Klingt nicht schwer ist es aber. Stimmt nur eines davon nicht landet der Bestseller von morgen auf dem Absagestapel. Auch dafür gibt es genügend Beispiele.


Das gesamte Interview gibt es auf
www.verlorene-werke.de zu lesen.


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