Donnerstag, 12. Februar 2009

Interview mit Jennifer Schreiner




Möchten Sie sich einmal kurz vorstellen? Was für einen Menschen sollte man vor Augen haben, wenn man den Namen „Jennifer Schreiner“ hört?
Wenn man die Augen schließt, kann man sich eine 1,80 m große dreißigjährige Frau vorstellen, schlank, mit platinblond gefärbten, kurzen Haaren, die gerne lacht (ab und zu auch über sich selbst)-


Mit welchem Buch sind Sie bekannt geworden? Könnten Sie es vielleicht in ein paar kurzen Sätzen schildern?
Mit „Zwillingsblut“: Eine junge Frau erwacht in einem verschlossenen Sarg und hat keine Ahnung, wie sie dort hingekommen ist. Nach und nach begreift sie nicht nur, dass sie ein Vampir ist, sondern auch Mittelpunkt eines makaberen Spieles, welches die Königin der Vampire und ihre Schwester seit Jahrhunderten mit ihrem Magistraten spielen. Denn Sofia ist neben den beiden die einzige weibliche Vampirin der Welt und auch die einzige, die den Magistraten von seinem Fluch erlösen könnte. – Zumindest wenn es ihr gelingt, ihre Schwester zu retten, sie den „Schatten“ der Königin und den Nachstellungen des gefährlichen Callboys Xylos entkommen kann.


"Zwillingsblut" ist in die erotische Literatur einzuordnen. Darüber haben sich schon viele Leute den Kopf zerbrochen. Was ist für Sie Erotik? Wie sind sie das erste Mal mit diesem Thema, die Literatur betreffend, in Berührung gekommen? Hat es Sie Überwindung gekostet, sich näher damit zu befassen oder standen sie dem Thema eher aufgeschlossen gegenüber?
Für mich gibt es zwei Arten von Erotik:
1) Die im Kopf stattfindet und in einer Geschichte nur angedeutet wird.
2) Die komplett beschrieben wird, bis ins kleinste Detail der Körperlichkeit.


Vampire.
Sie machen, gerade in der erotischen Literatur, für den Leser einen ganz besonderen Reiz aus. Wie würden Sie sich das erklären? Was war für sie ausschlagebend, diesen Roman zu schreiben?
Ich denke in der erotischen Vampir machen Vampire Furore, weil sie erstens das sind, was wir alle sein wollen: Unsterblich und attraktiv. Zweitens glaube ich, dass die Macht der Vampire eine große Rolle spielt. Zu lesen, dass eben diese mächtigen Wesen vor der Liebe ebenso ohnmächtig sind wie wir Sterblichen verleiht eine gewisse Befriedigung. Zudem bekommt bei Unsterblichen die ewige Liebe gleich viel mehr Gewicht. *lach* Für mich war die Grundidee der Geschichte das ausschlaggebende: Das Sofia neben der Königin die einzige Vampirin auf der Welt ist fand ich sehr reizvoll, denn die Idee gestattete mir einen großen Spielraum an Varianten: Wie reagieren ihre männlichen Artgenossen auf eine schöne Frau, die sie nicht sofort durch ihre vampirische Macht beeinflussen können?


Wer sind Ihre fünf Lieblingsautoren? Finden sich darunter vielleicht auch Vorbilder? Welches Buch möchten Sie nie und unter keinen Umständen geschenkt bekommen?
Fünf Lieblingsautoren? Mmm…
1. Laurell K. Hamilton
2. Teresa Medeiros
3. Stephanie Laurens
4. Meagan McKinney/aka: Sherrilyn Kenyon
5. Terry Pratchett
Im Endeffekt sind alle Autoren, die ich gerne lese Vorbilder. Und mit jedem Buch versuche ich zu ergründen, warum ich gerade diese Autoren gerne lese, was sie auszeichnet und wie ihre Texte/Charaktere aufgebaut sind. (Und das geht wirklich von Peter S. Beagle über Sachbuchautoren bis zum Horror)


Was möchten Sie Ihren größten Kritikern sagen?
“Ist ja schon gut, Papa! Du kannst aufhören! Ich schreibe jetzt endlich einen historischen Roman – ganz ohne Erotik!“


Das gesamte Interview ist unter
www.verlorene-werke.de zu lesen.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen